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Der Berger Beitrag zum Derblecken am Nockerberg

Heute Abend findet eines der bayerischen Events des Jahres statt: Das “Derblecken” am Nockerberg. Wieder dabei: der Bruder unseres Pfarrers, der Ostufer-Schauspieler Wowo Habdank, der schon zum sechsten mal dabei ist … diesmal nicht in seiner Rolle als Grüner Hofreiter, sondern als schwarzer Dobrindt. Die Handlung des Stückes mit dem Titel “Wirf das Handtuch, Lindwurm“, ist zwar streng geheim,. aber uns gelang schon einmal ein Blick in die Garderobe, wo sich Wowo auf seine Rolle vorbereitet.  

Zum Innenminister werden: exklusiver Blick in die Nockerberg-Garderobe von Wowo Habdank

Unvergessen ist der Auftritt von Wowo, als er vor 10 Jahren in Berg selbst im Postsaal die Fastenpredigt hielt:

Wowo Habdank auf dem Weg zum “Derblecken” in Berg, März 2016

In der Woche vor der Wahl bekommt die Fastenpredigt (diesmal leider nicht mehr gehalten von dem als zu bissig empfundenen Maxi Schaffroth) eine besondere Brisanz. Im Singspiel heute Abend wird es laut dem Singspiel-Co- Autoren Stefan Betz wird es um “Alchemie, schwarzer Magie und Fleckentfernung” gehen. Es könnte auch etwas blutrünstig werden. Allerdings hört man, dass weniger die Kommunal- als die Bundespolitik eine Rolle spielen wird. Dafür spricht auch die Auswahl der Rollen: Hier die Schauspieler von Katharina Schulze, Alexander Dobrindt und Friedrich Merz.

Sina Reiß (Schulze) Wowo Habdank (Dobrindt) und David Zimmerschied (Merz)

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Unterdessen …

… berichten wir auch einmal, was einer unser Kandidaten so macht – genauer gesagt unser jüngster: Cornelius Verenkotte. Er war Chief of staff bei GerMUN 2026 in Köln. Lesen wir, was er davon erzählt:

 

 

Corni, Chief of staff

 

Jedes Jahr finden in Deutschland Planspiele statt, um Schüler:innen wie Studierenden einen Einblick in diverse internationale Institutionen und Organisationen zu ermöglichen. An diesem Jahr nehmen acht Universitäten an einer deutschlandweiten UN Simulation teil: Die Jade Hochschule of Applied Sciences, Universität Trier, Universität Heidelberg, Universität Erfurt, Universität Paderborn, Westphälische Hochschule Recklinghausen, Kobe University und die Ludwig-Maximilians Universität München. Da die LMU dieses Jahr beauftragt war mit der Organisation, durfte ich bei GerMUN in Köln vom 26.02. – 01.03. als Chief of Staff in Erscheinung treten.

 

Obwohl ich schon an mehreren UN Simulationen teilgenommen habe, ist jede neu: Neue Menschen, neue Ideen, neue Dynamiken, bei denen Studierende nachvollziehen können, wie die U.N. funktioniert. Es werden draft resolutions geschrieben und abgestimmt, ob sie angenommen werden sollten. Die resultierende Frustration mit dem langen Prozess und dem ewigen Deliberieren ist dabei nicht verwunderlich oder selten. Heute werden internationale Institutionen insgesamt oft mit Ablehnung entgegnet und als zu langsam und ineffizient angesehen. Doch es ist gerade die Anstrengung, die ich das lohnenswerteste an der Erfahrung finde und warum ich immer wieder an UN Simulationen teilnehme.

Natürlich könnte man anders und vermutlich auch besser seine Freizeit verbringen und das schöne Wetter über das Wochenende nutzen. Für viele ist es anstrengend, andauernd mit Menschen gegensätzlicher Meinung den ganzen Tag Probleme zu lösen, ob als Planspiel oder nicht. Gegenwind zu erfahren und Menschen zu überzeugen kostet viel Kraft und Geduld und kann trotzdem nicht zum erhofften Ziel führen. Doch gerade das macht für mich den Reiz aus. Man setzt sich mit Menschen anderer Meinung auseinander und versucht zu verstehen, bevor man sich verständlich macht. Es fordert aktives Zuhören und eine ehrliche Neugier, denn um nachhaltige Lösungen zu formulieren, muss man sich einigen. Aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse der vertretenen Staaten wird man gezwungen, von seinen eigenen Forderungen abzutreten und Punkte einzugestehen. Es fällt einem auf, was die Prioritäten anderer sind, und man versucht, Gemeinsamkeiten zu finden. Auch wenn ein Großteil der Konversationen um die jeweiligen Meinungsverschiedenheiten geht, geht es eigentlich darum, was einen verbindet.

Daher finde ich es auch jedes Mal bereichernd, an UN Simulationen teilzunehmen. Bei Planspielsimulationen wie GerMUN übt man seine Fähigkeit für Empathie und Geduld. Man lernt seine eigenen Argumente zu verbessern durch den Austausch mit anderen und lernt Menschen mit denselben Hobbies kennen. Es ist für mich immer ein Highlight gewesen und die erlernten Fähigkeiten beim Endspurt unseres Wahlkampfes einfließen zu lassen.

 

Cornelius Verenkoote, #7

Danke, Corni – Cornelius Verenkotte ist unsere #7!

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Die Presse fragt die Kandidatin

Sehnen Sie sich auch danach, dass dieser Wahlkampf endlich endet? Dann werden wir hier im Blog endlich wieder über Fußballergebnisse, Feuerwehrfeste, Kindergärten und Konzerte berichten können. Heute – da im Merkur der große Berger Kandidatencheck erschienen ist – veröffentlichen wir hier noch einmal Elke Links Antworten auf die Fragen der Zeitung.

Elke Link: Ich bin Elke Link, 63 Jahre alt, verheiratet, 2 erwachsene Söhne, freiberufliche Literaturübersetzerin, seit 18 Jahren Gemeinderätin, seit 12 Jahren Dritte Bürgermeisterin, seit 6 Jahren Kreisrätin, langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in Elternbeiräten, Vereinen und Aufsichtsräten und als Jugendschöffin, Vorsitzende der QUH und des Berger Kulturvereins.

Immer wieder: QUH Wählen! – Elke Link 2026 mit dem Wahlkampfplakat von 2020

Merkur: Der Verkauf des alten Rathauses soll die Berger Haushaltskasse entlasten. Welche Pläne verfolgen Sie für das Grundstück in der Ortsmitte?

Elke Link: Das alte Berger Rathaus soll in Wohnraum umgewandelt werden. Wir wollen das Grundstück verkaufen. Das hat der Gemeinderat so beschlossen, so ist es im Haushalt eingeplant. Unserem Wunsch nach soll dort Geschosswohnungsbau entstehen. Mit einem interessierten Investor werden wir dann einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan erstellen oder den Bauturbo anwenden. Unterdessen wollen wir (eine Initiative der QUH) den leerstehenden Bau für kulturelle oder Vereinszwecke zwischennutzen.

Merkur: Die Gastronomie in Berg wird zum Sorgenkind. Was kann man tun, um die „Post“ in Aufkirchen zu halten und wieder Leben ins „Auf den Lüften“ in Farchach zu bringen?

Elke Link: Ohne Gastronomie wird ein Dorf veröden. Mit dem Eigentümer der Post muss intensiv kommuniziert werden, um einen Weg zum Erhalt zu finden, der alle zufriedenstellt. Auf der Lüften wird grundrenoviert, dafür haben wir Geld bereitgestellt. Vielleicht fällt es so leichter, Interessenten zu finden. Wir haben selbst schon Wirte vermittelt, die leider abgesprungen sind. (aktuelle Anm. d. QUH: derzeit gibt es Gespräche mit einem ernsthaften Interessenten)

Merkur: Am Klimaschutz geht kein Weg vorbei. Berg hat seine Windräder und nimmt am EU-Projekt „Energie in Bürgerhand“ teil. Was wollen Sie vorantreiben?

Elke Link: Mir ist die Energiewende sehr wichtig. Die Gemeinde wird sich mit dem Thema Repowering von Windrädern beschäftigen. Und auf jeden Fall Photovoltaikanlagen ausbauen – wir sind gespannt auf das EU-geförderte EnTranC-Projekt, mit dem die Energiewende vor Ort realisiert werden soll. Wir können unseren Strom, dann selbst vermarkten und uns mit Berger Stromversorgen. Wir werden auch Agri-PV – in den privilegierten Zonen – brauchen.

Elke Link bei der Bürgermeistervertretung im “Alten Rathaus”

Merkur: Der Bauturbo gibt der Gemeinde neue Möglichkeit an die Hand. Welche Ziele setzen Sie bei der Ortsentwicklung?

Elke Link: Wir müssen bezahlbaren Wohnraum ermöglichen, und es ist prinzipiell gut, dass uns mit dem Bauturbo ein Instrument an die Hand gegeben wurde, mit dem Genehmigungsprozesse beschleunigt werden können. Die örtliche Infrastruktur muss das allerdings mittragen können. Den Außenbereich werden wir zunächst nicht antasten, in ihm liegt die große Schönheit unserer Gemeinde.

Merkur: Wie wollen Sie das Miteinander und das Dorfleben stärken?

Elke Link: Feste feiern, wo sie fallen – vor allem aber den Menschen, die sie veranstalten, keine Hindernisse in den Weg legen. Die Vereine und Initiativen organisatorisch und – wenn es die Haushaltslage erlaubt – auch finanziell unterstützen. Niemand organisiert in Berg derzeit mehr Veranstaltungen als wir von der QUH und der Kulturverein.

Elke Link an ihrem Lieblingsplatz in Berg: dem Schwarzweiher bei Allmannshausen 

Merkur: Wie sind Sie zur Politik gekommen und welche Motivation treibt Sie an?

Elke Link: Zur Politik bin ich übers Ehrenamt gekommen – ich habe mich schon immer gern engagiert, ob in Kindergarten und Schule, im Sportverein, in der Kultur oder in der Politik. So platt sich das anhören mag: Ich will für das Gute, Wahre und Schöne kämpfen … und dass es in Berg zu Hause ist.

Merkur: Ergänzen Sie bitte: Ich werde ein(e)  gute(r) Bürgermeister(in) für Berg, weil…

Elke Link: Ich setze mich ein für ein gutes Klima – in jeder Hinsicht.

Mit den Leuten reden: Elke Link zu Gast beim ehem. Bundespräsidenten Gauck

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