Das Festival / Folge 2

Die Alien Disko / Geisterbahn schwebt noch in den Köpfen … heute steigt die nächste Folge der ungewöhnlichen Konzerte an ungewöhnlichen Orten zum Berger Ortsjubiläum. Den Anfang der heute buchstäblich “himmlischen” Konzerte macht die Johanniskapelle, die sich schon um 18 Uhr auf den leisen Auftritt des Vibraphonisten Karl Ivar Refseth freut. Karten gibt es noch an der Abendkasse!

Heute Abend um 18 Uhr erstmalig ein Konzert in der Johanniskapelle!

Und dann … wenn die Wetterberichte stimmen und es um 18 Uhr wirklich zu regnen aufhört, findet an der Sternwarte das laute Open-Air Festival mit den “Silverfish Surfers” statt. Auch hier gibt es die Karten für 15€ an der Abendkasse … und als besonderes Schmankerl: die Tickets der Johanniskapelle haben auch in der Sternwarte Gültigkeit!

Heute um 20 Uhr die höchste Konzertarena Bergs!

Nach den Konzerten wird dann ab 22 Uhr (der Himmel hat dann sicher aufgeklart) mit den Teleskopen in den Himmel geschat: die Sternwarte hat dann offene Türen.

 

 

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Gold! Henri Neumann aus Farchach siegt bei den Special Olympics in Berlin

In der vergangenen Woche fand vom 19.-24.06.2022 das größte nationale inklusive Sporterlebnis in Berlin statt. Ein Ereignis, bei dem Menschen, die sonst nicht häufig im Fokus der Öffentlichkeit stehen, zeigen durften, was sie können. Die große Eröffnungsfeier fand am Abend des 19.06.2022 mit allem, was man sich nur wünschen kann, statt: launigen Reden, Musik, Bands, Einzug von den Berliner Bären mit dem roten Brandenburger Tor und einem fulminanten Feuerwerk. Es wurde gefeiert, gefightet, es gab viele Emotionen und Erfahrungen in verschiedensten Disziplinen. 

Und was hat das mit Berg zu tun? Henri Neumann aus Farchach, 19 Jahre alt und Mitglied der Tennisabteilung des MTV Berg, holte Gold in Berlin! Wir gratulieren herzlich und veröffentlichen gerne den Text seiner Mutter Karin Neumann:

Henri und Karin Neumann

 

Henri trat für die Disziplin Tennis an. Er errang  dort in seiner Spielstärke (Level 5 von 8) den 1. Platz und holte Gold nach Hause. Henri trainiert regelmäßig mit der OBA München im TC Blau-Weiß Gräfelfing und im MTV Berg in Farchach gemeinsam mit den Jugendlichen seines Alters, also echt inklusiv und auf Augenhöhe mit anderen. Dass dies Menschen mit Beeinträchtigung viel, viel mehr abverlangt als anderen, ist klar, aber gemäß dem Motto „gemeinsam sind wir stark“ klappt eben so manches.

 

Florian Eichhammer (Badminton), Karin und Henri, Michael (Bronzemedaille, Level 6) und Beate Wittmann

Viele wissen gar nicht, was das ist, die Special Olympics … Ähnlich den Para-Olympics, bei denen Sportler mit körperlichen Einschränkungen teilnehmen, nehmen an den Special Olympics Menschen mit geistiger Beeinträchtigung teil.

Special Olympics Deutschland (SOD) ist die deutsche Organisation der weltweit größten, vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell anerkannten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Im Jahr 1968 von Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester von US-Präsident John F. Kennedy, ins Leben gerufen, ist Special Olympics heute mit 5,2 Millionen Athletinnen und Athleten in 174 Ländern vertreten.

 

Henri auf dem Platz

Anders als es sonst manches Mal lange Gesichter oder gar wildes Gefluche auf den Tennisplätzen gibt, gab es dort nur Sieger, denn jeder hatte den Mut sich zu stellen, anzutreten, und jeder hat sein Bestes gegeben. Als sich Henri im 2. Satz recht sicher war, zu gewinnen, spielte er seinem Partner zu, damit er auch noch ein bisschen länger spielen kann: Einfach Spaß zu haben steht hier über dem Sieg. So wurde es tatsächlich aber noch knapp, und es ging ins Tie Break, das Henri dann aber für sich entscheiden konnte. Er war dann doch mächtig stolz, die Goldmedaille errungen zu haben. Neben Tennis waren natürlich noch zahlreiche andere Disziplinen vertreten wie Schwimmen, Leichtathletik, Roller Skating, Badminton, Basketball etc etc. Insgesamt wurden 13.000 Medaillen vergeben.

Unkaputtbar: Henri und seine Medaille

Das Motto „gemeinsam unschlagbar“ ebenso wie „gemeinsam stark“  sollten wir in unseren Alltag einziehen lassen!

(Text: Karin Neumann, Fotos: privat)

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Die geheimen Orte von Berg (und wie man sie besucht)

Kaum zu glauben, aber der Höhepunkt der Berger 1200-Jahr-Feiern steht womöglich noch bevor! Eines der Ziele des Programms war es – laut dem Berger Kulturbeauftragten Andy Ammer – den Berger Bürgern nicht nur die Welt als Gast zu präsentieren, sondern auch Zugang zu sonst verborgenen Orten der Gemeinde zu verschaffen. Allen voran natürlich die nur selten geöffnete Berger Johanneskirche. Am Freitag um 18 Uhr ist es soweit: Vielleicht zum ersten Mal seit 1200 Jahren findet in der kleinen Kirche ein weltliches Konzert statt – und zwar ein ganz besonders.

Karl Ivar Refseth spielt am Freitag mit “Praying” ein meditatives Solo-Konzert in der Johanniskirche (Photo © Karin Wagner)

Der norwegische Vibraphonist Karl Ivar Refseth wäre schon zur “Alien Disko” aufgetreten, bei deren Münchner Ausgaben er immer zu Gast war. Jetzt reist er für ein meditatives Solo-Konzert mit dem Titel “Praying” an (Beginn schon um 18 Uhr!), bevor er am nächsten Abend mit “The Notwist” im Münchner Circus Krone vor 1000 Fans spielen wird. In der kleinen Johanneskirche sind nur ein paar Dutzend Plätze vorhanden, Restkarten gibt es noch bei Dinis “Schöner Lesen” und in der “Drogerie Höck” sowie an der Abendkasse. Gleich im Anschluss – zeitlich ist auf jeden Fall beides zu schaffen – geht es rockiger weiter: Die Berger Local Heroes von den “Silverfish Surfers” spielen ab 20 Uhr Open Air in der Berger Sternwarte, … sicher einem der spektakulärsten Open-Air-Venues in der Gemeinde. Es wird erstmals für ein Konzert genutzt. Es gibt nur Abendkasse (15€), bei schlechtem Wetter findet das Konzert (mit der Vorband “All My Monsters”) im Saal der Post statt. Bei schönem Wetter werden nach dem Konzert in der Sternwarte die Planeten gezeigt.

Ebenfalls am Freitag: Freier Blick auf Alpen, Planeten und die Silverfish Surfers: die Sternwarte von Berg

Der spektakulärste Ort, der für Berger Bürger zugänglich gemacht wurde, ist jedoch das Schloss Berg der Wittelsbacher, zu dem Herzog Franz von Bayern auf Bitten des Kulturbeauftragten und des Bürgermeisters am 9.7. erstmals 50 Bürgerinnen und Bürgern Zugang gewährt.

Klingeln war bisher umsonst: der verschlossene Eingang zu “Schloß Berg”

450 Berger Bürger hatten sich für die einmalige Führung beworben. Heute wurden im Beisein der drei Berger Bürgermeister*innen die 50 “Gewinner*innen” und 20 Ersatzkandidat*innen gezogen. Die glücklichen “Schlossgäste” werden in den nächsten Tagen benachrichtigt. Die Eintrittskarten für den Besuch am 9.7. sind personalisiert und nicht übertragbar.

Heute wurden im Rathaus die 50 “Schlossbesucher” im Beisein der drei Bürgermeister gezogen

Am Wochenende gibt es von Freitag bis Sonntag zwischen 14 und 19 Uhr auch zum allerletzten Mal Gelegenheit, die Ausstellung “Von A bis Z” in der Villa de Osa zu besuchen, bevor sich deren Pforten vielleicht für immer schließen. Den Erfolg der Ausstellung hätte sich niemand träumen lassen. Über 1000 Besucher haben bei Vernissage, den sechs Öffnungstagen und dem Festival bisher die Räumlichkeiten und die Ausstellung besucht.

Vor 2 Wochen wurde die Ausstellung “Von A bis Z” eröffnet, inzwischen gab es 1000 Besucher in der Villa

Auf Drängen der Besucher wird es noch zweimal eine extra Führung durch die Ausstellung geben: Einmal am 1.7. auf Einladung der Seniorenunion (Unkostenbeitrag 5€) durch Katja Sebald. Und einmal am letzten Tag, dem 3.7., als finale “Kuratorenführung” von Katja Sebald und dem Kulturbeauftragten Andreas Ammer (Eintritt frei). Beide Führungen finden um 15 Uhr statt.

Damit aber nicht genug: Neben Jazz (Johanniskirche), Rock (Sternwarte) und Kunst (Villa de Osa) gibt es an dem Wochenende auch noch etwas für die Freunde klassischer Musik:

Mit Doktor Faustus ins Schloss Kempfenhausen

Thomas Manns Musikerroman „Doktor Faustus“ steht im Mittelpunkt der dritten Veranstaltung des Kulturverein Berg im Kempfenhausener Rittersaal. Hanns-Joachim Mattke und Wenzel Gummer sind die beiden Protagonisten von „Doktor Faustus zwischen Beethoven und Schönberg. Intoxikation und Illumination“. Sie schlagen den musikalischen Spannungsbogen von Beethovens musikalischem Testament op. 111 zur eisigen Schönberg-Klangwelt, eingebettet in die schillernde Künstler-, Musiker- und moderne Teufelsverschreibungsgeschichte des einstmals berühmtesten Deutschen: Faust. Karten an der Abendkasse. Reservierung empfohlen. Tel. 08151-50046

(Natürlich gibt es an diesem magischen Wochenende auch noch eine Lesung mit Katja Sebald über die Geschichte der Villa de Osa, die ist aber – so wie ihre Führungen durch Berg – leider längst ausverkauft.)

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Für Regina

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“Sowas geht nur auf dem Dorf”, ist sich Andrea Schwenski sicher, die gemeinsam mit Andrea Leitner und Bettina Völker die Typisierungsaktion mit der DKMS organisiert hatte. Regina Springer aus Farchach ist an Blutkrebs erkrankt, für sie wird ein genetischer Zwilling gesucht. 700 Menschen kamen am Samstag nach Aufkirchen, um sich als möglicher weiterlesen...

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Radeln, was das Zeug hält! Stadtradeln 2022

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“Nachhaltig ans Ziel” sollte es nicht nur während des Stadtradelns heißen, aber von heute an bis zum 17.7.2022 ganz besonders. Auch die Gemeinde Berg beteiligt sich mit 16 Teams am diesjährigen Stadtradeln. Die QUH ist selbstverständlich ebenfalls dabei.   Das Berger Koordinatorenteam: Martin Snajdr, Sabine Lindauer, Sebastiana Henkelmann, Uwe Klaener CO2 vermeiden und weiterlesen...

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