Die 100. Veranstaltung von BergSpektiven – eine Zeitreise

Christian Kalinke lädt für diesen Freitag anlässlich der sage und schreibe 100. Veranstaltung von BergSpektiven zu einer Gala in den Marstall. Zahlreiche Interviewpartner haben ihr Kommen bereits zugesagt.

Mit Harry Valérien

Als “Unternehmerstammtisch” begann es vor sechzehn Jahren, nun kann der ehemalige MTV Berg-Fußballpräsident die 100. Veranstaltung ankündigen. Mit der Gesprächsreihe konnte Christian über die Jahre eine beträchtlichen Summe an Spenden generieren – nicht nur für den MTV, sondern auch für Hilfsprojekte in Kenia und Mosambik. Ein bewundernswertes Durchhaltevermögen, mit dem er diverse Orte bespielte: Das Hotel Schloss Berg, den Gasthof die Post, das Seehotel Leoni und auch das Hotel Vier Jahreszeiten in Starnberg. Von Markus H. Rosenmüller über Oliver Bierhoff bis Ilse Aigner waren Gäste aus den unterschiedlichsten Bereichen zu Gast, immer mit einem “local hero” als Vorprogramm.

Mit Oliver Bierhoff und Marc Kosicke

Powerpointpräsentationen, Flipcharts, Vorträge und Reden waren stets streng verboten. Kalinke versuchte immer, die Interviewpartner im zwanglosen Gespräch zum Erzählen zu bringen. 

Mit Paula Bosch

Der einzige Stolperstein war gelegentlich Kalinkes Vokabular: Beruflich leitet Kalinke die EMEA (Europe, Middle East, Africa) Region von BMW Financial Services, und in 37 Jahren bei BMW – mit den Schwerpunkten Finanzen, Marketing, Personal, Produktion und Vertrieb – führte ihn sein sein Weg häufig ins Ausland. Er lebte länger in Schweden und England – und so entfuhr ihm zum Amüsement des Publikums regelmäßig das eine oder andere englische Wort. Dafür musste er jedesmal selbst einen Schein in seinen Sparfußball stecken.

Die 100. Veranstaltung will nun würdig gefeiert werden – im Rahmen einer festlichen Gala geht es auf eine Zeitreise. Moderator ist Prof. Dr. Werner Seidenschwarz. Erstmalig soll der “Gerd und Gerda”-Preis verliehen werden (wenn Kalinke seine Gäste bat, schwierige Sachverhalte vereinfacht dazustellen, sagte er immer: “Können Sie das für Gerd und Gerda erklären?”).

Der Eintritt beträgt 25,00 € pro Person für Willkommensgetränk und Essen, vorab zu überweisen. Klub der 100 Mitglieder von BergSpektiven, Zeitzeugen die auf der Bühne standen und Sponsoren haben freien Eintritt. Anmeldungen bitte an wir@bergspektiven.de

Inhaber: Christian Kalinke
DE58 7025 0150 0430 9344 06
BIC   BYLADEM1KMS
Überweisungszweck: 100. BergSpektiven und Name(n) der teilnehmenden Person(en)

Wer plant, gediegen abzustürzen und eine Übernachtungsmöglichkeit sucht, kann sich gerne  an die obige Mailadresse wenden. Christian Kalinke hat in weiser Voraussicht ein Zimmerkontingent im Hotel Schloss Berg gebucht.

Hier gelangen Sie zu allen Veranstaltungen seit Bestehen.

(Fotos: H.-P. Höck)

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Und jetzt die Wurstfabrik!

Jetzt also die Wurstfabrik! – Nach dem lüftlbemalten Häuschen in der Ortsmitte von Berg, das bereits abgerissen wurde, nach dem Kempfenhauser Krankenhaus, dessen Tage gezählt sind, und nach der (zum Glück nur vorübergehenden) Schließung des Edeka-Marktes in Aufkirchen fällt seit dieser Woche das nächste große Gebäude in Berg dem Druck auf dem Immobilienmarkt zum Opfer. 

Abrissbagger marsch! Die nächste Berger Großbaustelle: die ehemalige Wurstfabrik Riedl in Berg

Das Genehmigungsverfahren für die Umwandlung der traditionsreichen Gewerbeimmobilie im Herzen von Berg liegt schon ein Weilchen zurück, doch ähnelt es dem derzeit üblichen. Zuerst wurde – wie im Fall der Schön-Klinik – das große Areal verkauft. Nach einer kleinen Weile findet der neue Investor heraus, dass sich der Betrieb, der jahrzehntelang funktioniert hat, plötzlich nicht mehr rechnet. Er beantragt die Umwandlung von günstigem Gewerberaum in teures Wohngebiet. Der Verwaltung sind dagegen die Hände mehr oder weniger gebunden.

Schon vor 4 Jahren genehmigte so der Berger Gemeinderat – auch hier gegen eine einzelne Stimme aus der QUH – die Umwandlung der Gewerbeimmobilie in 6 noble Wohnhäuser: Geplant wurden sechs 12x12m große, zweistöckige Einfamilienhäuser mit einem 6x6m großen Garteninnenhof. Drumherum die notorischen Hecken. Die grundsätzlichen Bedenken, die der gesamte Gemeinderat im Oktober 2012 noch gegenüber dem fast identischen Projekt geäußert hatte (vgl. den damaligen QUH-Blog-Artikel /?p=1819/ ) und die damals zur Ablehnung des Projektes geführt hatten, waren 2014 irgendwie verflogen. Ein Vorbescheid wurde genehmigt. Wohlweislich hatte man den Gemeinderäten die Pläne für die dahin gewürfelten Häuser beim zweiten Antrag nicht mehr gezeigt: (vgl. unseren Bericht von 2014: https://quh-berg.de/?p=1163)


Im Luxus-Ghetto: Dieser 2012 vom Gemeinderat noch abgelehnte Entwurf ähnelt dem später genehmigten – bis auf die Dachform und Höhe der Häuser.

Mit der Umwandlung von Gewerbegebiet in Wohnraum schreitet die öde Verschlafstadtung und Gentrifizierung von Berg fort. Die genehmigten Wohnhäuser, die so auch in Frankfurt, Flensburg oder Florida stehen könnten, dürften nicht zum positiven Ortsbild der Gemeinde beitragen. Völlig unverständlich ist, wieso hier mit einem Bebauungsplan nicht zumindest auf einer teilweisen Neuansiedlung von Gewerbe im Gewerbegebiet gedrängt wurde. Zum Glück gibt es auch verantwortungsvollere Investoren, die in Berg den Edeka-Markt erhalten oder am König-Ludwig-Brunnen Läden errichten wollen.


Aus die Wurst: Die Wurstfabrik Riedl früher

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Asyl in Berg: Paten-Paare 3 – Abbas und Cora

Im dritten Teil der Reihe “Paten-Paare” stellt Susanne Polewsky vom Berger Helferkreis Asyl und Integration  heute Abbas und Cora vor. Vielen Dank für den Beitrag!

Abbas und Cora

„Patenschaften“ sind ein Kernstück unserer Aktivitäten im Asylhelferkreis Berg. Dabei ist ein intensives 1:1-Unterstützungssystem entstanden: Möglichst jeder Gast hat seinen persönlichen Ansprechpartner. Wir stellen Ihnen einige dieser „Paare“ vor, damit Sie einen Eindruck von den Aufgaben und Möglichkeiten der Unterstützung bekommen. Und vielleicht haben Sie ja Lust, mitzumachen – wir brauchen immer Helfer!

Abbas & Cora

Abbas ist 10 Jahre alt, lebt mit seiner Familie im Camp und geht in die 2. Klasse der Oskar-Maria-Graf-Schule.

Seine Familie kam im Herbst 2015 nach Berg: seine Eltern, sein größerer Bruder und sein nur wenige Jahre älterer Onkel. Vorher hatte die Familie – wie viele andere Afghanen auch – unter schwierigen Bedingungen mehrere Jahre lang illegal im Iran gelebt. Der Iran hat in der Vergangenheit bekanntlich viele afghanische Flüchtlinge aufgenommen, verwehrt ihnen aber weitgehend den Zugang zu Bildung und medizinischer Versorgung. Viele Afghanen berichten davon, dass die Ablehnung und abwertende Behandlung ihnen gegenüber in den letzten Jahren drastisch zugenommen hat.

Cora kümmert sich als Patin um Abbas. Sie treffen sich jede Woche mindestens einmal und unternehmen etwas: im Sommer sind sie Eis essen gegangen und in den Tierpark, im Winter waren sie Schlittschuhlaufen und beim Martinsumzug. Die beiden haben auch schon mal zusammen Yoga geübt. Und jetzt grad musste schnell noch ein Faschingskostüm organisiert werden!

Mal gehen die beiden zusammen ins Kino, mal in die Bücherei in Aufkirchen, um neue Lektüre zu holen. Abbas liest sehr gern – deutsche Bücher, denn er spricht schon gut Deutsch. Und weil Abbas auch sonst in der Schule sehr gut ist, muss Cora ihn bei den Hausaufgaben nicht unterstützen. Zum Patendasein gehören aber auch nicht ganz so schöne Dinge wie die Begleitung zum Zahnarzt. Da hält Cora dann schon mal Abbas‘ Hand, wenn es weh tut.

Als Cora Abbas kennen lernte, war er sehr schüchtern. Inzwischen ist er aber sehr aufgeweckt und aufge­schlossen. Cora ist immer ganz beeindruckt, wie sehr der Kleine in sich ruht. Auch in seiner Klasse ist Abbas sehr beliebt. Seine Lehrerin berichtet, wie freundlich und hilfsbereit sich Abbas gegenüber anderen Kindern verhält. Auch zu Hause kümmert er sich liebevoll um seine kleinen, in Deutschland geborenen Schwestern, und nach­mittags im KinderArt Hort in Berg um die kleineren Kinder dort.

Gern spielt er in den Schulpausen mit seinen Freunden. Mehr Kontakt zu deutschen Kindern außerhalb der Schule würden ihm aber sicher guttun. Im letzten Sommer hat er Schwimmen gelernt. Und sein liebstes Hobby (nicht ganz überraschend!): Fußball!

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