Der König von Aufkirchen dankt ab!

Mit einer gebührenden Überraschungsfeier verabschiedeten sich am heutigen Vormittag Freunde und Kundschaft der Drogerie Höck von Hans-Peter Höck (57) und seinen Eltern Brigitte und Hans – denn der “König von Aufkirchen” dankt zum 31.12. ab. Die Drogerie Höck – eine Berger Institution – wird geschlossen.

Brigitte Höck, Michaela Wimmer, Hans-Peter und Hans Höck mit der Lüßbacher Blaskapelle

Das Herz der Gemeinde: Aufkirchner Geschäftszentrum

Ein paar Worte und Blumen von Bergs Zweitem Bürgermeister Andreas Hlavaty, der gut mit der Familie befreundet ist (Alle Fotos von der Abschiedsfeier: Heiko Kayser)

Und so fing es an:

Die Herren Drogisten in München: Hans-Peter, Hans jun. und Hans sen. Höck

48 Jahre lang befand sich die Drogerie in Aufkirchen. Schon Hans-Peters Großeltern Hans und Adele Höck hatten in der Schleißheimer Straße in München eine Drogerie (zuvor ein Malerbedarf) eröffnet, die 1990 aufgegeben wurde. Sohn Hans wurde ebenfalls Drogist, wie später auch sein Sohn Hans-Peter, und eröffnete 1977 eine Filiale in Aufkirchen.

Hans-Peter Höck und seine langjährige Mitarbeiterin Michaela Wimmer

Zeitgleich mit der Einführung des Euro übernahm Hans-Peter Höck dann die Drogerie von seinen Eltern . Erzählt haben uns Brigitte und Hans Höck 2014 von ihrer Geschichte und dem Beruf, als wir damals im Adventskalender Berufe vorstellten: https://quh-berg.de/der-drogistdie-drogistin-1022378322/

Das Besondere an der Drogerie war nicht nur, dass es dort alles gab: Kosmetik, Putzmittel, Düfte, Seifen, Kerzen, Passfotos, Accessoires und ausgewählte Kleidungsstücke, für die Michi Wimmer verantwortlich zeichnete. Und Batterien. Und Bürsten. Und und und … Das Besondere war auch, dass Hans-Peter, der rasende Reporter, auch genannt Baby Immerlos, immer und überall war und von allen Gelegenheiten die tollsten Fotos schickte oder auf Anfrage seitens unseres Blogs parat hatte. Und er war immer für einen Ratsch bereit. Inmitten des grandiosen Berger Geschäftszentrums – mittlerweile bestehend aus Edeka, Bäckerei Lidl, Metzgerei Wittur, Schreibwaren Hamberger & Lenzki, Obst & Gemüse Kacharov, der Patisserie Bergamot und dem Salon Sentimento, bildete Hans-Peter den Mittelpunkt der Kommunikation.

Jedes Jahr auch bei der Aktion Geschenk mit Herz von Humedica dabei

Immer konnte man auch bei der Drogerie Höck Weihnachtspackerl für benachteiligte Kinder abgeben, die dann von Humedica abgeholt und verteilt wurden.

Mit Elke Link bei den Dreharbeiten für Walter Steffens Film “Mein Daheim im Oberland”, der im Mai 2022 in der Post gezeigt wurde

 Mit dem Film “Mein Daheim im Oberland – Teil 1“, der im Rahmen von #Berg1200 in der Post gezeigt wurde, wurde auch der Titel “König von Aufkirchen” offiziell. “Der Dorfplatz von Aufkirchen bildet ein sehr besonderes kleines Einkaufszentrum, das wohl einzigartig in ganz Oberbayern ist – an die zehn Einzelhandels-Geschäfte bieten den Bürgern auf kleinstem Raum alles, was zum täglichen Leben notwendig ist, meint Hans-Peter Höck, Inhaber der dortigen Drogerie Höck, der überall als Dorffotograf unterwegs und als König von Aufkirchen bekannt ist”, schrieb Filmemacher Walter Steffen damals.

Auch nicht wegzudenken: die jährlichen Besuche der Sternsinger.

Die Sternsinger 2020 mit Brigitte Höck

Nach Corona wurde jedenfalls der Druck durch Internetanbieter und Drogeriemärkte zu groß – Stammkunden wie unseren Zweiten Bürgermeister Andreas Hlavaty, der dort gerne nicht nur Zahnpasta kaufte, wurden rar.

Treuer Kunde: Andi Hlavaty

Hans-Peter, der als eine Art QUH-Maskottchen stets auf dem letzen Platz der QUH-Liste kandidierte und regelmäßig weit nach vorne gehäufelt wurde, hat leider auch diesen Job aufgegeben, wird aber weiterhin freiberuflich als Fotograf aktiv sein. Die Räumlichkeiten der Drogerie werden vom Salon Sentimento übernommen. Patricia Scavone und Julia Schmitter erweitern den Kosmetik- und Nagelpflegebereich – und werden zu unser aller Freude auch Michi Wimmer übernehmen.

Ein lautes Servus

Hans-Peter, mach es gut! Wir werden dich vermissen, wünschen aber weiterhin viel Erfolg mit deinen Fotos – und wir rechnen fest damit, dich da oben in Aufkirchen hin und wieder mal anzutreffen – danke dir und deinen Eltern für all die Jahre!

 

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DER LEGENDÄRE QUH-JAHRESRÜCKBLICK 2025 / PT.4

Ein Ereignis überschattete im letzten Quartal 2025 alles: In einer “Nacht- und Nebelaktion” wurde im DEZEMBER eine alleinerziehende Mutter mit ihren beiden in Europa geborenen Kindern in der Nacht aus unserer gut funktionierenden Geflüchteten-Unterkunft in Berg gezerrt und (nachdem die Mutter in Panik aus dem Fenster gesprungen war) noch in der Nacht ins Flugzeug gesetzt und nach Nigeria abgeschoben (wo die Kinder noch nie waren). Die QUH berichtete über diese Unmenschlichkeit, zu der sich deutsche Behörden herablassen, zuerst: https://quh-berg.de/nacht-und-nebel-abschiebung-in-berg/

Keine Berger/innen mehr: Die beiden in Berg bestens integrierten Kinder von Imuetynian Osayande (Foto: Fritz Keilmann)

Die Petition für die Rückkehr der drei können Sie immer noch hier zeichnen: https://c.org/V4mGQLryRR. Über die Berger Spontan-Solidaritätsaktion berichteten wir (nach unserer selbstverständlichen Teilnahme) hier: https://quh-berg.de/kein-politisches-sondern-ein-menschliches-thema/. Über manche der beschämenden Details schweigen wir lieber.

Die spontane Berger Protestkundgebung 

Doch damit zurück zur Chronologie des Jahres: Im OKTOBER wurde nach einer Gewalttat außerhalb Münchens und einer Drohung  das Oktoberfest für einen Tag geschlossen. Der deutsche Attentäter war auch in Berg aktiv gewesen: https://quh-berg.de/hereinbrechende-nachrichten-wiesn-sperrung-spur-fuehrt-nach-starnberg-sek-einsatz/.

Die Ateliertage der Berger Künstler/innen waren wie immer ein kulturelles Highlight. Diesmal standen sie besonders im Fokus, weil einige Werke ausgestellt waren, die eigens von Künstlern, die eine Jury ausgewählt hatte, für das Berger Rathaus geschaffen wurden https://quh-berg.de/das-grosse-a/. Allen voran die wunderbaren Bronzeskulpturen von Birgit Behrends-Wöhrl, die überall im Haus verteilt sind und allein schon einen Besuch im Rathaus wert sind.

Elke Link überreicht den QUH-Preis der Ateliertage (einen warmen Händedruck) 2025 an Birgit Behrends-Wöhrl für ihre wunderbaren, kleinen Rathausskulpturen

Auch der – ebenfalls von Elke Link geleitete – Kulturverein feierte im vergangenen Jahr viele große Erfolge. Darunter eine umjubelte Veranstaltung zum 150. Geburtstag des Großpoeten Rainer Maria Rilke, der auch eine Liebesnacht in Berg verbrachte: https://quh-berg.de/rainer-maria-rilkes-liebesnacht-in-berg/

Rainer Maria Rilke (unten in der Mitte) mit seiner späteren Liebhaberin Lou Andreas-Salomé (rechts), deren Mann Friedrich Karl Andreas und dem Architekten August Endell in einem Sommerhaus bei München

Noch im alten Rathaus diskutierte der Gemeinderat dann über die vom Bürgermeister und der Verwaltung vorgeschlagenen Erhöhungen von Grund-, Hunde- Zweitwohnungs- und Gewerbesteuer. https://quh-berg.de/steuererhoehungen-fuer-berg-und-heizungsprobleme-im-neuen-rathaus/. Letztendlich sollten diese dann – auch mit den Stimmen der QUH – in einer dramatischen Sitzung allesamt abgelehnt werden. https://quh-berg.de/keine-steuererhoehungen-die-letzte-sitzung-des-berger-gemeinderates-im-alten-rathaus/. Eine Machtdemonstration des Gemeinderates, der die finanzielle Situation der Gemeinde noch nicht so dramatisch sah wie Kämmerer & Bürgermeister. Und der Rat sollte Recht behalten – der Finanzausgleich des Staates brachte mehr ein als alle geforderten Steuererhöhungen: https://quh-berg.de/geld-und-kaugummis-her/ 

So schön: der alte, inzwischen verlassene Ratssaal an der Ratsgasse 1 

Leider ist in Behörden diese Zurückhaltung nicht allzu weit verbreitet. Die Abwassergebühren wurden gleich um rund 40% erhöht https://quh-berg.de/vor-der-steuererhoehung-die-erhoehung-der-abwassergebuehren/!

Im NOVEMBER wurde zwar das neue Rathaus immer noch nicht bezogen, aber ein anderes, noch viel mehr diskutiertes Gebäude eröffnet: das neue Bushäuschen vor dem Rathaus, das viele Kommentator/innen für unnötig und eher als Verkehrshindernis betrachten – unsere Beobachtung zeigt, dass es häufig frequentiert wird – und einen Stau haben wir dort auch noch nie erlebt. https://quh-berg.de/eroeffnung-der-neuen-bushaltestelle-rathaus/.

Eines der umstrittensten Bauwerke der Gemeinde  

Immer noch nicht neu eröffnet wurde hingegen die Gastwirtschaft in Farchach. Die QUH organisierte deshalb einen Filmabend im Keller der Wirtschaft und zeigte den Film “Fanni oder wie man ein Wirtshaus rettet” – der Saal war voll, das Interesse groß, an dem Abend gründete sich sogleich ein Arbeitskreis … bislang noch ohne Ergebnis, aber ein Anfang wurde gemacht: .https://quh-berg.de/fanni-in-farchach/

Filmemacher Hubert Neufeld und der Initiator des Abends Andreas Ammer (QUH) im Keller des Wirtshauses

Im Nachgang zu der Veranstaltung wurde vom Gemeinderat – wo wie auf der Veranstaltung gefordert – der nötige Betrag für eine Sanierung des Hauses in den Haushalt eingestellt  https://quh-berg.de/eine-demonstration-im-farchacher-keller/ . Eine andere QUH-Veranstaltung warf ihre Schatten voraus: Wir gratulierten Heinz Schubert, einst auch ein Berger Bürger zum 100. Geburtstag. Heinz Schubert wurde als das “Ekel Alfred” bekannt, war aber eigentlich Brecht-Schauspieler und bildender Künstler und herzensguter Familienmensch. Im Februar wird die QUH in Berg eine Ausstellung über ihn zeigen. https://quh-berg.de/das-ekel-aus-berg/

Ganz anders als seine Rolle und ein Berger: Der ehemalige Berger Heinz Schubert (1925-1999) 

Und dann der DEZEMBER, in dem die QUH traditionell mit ihrem Adventskalender durch die Gemeinde führt. Diesmal an denkwürdige Orte, vom vermeintlich einzigen Kaugummiautomaten Bergs, über verborgene Findlinge (https://quh-berg.de/die-1-welle/?offen=ja) und die bekannten Denkmäler bis hin zum schönsten aller Getreidekasten https://quh-berg.de/die-11-welle/?offen=ja

Der denkmalgeschützte ehemalige Getreidekasten vom Klostermeier in Höhenrain  

Endlich konnte auch das Rathaus umziehen … die offiziellen Veranstaltungen dazu finden aber erst im neuen Jahr statt, in dem dann auch in Form des Gemeinderats ein neuer “Hausherr” von den Bergern gewählt werden wird. https://quh-berg.de/umzug-2/. Natürlich war die QUH auch schon vor dem Umzug im Rathaus:

Der neue Ratssaal … fast fertig

Wer in dem Saal das Sagen hat, bestimmen Sie am 8. März. Im QUH-Blog – obwohl naturgemäß etwas parteiisch –  können Sie – bis auf die bislang nicht antretende FDP, deren Gemeinderat Cedric Muth bei uns “politisches Asyl” gefunden hat  – die Listen aller sich in Berg um Sitze bewerbenden Parteien nachlesen. Einfach den Parteinamen & “Liste” rechts in der Suche eingeben. Unsere 20 Kandidaten und Kandidatinnen finden Sie hier https://quh-berg.de/die-20-listenkandidat-innen-der-quh/ und sofort:

Wohlgemut und kampfeslustig: QUH-Listenkandidatinnen (Photo Andrea Jaksch) 

  1. Elke Link (3. Bürgermeisterin)
  2. Dr. Andreas Ammer (Gemeinderat, Kulturbeauftragter der Gemeinde)
  3. Martin Snajdr (2. QUH-Vorsitzender)
  4. Elke Grundmann (Ex-Gemeinderätin, Vorsitzende der Bürgerbeteiligung)
  5. Cédric Muth (bisher FDP Gemeinderat)
  6. Chiara Brunnhuber (neu auf der Liste)
  7. Cornelius Verenkotte (Nesthäkchen & QUH-Digitalchef)
  8. Susan Gately Köchner (mit Verbindungen zu den Lüßbachern und nach Amerika)
  9. Klaus Böck (unser Mann in Bachhausen)
  10. Andrea Kirsch (neu auf der Liste)
  11. Andreas Huber (Photograph & Rathaus-Künstler)
  12. Anna Gastl-Pischetsrieder (Grundschullehrerin & aktiv in der Feuerwehr Allmannshausen)
  13. Jonas Goercke (Gemeinderat, Jugendbeauftragter der Gemeinde)
  14. Andreas von Meyer zu Knonow (unser Kitzretter aus Allmannshausen)
  15. André Weibrecht (QUH-Schriftführer)
  16. Christian Kalinke (Bergspektiven)
  17. Michael Kundt (treues Mitglied)
  18. Harald Kalinke (Gemeinderat, Rechnungsprüfungsausschuss, kann rechnen)
  19. Ralf Grundmann (QUH Schatzmeister)
  20. Dr. Jokl Kaske (Ex-Gemeinderat, nennt sich selbst “Methusalem”)

Das war’s für 2025, einen guten Rutsch ins neue Jahr wünschen Ihnen Ihre beiden QUH-Blogger

Andy Ammer & Elke Link

Wenn Ihnen diese und all die anderen 460 Artikel, die wir dieses Jahr im QUH-Blog veröffentlichten, ein wenig gefallen haben, dann hätten wir …

… wie jedes Jahr auch 2025 noch eine letzte Bitte. Wenn Sie es zu schätzen wissen, all diese Nachrichten zuerst und kostenlos hier auf dem QUH-Blog erfahren zu haben: Rechts in der Seitenleiste (oder auf dem Handy unten auf der Seite) finden Sie einen PayPal-Spendenbutton. Noch besser ist es, sie benutzen für Ihre (natürlich quittiert absetzbare) gemeinnützige Spende  – für all den Speicherplatz, auf dem wir all das für Sie seit 2006 bereithalten, diese Kontonummer …

QUH e.V. – IBAN: DE24 7025 0150 0010 8238 47 

… oder Sie scannen mit ihrer Banking-App diesen Solidaritäts-, Unterstützer-, die-Welt-ein-Stück-besser-mach-Code:

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Der legendäre QUH-Jahresrückblick 2025 / pt.2

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Der APRIL begann wie immer mit einer extrem guten Nachricht: Der vom Kriegerdenkmal dominierte Dorfplatz in Aufkirchen soll endlich verschönert und verkehrsberuhigt werden! https://quh-berg.de/endlich-aufkirchen-wird-verkehrsberuhigt/ Wir konnten sogar die Original-Pläne vorlegen … allein … So soll es aussehen: Das neue Aufkirchen wird ein großer Platz für Menschen statt Autos (Entwurf: Volker weiterlesen...

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Am Vortag des Heiligen Abends haben die Aufkirchner Sebastiani-Schützen erfolgreich das Christkind “ogschossn”. Dies ist ein in Oberbayern verbreiteter Brauch. Das Oberbayerische Volksblatt vermeldet: “Mit dem Christkindl-Anschießen ist der Brauch gemeint, in der Woche vor Weihnachten mit Böllerschüssen und Kirchenglocken das Christkind lautstark zu begrüßen. Zugrunde liegt der heidnische Brauch, um weiterlesen...

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