Rekordversuch im Apnoe-Tauchen bei Allmannshausen gescheitert!

Mit einem kleinen Drama endete am Samstag Mittag der Rekord-Versuch des Münchner Apnoe-Tauchers Minja Marinkovic, in einem See ohne Hilfsmittel (Free Immersion) mit einem Atemzug eine Tiefe von 85m zu erreichen, was in einem deutschen See noch niemand geschafft hatte. Minja hat  – nach einigen Verzögerungen, die es am Vormittag gegeben hatte – die Tiefe zwar erreicht und zum Beweis ein kleines Kärtchen aus der Tiefe heraufgeholt. Da er aber beim Auftauchen ohnmächtig wurde, zählt der Rekordversuch nicht.

Minja Marinkovic am Morgen vor dem Rekordversuch: zuvversichtlich

Beim Free Immersion-Apnoe-Tauchen darf der Taucher weder Gewichte noch Flossen benutzen. Er taucht entlang einem Seil aus eigener Kraft in die Tiefe. Im Meer liegt der Weltrekord bei 137m, aber in Seen ist das Unterfangen ungleich komplizierter und gefährlicher, da in solcher Tiefe völlige Dunkelheit und eine Wassertemperatur von nur 4 Grad herrscht. Minja Markovic hatte sich das Ziel von 85m gesetzt. Auf dieser Tiefe befindet sich an einem Seil eine Markierung und ein Blättchen, das der Taucher mit an die Oberfläche bringen muss.

Minja Markovic präsentiert traurig das Blättchen, das er aus 85m heraufgetaucht hat. Sein Rekord zählt nicht

Zunächst war alles mit größerer Verzögerung aber glatt gelaufen. Gut 3 Minuten dauerte der Tauchgang. An der Oberfläche warteten Helfer, zwei Kampfrichter, ein Arzt und die Journalisten in einem Begleitboot an der Allmannshauser Wand vor Allmannshausen.

Bange MInuten auf dem See

Zunächst sah vom Ufer alles nach einem erfolgreichen Versuch aus. Doch dann kam die traurige Nachricht. Minja hatte einen “Shallow Water Blackout” bekommen, war also beim Auftauchen ohnmächtig geworden. Nach dem kurzen Warnruf “Black” hatten ihn seine Helfer regungslos aus einer Tiefe von nur 3 Metern retten müssen. Nach einer kurzen Mund-zu-Nase Beatmung und etwas Sauerstoffzufuhr war er zwar sofort wieder fit, aber der Rekord konnte von den beiden Kampfrichtern nicht offiziell anerkannt werden.

Nach der Ohnmacht: Minja steht wieder auf seiner Rekordplattform, hat den Rekord aber verpasst

Das Ziel hatte Minja da schon längst vor Augen, wie ein Photo von einem früheren Tauchgang von seiner Instagram-Seite zeigt

3m unter der Oberfläche ist der Tauchgang eigentlich beendet (© @minja.marinkovic).

Zurück an Land versprach der sympathische Extremsportler, der Versuch zu gegebener Zeit wiederholen zu wollen. Das Scheitern gehöre zum Sport. Einen BR-Vorbericht zu der Aktion vom Training am Mittwoch können Sie sich hier anschauen.

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Heute große Geburtstagsfeier der Berg/Ickinger Künstler im Marstall

Die Künstler der Berg/Ickinger Ateliertage feiern heute im Marstall ihr 40-jähriges Bestehen mit einer Themenausstellung ihrer Mitglieder. “Wir bitten zu Tisch” heißt das Thema … und ja, natürlich wird es bei diesem Motto auch etwas zu essen geben. im Zentrum stehen aber die Kunstwerke, die sich allesamt mit dem Thema der vierbeinigen Abstellfläche beschäftigen.

Die Künstler der Berg/Ichinger Ateliertage bei einer Besprechung im Marstall

Die Künstlervereinigung ist ein dynamisches Gebilde: Nur zwei der ursprünglichen Mitglieder sind noch dabei: Petra Jakob aus Irschenhausen und Dazze Kammerl aus Farchach, auf den auch vor 40 Jahren die Initiative zu der Künstlervereinigung zurückgeht. Eine große Rolle spielte auch Hannelore Jüterbock, die solche “offenen Ateliers” aus ihrem Zweitdomizil in Südfrankreich kannte und die maßgeblich dazu beigetragen hat, dass der königliche Pferdestall in Berg ein Kultur- und Ausstellungssaal wurde. Auch der Kulturverein Berg geht auf ihre Initiative zurück. Dass es die “Ateliertage” noch gibt, ist ein Zeichen für die vereinende und den Tod überdauernde Kraft der Kunst. Sie wird heute Abend im Marstall gefeiert. Beginn. der Veranstaltung 19 h. Die Ausstellung ist am Wochenende von 14 bis 19 Uhr geöffnet.

Die Einladungskarte der Berg/Ickinger Künslter, rechts im Bild Dazze Kammerl, von Anfang an dabei (Photo Andreas Huber)

Ein erster Blick in die im Aufbau befindliche Ausstellung bestätigt die hohe künstlerische Qualität, die sich am Ostufer des Starnberger Sees hier versammelt hat. Die Beschränkung auf das gemeinsame Thema “Tisch” hat diesmal ganz besonders inspirierte Kunstwerke hervorgebracht: sprechende Tische, tanzende Derwische, durchleuchtete NS-Akten oder Tische, an denen niemand außer einem Götterboten sitzen kann.

“Mögen ihn die Krähen fressen” – Hans Panschar bei der Installation seines Tisch-Kunstwerkes im Marstall

Schönheit entstehe – laut dem surrealistischen Dichter Lautréamont – durch “die zufällige Begegnung einer Nähmaschine und eines Regenschirms auf einem Seziertisch”. Solche Begegnungen könnte es heute im Marstall einige geben. Eine Nähmaschine jedenfalls wurde gesichtet:

Teil eines Tischkunstwerkes: eine Phoenix-Nähmaschine

Und damit wären wir beim anderen Thema: am Dienstag traf sich im BERG WERK, dem zweiten gerade entstehenden Kunst- und Kulturzentrum in Berg das “Näh-Café” der Bürgerbeteiligung Berg, das sich den Namen BERG WERK STATT gegeben hat. Auch diese Veranstaltung war ein toller Erfolg. Alle 7 anwesenden Nähmaschinen waren andauernd besetzt. Die Veranstaltung, die im BERG WERK ein eigenes Zimmer bezogen hat, wird fortgesetzt.

Absichtliche Begegnung von Nähmaschinen und Berger:innen an einem Bürotisch: das Näh-Café im BERG WERK

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Landrat Frey erlässt Haushaltssperre

Landrat Frey erlässt Haushaltssperre
Eine bittere Nachricht kam eben von der Pressestelle des Landratsamts: Der Landkreis erwartet nach aktueller Hochrechnung im laufenden Haushalt 2026 im Bereich der Jugendhilfe Ausgabensteigerungen von bis zu 4,5 Millionen Euro.„Diese zu erwartende Finanzlücke erfordert zwingendes Handeln. Ich habe daher eine sofortige Haushaltssperre erlassen“, erklärt Landrat Stefan Frey, der im weiterlesen...

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