Das Jahr der QUH

Was für ein Jahr! Heute, Silvester, dürfen wir hier im Blog unseren 60.000ten Leser begrüßen. Davon fielen 46.594 allein auf das Jahr 2008. Das bedeutet jede Woche – außer in den Ferien – gut 1000 QUH-Leser. Der vielbelächelte QUH-Blog ist damit zum vielleicht wichtigsten Informationsmedium in unserer Gemeinde geworden. Durch Sie, unsere Leser! Wow und 60.000 mal Dank! Der QUH-Blog markiert das Ende der Gemeindepolitik hinter vorgehaltener Hand. Hier unser Jahresrückblick 2008 (zum Lesen der alten Beiträge die farbigen Worte anklicken!)

Am Ende des Jahres feierte die QUH handfeste politische Erfolge. Auf unseren Antrag wurde der Etat für die Jugendarbeit verdoppelt. Es wurde außerdem das Ehrenamt eines Kulturbeauftragten geschaffen (für das sofort Jokl Kaske, QUH, gewählt wurde), ihm ein Etat bewilligt und vor allem mit unseren Stimmen das Geld für den MTV-Trainingsplatz genehmigt. All dies fand statt in der Gemeinderatssitzung vom 10.12.. Über diese wie auch über jede andere Gemeinderatssitzung der letzten gut 1000 Tage hat die QUH hier im Blog berichtet.

Begonnen hatte das Jahr ganz unscheinbar im Januar mit 168 Unterschriften, die sich im Rathaus für eine Kandidatur der QUH für den Gemeinderat aussprachen.

Frohgemut, aber noch ungewählt – die 4 QUH-Spitzenkandidaten im Januar:
Andy Ammer, Elke Link, Elke Grundmann, Jokl Kaske

Im Februar, eine Woche vor der Wahl, wagte die QUH dann, was sich noch keine Partei getraut hatte. Aufgrund privater Umfragen veröffentlichten wir eine Wahlprognose und sagten uns selbst 3 Sitze voraus. Dem mitleidigen Lächeln über diese Prognose folgte Anfang März die Wahl, die diese “Frechheit” bekanntermaßen noch einmal toppte: Gleichauf mit den alt- (und fast aus-) gedienten Regierungsparteien CSU und EUW brachte die QUH als “Neue Kraft für Berg” 4 Gemeinderäte in den neuen Rat. Hier das immer noch erstaunliche Wahlergebnis.

Erst nach Mitternacht stand es fest! Wirklich 4 Sitze. Das erste Ehepaar im Gemeinderat: Elke Link und der QUH-Vorsitzende Andreas Ammer. Elke Link brachte es auf 1580 Stimmen und war damit auf Anhieb die dritt-beliebteste Politikerin der Gemeinde.

Damit war Berg der QUH-Revolution ein Stückchen näher. Im im April folgte dem eine technologische Sensation: Die QUH “bloggte” erstmals
live
von einer Bürgerversammlung. Nicht nur die im Saal anwesenden Berger, sondern viele Bürger draußen an den Computern konnten dieser wichtigen, basisdemokratischen Versammlung beiwohnen. Eine neue Zeit hatte begonnen.

Im wonnigen Mai war es dann soweit: Zum ersten Mal zogen die 4 QUH-Räte in den Gemeinderat ein und wurden vom Rest des Rates gleich einmal zurechtgestutzt. Das Rennen um den 3. Bürgermeisterposten verlor QUH-Fraktionsvorsitzende Elke Link ebenso wie Elke Grundmann ihren Traumjob der Jugendbeauftragten. Da hielten noch alle “alten” Parteien gegen uns zusammen.

Ungeachtet dessen radelten wir seit Juni vor den Sitzungen wohlgemut durch die Gemeinde, um uns vor Ort über die Tagesordnungspunkte zu informieren. Wir sahen erstaunliches:

Wir sahen blühende Schwarzbausiedlungen und konnten weder den Nicht-Abriß des Mörserturms verhindern (weil ein versprengter Verwaltungsrichter sich dort eine Volkssternwarte vorstellen konnte) noch die absurde Genehmigung eines Anbaus an einen Genz’schen Schwarzbau.

Wir beobachteten nicht ganz unbelustigt den heldenhaften Kampf einiger Katholiken um ihren geliebten Pater Laurentius.

In der Gemeinde seit der Zeit nicht sehr beliebt: Erzbischof Marx

Wir sahen Fußballer heiraten und lieferten via einer Webcam weltweit exklusiv Filmaufnahmen von der Ballack-Hochzeit.. Wir sahen als Erste andere Fußballer mit Hubschraubern über Berg herniederschweben. Diese QUH-Story über Jens Lehmann war so gut, das von BILD bis zu FAZ und der englischen SUN alle diese Geschichte abschrieben (und BILD uns sogar das Foto klaute).

Ein Welt-Torwart in Berg: Jens Lehmann auf dem Berger Fußballplatz (Foto: Hirte). Nach dieser ersten Irritation mauserte sich der Neu-Berger Jens dann zum beliebten Mitbürger und MTV-Party-Fan.

Aber wir sahen auch – in einem legendären Blog-Beitrag über “Internet und Gartenbau” – dem Gartenbauverein beim Apfelsaftpressen zu. Dieser Bericht bescherte dem OGBV einen wahren Ansturm an Kunden, die fortan bis aus Dachau zur Berger Obstpresse pilgerten.

Glück mit neuer Presse: Der OGBV, Ralf Maier und seine Jungs

Wir sahen, wie unter der Hand des QUH-Aktivisten Jokl Kaske der Kulturverein zu alter künstlerischer Stärke zurückfand und der Marstall erstmals – mit einem von Jokl organisierten Konzert von Ringsgwandl – wieder zum Ort großer Events wurde.

Ringsgwandl im September im überfüllten Marstall

Wir sahen den Berger Feuerwehren beim Feiern, beim Löschen und manch anderem zu.

Und vor allem: Wir sahen die Zukunft, wir sahen als hellsichtige Politiker Furchtbares auf die Gemeinde zukommen:

Umsonst protestierte die QUH lautstark gegen einen Kreisverkehr am Ortseingang, oder oder gegen die ungenügende Gestaltung des Betreuten Wohnens. Erfreut waren wir hingegen über die Neubauten des Neuberger Bibers “Fifi” und über den Baubeginn im namensverwandten Örtchen Biberkor. Vor allem aber über das erste fertige, “saugeile”, aber leider immer noch nicht offiziell eröffnete Mini-Teil des neuen MTV Trainingsplatzes.

Und wir besuchten natürlich das beste Fest des Jahres. Welches? Keine Frage, bis zum Moment (30.12., 23 Uhr) waren dies die jetzt schon legendären MTV-Awards im – natürlich – Berger Marstall.

Möge Silvester ebenso schön werden. Allen QUH-Blog-Lesern einen Guten Rutsch!