Sofi-Fest in Aufkirchen

So viele Menschen waren sicherlich noch nie gleichzeitig in der Lindenallee – etwa 500 Personen (manche schätzen auch 2000) haben sich am Mittwochabend dort versammelt, um die Sonnenfinsternis mitzuerleben. Auch Oskar Maria Graf war dabei.

Oskar Maria Graf (Skulptur: Max Wagner, Foto: Sabrina Bleyer)

Der Himmel am Mitwochabend war blau, ideale Bedingungen für die 500 – 2000 Besucher. Es herrschte geradezu Volksfeststimmung!

Volksfeststimmung in der Lindenallee (Foto: Melitta Schmid)

Die Sternwarte berichtet, dass bereits nachmittags die ersten Teleskope und Stative in der Lindenalle aufgebaut wurden.


Lindenallee, Aufkirchen (Foto: Sternwarte Berg)


Ab 19:00 Uhr blickten 500 – 2000 Augenpaare (die Schätzungen variieren stark), natürlich mit Spezialbrillen gewappnet, gespannt Richtung Westhorizont.


Lindenallee und Schulparkplatz, Aufkirchen (Foto: Sternwarte Berg)

In kurzer Zeit wuchs die Schar der „Sofi-Fans“ gewaltig an. Um 19:23 Uhr war es schließlich so weit: Erster Kontakt! Der Mond schob sich von rechts über den Sonnenrand und wanderte langsam über die helle Scheibe. Durch unsere bereitgestellten Spezialteleskope konnten die Besucher faszinierende Details beobachten – von ausgeprägten Sonnenflecken bis hin zum zerklüfteten, durch Krater geprägten Rand des Mondes.


Erste Phase der Sonnenfinsternis (Foto: Sternwarte Berg)

Der Mond schiebt sich langsam vor die Sonnenscheibe (Foto: Sternwarte Berg)

Überall sah man strahlende Gesichter. Völlig unkompliziert wurden Sofi-Brillen untereinander verliehen, damit auch spontane Gäste keinen Augenblick verpassten.

Der Höhepunkt: Um 20:16 Uhr erreichte die Finsternis ihre maximale Bedeckung von 89 %. Die Sonne war nur noch als nach unten geöffnete schmale Sichel zu sehen. Außerdem tauchte das schwindende Licht die gesamte Umgebung in einen warmen, gelblichen Farbton – eine beinahe surreale Szene.


Maximale
Bedeckung von 89% um 20:16 Uhr (Foto: Sternwarte Berg) 

Kurz vor Sonnenuntergang (Foto: Sternwarte Berg)

Die Sonnensichel sank immer weiter dem Horizont entgegen. Kurz vor dem Untergang zeichneten sich silhouettenhaft die ersten Baumwipfel vor der Sonne ab. Als sie sich um 20:33 schließlich komplett vom Himmel verabschiedete, klatschte und hubelte die ganze Lindeallee!

Ab 22:00 Uhr verlagerte sich das Geschehen zur Sternschnuppenjagd auf das Gelände der Sternwarte Berg. Innerhalb weniger Minuten war die Wiese zwischen den Teleskopen dicht an dicht mit Picknickdecken und Liegestühlen gefüllt. Und die Nachtschwärmer wurden nicht enttäuscht: Die Perseiden zeigten sich in diesem Jahr von ihrer besten Seite und bescherten uns zahlreiche helle Lichtspuren.


Perseidenspuren vor der Sommermilchstraße im Sternbild Schwan (Foto: Helmut Wagner, Sternwarte Berg)

Parallel zeigten die Mitglieder an den verschiedenen Teleskopen Sternhaufen, galaktische Nebel, Galaxien und als besonderes Schmankerl den Planeten Saturn.

Gegen 1:00 Uhr morgens – und nach etlichen gesichteten Sternschnuppen samt Wünschen – trat schließlich der letzte Gast glücklich den Heimweg an.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Besucherinnen und Besuchern für diesen großartigen gemeinsamen Abend!

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RIP Dr. Peter Haslbeck / RIP Pfarrer Rupert Frania

Von zwei großen Berger Menschen müssen wir uns in diesem Sommer verabschieden. Einen Nachruf auf den Höhenrainer “Ruhestandsfarrer” Rupert Frania von unserem aktuellen Pfarrer Mathias Klein-Hessling können Sie hier in Pfarrbrief lesen …https://pfarrverband-aufkirchen.com/nachruf-auf-pfarrer-frania/#more-12917. Der ehemalige Stadtpfarrer von Bad Tölz, der im Höhenrainer Pfarrhaus seinen Lebensabend verbrachte, starb mit 86 Jahren.

Pfarrer Rupert Frania (1940-2026)

Nach schwerer Krankheit verstarb mit 83 Jahren ebenfalls der ehemalige CSU-Gemeinderat Dr. Peter Haslbeck, den wir wegen seiner stets liebenswerten und gebildeten Hartnäckigkeit schon einmal als unseren “Lieblings-CSU-ler” bezeichnet haben. Das war gegen Ende seiner ersten Amtszeit, als wir 2014 über ihn folgendermaßen berichteten ( https://quh-berg.de/neues-aus-dem-gemeinderat-die-2-sitzung-640154233/ ):

Den größten Auftritt in der Sitzung hatte gleich am Anfang unser neuer Lieblings CSU-ler Peter “Sie-haben-meine-Frage-nicht-beantwortet” Haslbeck.



Dr. Haslbeck möchte nicht unbedingt wieder im neuen Rat vertreten sein und hat sich nur mit viel Überredung auf Platz 14 der CSU-Liste nominieren lassen. Als er am Beginn der Sitzung feststellte, dass wieder einmal eine seiner Fragen von der Verwaltung nicht beantwortet worden war (es ging um die neuen Häuser am Oskar Maria Graf Platz, die (leider) durchaus den Bauvorgaben entsprechen), setzte er zu einem kleinen Schluss-Monolog an, der in erschütternder Klarheit das Gefühl vieler Gemeinderatskollegen am Ende der Legislaturperiode auf den Punkt bringt. “Nach sechs Jahren im Gemeinderat“, so setzte Peter Halsbeck an, “stellt man sich angesichts solcher Entwicklungen ja schon einmal die Frage “Was habe ich gekonnt?” – Und ich muß leider sagen: “Nichts!“” – Wenn man nicht QUH wählen müsste, dann könnte man diesen Mann nach vorne häufeln!”

So geschah es dann. Wir vermissen im Gemeinderat seinen kritischen, wachen Geist. Ein herzliches Beileid seiner Familie.

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12.8.: Zwei astronomische Höhepunkte

Haben Sie morgen Abend noch nichts vor? Dann sollten Sie sich unbedingt noch schnell eine “Sofi”-Brille besorgen, eine Decke und ein Picknick einpacken und sich nach Aufkirchen aufmachen – dort erwarten Sie nicht nur Sonne, Mond und Sterne, sondern auch Sonnenteleskope, die Vereinsmitglieder der Sternwarte am südlichen Teil der Lindenallee aufgestellt haben – natürlich nur bei klarem Wetter. Und im Anschluss schauern die Perseiden …

Die Stadien der Sonnenfinsternis (GrafiK. Sternwarte Berg mit Stellarium)

Stefan Schmid, Vorsitzender der Sternwarte, schreibt:

“Dieses Mal muss man nicht bis spät in die Nacht warten. Es handelt sich nämlich um eine partielle Sonnenfinsternis, die am 12. August kurz vor Sonnenuntergang beginnt. Immerhin steht eine Bedeckung von knapp 89% bevor.

Leider ist die “Sofi” nicht von unserem Sternwartengelände aus zu beobachten, da Bäume die Sicht Richtung Westen versperren.

Deshalb weichen wir aus: Bei klarem Himmel stellen unsere Vereinsmitglieder ab 19 Uhr einige Sonnenteleskope im südlichen Teil der Lindenallee auf (direkt hinter dem Aufkirchner Parkplatz).

Wir freuen uns über alle Interessierten, die gemeinsam mit uns diesen “speziellen” Sonnenuntergang genießen möchten.

Es müssen jedoch einige Sicherheitsregeln beachtet werden. Ansonsten drohen schwere Schädigungen der Augen. Es darf niemals ungeschützt in die Sonne geschaut werden! Besonders bei der Verwendung von Ferngläsern und Teleskopen ist darauf zu achten, dass spezielle Sonnenschutzfilter bzw. -folien verwendet werden. Am einfachsten ist die Verwendung von zertifizierten Sonnenfinsternis-Brillen, die im Fachhandel angeboten werden. Die Sternwarte Berg hat auch noch einen Restbestand an Brillen, die wir an diesem Abend für einen kleinen Unkostenbeitrag abgeben können.

Die genauen Zeiten und weitere Informationen sind auch auf unserer Homepage zu finden: https://www.sternwarte-berg.de/partielle-sonnenfinsternis-und-perseidennacht-am-12-august-2026/

An diesem Tag gibt es noch ein weiteres astronomisches Highlight: das jährliche Maximum des Perseiden-Sternschuppenschauers!

Um 22 Uhr beginnt deshalb – bei klarem Himmel – unsere alljährliche „Perseidennacht” auf dem Gelände der Sternwarte Berg. Da der Mond zu diesem Zeitpunkt bereits mit der Sonne untergegangen ist, bietet sich uns ein perfekt dunkler Himmel für die Sternschnuppenjagd!

Für diese kostenlose Veranstaltung ist keine Reservierung erforderlich. Besucherinnen und Besucher können gerne eigene Liegestühle oder Picknickdecken mitbringen und auf unserer Wiese den sommerlichen Nachthimmel genießen. Außerdem besteht die Möglichkeit, durch unsere Teleskope Sternhaufen, Galaxien und andere Himmelsobjekte über Berg zu beobachten.”

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