Auf ein Neues! – Berger Maifeier 2021

Er wurde gefällt, geschebst, bewacht, gestohlen, ausgelöst und nun zersägt: der Berger Maibaum 2020. Ebenso wie die Höhenreiner, die ebenfalls in diesem Jahr einen neuen Baum aufgestellt hätten, mussten die Berger schon früh ihre Wachhütte schließen und die Maifeier absagen. Aber es gibt neue Pläne – lesen Sie, was die Burschenschaft vorhat:

Der zersägte Baum

Die coronabedingte Absage der Berger Maifeier traf alle Beteiligten hart. Doch schnell war klar – Berg muss irgendwie zu einem neuen Maibaum kommen, und so ganz ohne Feier wäre das ja nur halb so schön. So haben sich die Vorstände der Burschenschaften der Gemeinde abgestimmt und einvernehmlich beschlossen, dass vom üblichen Turnus abgewichen wird und alle Maifeiern der Gemeinde um ein Jahr verschoben werden. Vielen Dank an dieser Stelle für das Verständnis seitens der anderen Vereine!

Lange hin und her überlegt wurde, was mit dem schon geschlagenen Baum passieren soll. Eine Lagerung über ein Jahr schien leider wenig vielversprechend. So musste sich die Burschenschaft Berg schweren Herzen auch von diesem Baum verabschieden, nachdem schon beim Fällen im Dezember der erste Kandidat, eine Spende von Peter Andrä, kaputt gegangen war. In Absprache mit der Spenderin Lilli Reihl wurde nach einer sinnvollen Verwendung für den schönen Baum gesucht. Die Burschenschaft Berg freut sich sehr, dass der Baum, wenn er schon nicht Maibaum werden konnte, trotzdem der Gemeinde nützen wird und eine neue Bestimmung gefunden hat. Aus dem Baum werden nun Tische und Stühle für ein Outdoor-Klassenzimmer auf dem Pausenhof der Oskar Maria Graf-Grundschule gefertigt, das der Förderverein mit Lilli Reihl als Vorsitzender sowieso in Planung hatte. Bereits Mitte Juni hat sich die Zimmerei Wild aus Berg dem Baum gewidmet, ihn zerkleinert und wird sich nun um die Anfertigung der Möbelstücke kümmern. Die Burschenschaft Berg bedankt sich nochmal herzlich für die Spende und für die schöne Idee, den Baum trotz der besonderen Situation sinnvoll und für die Gemeinde zu nutzen! Spätestens ab Herbst beginnt deshalb die Suche nach einem neuen Baum, der dann hoffentlich ab Mai 2021 wieder die Berger Ortsmitte ziert. Die Zunftschilder sind bereits restauriert und warten nur darauf, endlich wieder an einem neuen Baum angebracht zu werden.

Die Planungen für die Berger Maifeier 2021 sind wieder angelaufen und alle sind vorsichtig optimistisch, dass es diesmal klappt. Aufgrund der weiterhin bestehenden Unsicherheit, musste sich die Burschenschaft Berg leider entscheiden im nächsten Jahr auf eine kulturelle Veranstaltung im Vorfeld der Maifeier zu verzichten.

Leider wird auch das legendäre Berger Dorffest in diesem Sommer ausfallen müssen. Die Situation ist weiterhin zu fragil, um verantwortungsvoll ein größeres Fest veranstalten zu können. Die Burschenschaft Berg hofft das Winterdorffest oder sollten es die Schnee- und Coronaverhältnisse zulassen, vielleicht die Berger Wintergaudi durchführen zu können.

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Endlich wieder: Kunst mit Menschen

Endlich wieder gab es das Kunstwerk des Monats mit Gesellschaft  – und diesmal, kurz vor der Sommerpause, wieder als Doppelkunstwerk: Kuratorin Katja Sebald präsentierte bei der gut und mit gebührendem Abstand besuchten Veranstaltung je ein Werk des verstorbenen Bildhauers Gerd Jäger aus Farchach und der Malerin Isabelle Roth aus Gilching.

Katja Sebald freute sich, die Kunstwerke endlich wieder vor Publikum vorstellen zu dürfen

Von Gerd Jäger, der die geborene Züricherin Isabelle Roth während der Ateliertage schon als Gast bei sich im Atelier hatte, hatte die Künstlerin Katja Sebald für diese Reihe sehr ans Herz gelegt. Nun konnte sie ihm zwei Wünsche gleichzeitig erfüllen. Zum einen wurde ein Werk von Isabelle Roth als Kunstwerk des Monats präsentiert:

“Juli”

Dazze Kammerl lieh Gerd Jäger die Stimme und las aus seinen Briefen.

Dazze Kammerl und Isabelle Roth

Der zweite Wunsch, den Katja Sebald Gerd Jäger erfüllte, war einer, den sie ihm zunächst nicht erfüllt hatte. Bei einer früheren Veranstaltung hatte Gerd Jäger eine frühe Kopfskulptur, bestehend aus einem Tierschädel, einer Schreibmaschine sowie Holz- und Eisenteilen ausstellen wollen, die Katja Sebald aber zu untypisch fand. Nun kam sie seinem Wunsch posthum nach und stellte die Skultptur im Katharina-von-Bora-Haus aus. Dort können Sie beide Werke zu den Öffnungszeiten besichtigen.

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Die schöne neue Berg-Welt

Gemessen an der Planungszeit ist es vielleicht eines der größten Berger Bauprojekte, am letzten Wochenende wurde es vollendet: die Etztalstraße in Oberberg ist schön, aber auch zum Symbol des Scheiterns Berger Bauleitplanungen geworden.

Anwohnerproteste vor 10 Jahren in der Etztalstraße Oberberg

Schon vor 10 Jahren hieß es hier im QUH-Blog im Artikel “Neues aus der Etztalstraße” etwas resignierend: “Wir haben in den vergangenen Wochen mehrfach über die Erschließung der Etztalstraße und die damit verbunden Kosten für die Anwohner berichtet.” – Auch 10 Jahre später ist noch keine Einigung darüber erzielt worden, ob es sich beim Ausbau der Straße (die teilweise noch ein Schotterweg war, andererseits seit Jahrzehnten existiert) um einen Ausbau oder eine Ersterschließung handelt (was erhebliche Unterschiede in den Kosten für die Anwohner bedeutet).

Über ein Jahrzehnt später: Die neu ausgebaute Etztalstraße

Apropos Anwohner: Ebenfalls in der Etztalstraße ist eines der umstrittensten Neubauprojekte der Gemeinde ebenfalls kurz vor der Fertigstellung. Auf 2 Gartengrundstücken wurden hier in der bekannten Neu-Berger Bauweise einige maximalverdichtende Häuser errichtet, die sich weit über die Straße erheben.

Das schöne neue Berg

Aufs genaueste genügen die Häuser den extra wegen ihnen aufgestellten “Einfachen Bebauungsplan”, der pro Grundstück eine Beschränkung der Wohneinheiten vorsieht und auf die Vorschrift von Hausgrößen verzichtet, da es in der Nachbarschaft mehrere größere Villen gibt.

Die zeit der großzügigen Villen ist hiermit vorbei: So wie im Speckgürtel von München wird es aussehen, das “Neue Berg”. Gegen die massive Bebauung war nichts mehr zu machen. Gegen die überhohen Abgrabungen von fast 2m gab es Einwendungen und Proteste … bleiben werden sie trotzdem. 

Der Kampf ist verloren: Das Haus beginnt 2m betonierte Meter über dem Erdboden

Falls Sie sich für die Wohnungen in den Häusern interessieren … sie sind leider bereits für 7-stellige Beträge verkauft.

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Rauch ohne (echtes) Feuer

Rauch ohne (echtes) Feuer
Dichter Rauch stieg gestern am Sportgelände Berg Nord auf. Doch keine Sorge – zum Glück war nicht der Kunstrasen in Flammen aufgegangen, sondern die Kreisbrandinspektion veranstaltete eine Übung. Feuerwehrübung am Huberfeld (Foto: FFW Berg) Die Feuerwehr Berg organisierte die Durchführung der Veranstaltung mit 64 Teilnehmern aus dem ganzen Landkreis. Noch weiterlesen...

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Erneute Teilsperrung der A95

Erneute Teilsperrung der A95
Verhagelt: Aufgrund mehrerer Gewitter und technischer Probleme konnte Abbau des Traggerüsts der Brücke am Autobahndreieck Starnberg nicht fertiggestellt werden. Die Autobahndirektion Südbayern informierte über erneute nächtliche Sperrungen in dieser Woche. Die Münchsfuhr, wie es bei Oskar Maria Graf noch hieß, wird kompliziert. Teilsperrungen auch in dieser Woche In der Pressemitteilung heißt weiterlesen...

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Tempo 30? Ein Appell

Tempo 30? Ein Appell
Vor nicht allzu langer Zeit, genauer gesagt am 12. März 2020, wurden die Tempo-30-Schilder in der Marienstraße angebracht. Dort befindet sich nicht nur die Grundschule, sondern auch Kindergarten, Hort und Gemeindebücherei. Nun wird dieses Tempolimit leider oft nicht eingehalten. Man bat uns daher, etwas “Werbung” für die Sache zu machen. Dr. Silke Rogosch, weiterlesen...

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