Volle Zustimmung: Die Februarsitzung des Gemeinderates

Aus “Alt” mach “Neu”: Einstimmig akzeptierte der Gemeinderat den Antrag der QUH, das alte Rathaus einer Pop-Up-Zwischennutzung zuzuführen. Der Bürgermeister möchte allerdings auf Nummer Sicher gehen und vorher eine Nutzungsänderung beantragen.

GR Ammer (QUH) führte das Vorhaben aus. Er erläuterte, dass das alte Rathaus für alle möglichen Zwischennutzungen offen stehen solle: Der Ratssaal als Bühne für kleine Konzerte oder Ausstellungen, der Trausaal als Heimat einer temporär heimatlosen Tischtennisgruppe, als Herberge für den Asylhelferkreis oder als Probenraum für lokale Bands. GR Sewald (EUW) ergänzte, dass er sowieso gegen einen Verkauf der Immobilie sei und dass auch die VHS immer nach Unterrichtsräumen suche. Niemand war gegen die Initiative, allerdings forderte der Bürgermeister ein “Nutzungskonzept”, sowie dass sich ein Träger finde, der gegen eine symbolische Miete die Organisation als Ansprechpartner übernehme sowie die Kosten für  Strom, Wasser, Heizung und etwaige Reparaturen. GR Ammer versprach, sich zu kümmern – womöglich in Zusammenarbeit mit der Bürgerbeteiligung.

Bald Kleinkunstbühne? – Der alte Ratssaal an der Ratsgasse 1

Begonnen hatte die Sitzung, bei der alle Anträge einstimmig genehmigt wurden, mit dem Bericht des Bürgermeisters, der all die denkwürdigen Ereignisse auflistete: die Rathauseinweihung, der Tag der offnen Tür, die Übernahme der MS-Klinik (wir berichteten). Obendrein berichtete er von der Ankunft der neuen Drehleiter (ab Februar in Dienst), dem Weggang des Kämmerers und der Konstituierung des Jugendbeirats (Vorsitzende Jelena Danilov).

Auch das “rundum gelungene” Maxi-Pongratz-Konzert am Wochenende fand Erwähnung. Es werde einen Termin geben, bei dem Erkenntnisse, die aus dem Versuchskonzert gewonnen werden konnten, diskutiert werden sollen, um zu sehen, “wie es in Zukunft aussieht”. Eine  nächste Großveranstaltung im Ratssaal steht bereits fest: die Bürgerversammlung am 23. April.

GR Link fragte nach der zweiten großen und ungelösten Frage der Gemeinde: ob neben Parkplatz und Rampe bereits weitere bauliche Maßnahmen für das Gasthaus in Farchach in Arbeit seien. “Nein”, lautete die Antwort des Bürgermeisters, aber man gehe davon aus, dass man bis zur Kücheneinrichtung die Planungen zu Enden bringen müsse, bevor ein Pächter zugreifen werde (allerdings gibt es mehrere Besichtigungen von Interessierten).

Die zweite Anfrage kam von der CSU (GR Graf), die berichtete, dass eine Laterne in der Grafstraße nicht funktioniere. Bei solchen Problemen solle man einfach in der Gemeinde bei der Info anrufen.

Der Rest der Sitzung ist schnell erzählt: Der Antrag für ein Haus am Ufer von Leoni war zurückgezogen worden, der Antrag für ein neues Gebäude am Platz in Höhenrain für 6-7 Wohneinheiten samt Gewerbe wurde genehmigt, und die Gebühr für Schulkinder, die in Waldram oder Wolfratshausen auf die Mittelschule gehen, wurde natürlich durchgewunken.

Am Ende noch ein Beschluss zum berüchtigten “Bauturbo”, durch den der Verwaltung genehmigt wurde, – wie bisher – Bauprojekte im Außenbereich auf dem Amtsweg abzulehnen. Nur bei der Anwendung des Bauturbos bei Genehmigungen muss der Gemeinderat – wie bisher – gefragt werden. Ebenfalls einstimmig (von wegen Wahlkampf).

Kommentieren (0)

Das Königsschießen

Bekanntermaßen sind wir Qühe ja eher dem runden Leder, dem Laufen, Skateboards oder Tennisschlägern zugeneigt, wenn es um Sport geht. Waffen mögen wir nicht so. Aber wie uns unter großer Aufwendung von Geduld seit Jahren von netten und engagierten Leuten immer wieder versichert wird: Unsere Vereinsschützen haben nichts mit der National Rifle Association zu tun – vielmehr handle es sich um eine die Konzentration und die Geselligkeit fördernde und unter strengen Vorschriften ausgeübte Sportart, der zunehmend Frauen und Kinder frönen. Manuel Seitz, 1. Schützenmeister der Sebastianischützen Aufkirchen, lud unseren Gemeinderat Andreas Ammer neulich sogar zum Zimmerstutzenschießen ein, was selbiger nicht gleich kategorisch ausschlug. Und so veröffentlichen wir gerne, wie wir es auch bei allen anderen Vereinen, die uns Bilder und Texte oder Ankündigungen schicken tun, diesen Bericht vom Königsschießen, den uns Manfred Nöbauer zukommen ließ – danke!

Zum zweiten Freitag im Januar treffen sich traditionell die Sebastianischützen, um ihre Könige zu ermitteln. In der Vorbereitung halten einige den Erwartungsball flach, andere gehen voller Euphorie in den Wettbewerb und flehen Fortuna um Mithilfe. Es ist doch nur ein Schuss auf eine Scheibe. Das Ergebnis ist für den Schützen nicht sichtbar. Die Nerven sind angespannt, jeder hat so seine Hoffnung.

v.l.n. re. Manuel Seitz 1.Schützenmeister,Victoria Hillenbrand, Jana Drahtschmidt, Enrico Müller, Benedikt Lidl, Richard Fischhaber, Reiner Drahtschmidt, Josephine Eimansberger,Ingrid Maier, Paul Janeck, Magdalena Müller, Xaver Ganslmeier, Miriam Quintern  

43 Schützen haben sich versammelt um in 4 Leistungsklassen (Freihand-, Auflage-,  Jugend- und Laserschützen) ihren König zu küren. Manuel Seitz, der 1. Schützenmeister,  verliest von unten nach oben – die Spannung steigt.

Die Ergebnisse: Laserschützen: 3. Xaver Ganslmeier, 2. Magdalena Müller und Laserkönigin Josephine Eimansberger .
Die jungen Freihandschützen: 3. Leopold Ganslmeier , 2. Paul Janeck und Sieger Benedikt Lidl.
Die Schützen der Senioren in Auflagewertung entschieden Richard Fischaber als 3., Ingrid Maier als 2. und als König Reiner Drahtschmidt.

Die spektakuläre Königskette bei den Freihandschützen durfte sich Jana Drahtschmidt umhängen. Sie verwies Victoria Hillenbrand auf den 2. Platz und Enrico Müller auf Platz 3 und regiert jetzt für ein Jahr die SG St. Sebastian Aufkirchen.

Die Tradition, gemeinsam die Wurst- und Breznkette zu verspeisen, wurde auch dieses Jahr gepflegt. Gesungen und getanzt wahrscheinlich das erste Mal.

Die Zimmerstutzler v.I.n.r.: Manfred Nöbauer (Spender der Königs-Scheibe), Maik Stürmer, Wolfgang Seiler, Patric Liebold, Manuel Seitz 1.Schützenmeister

Nicht nur die bekannten Favoriten gingen mit besonderer Konzentration an den einen verdeckten Königsschuss. Spannung pur. Unter Beifall der Versammlung setzte sich Wolfgang Seiler als neuer König stolz an die Spitze. Maik Stürmer und Patric Liebold blieb nur Platz 2 und 3. Sie sorgten traditionell mit Wurst- und Breznkette für eine schöne Brotzeit.

Danke, Mane, für Fotos und Bericht!

Kommentieren (3)

QUH stellt Antrag: Und was wird eigentlich aus dem alten Rathaus?

Morgen, Dienstag, ist Gemeinderatssitzung im neuen Rathaus. Auf der Tagesordnung stehen ein Bauantrag für ein Haus am Ufer in Leoni und einer für die Ortsmitte von Höhenrain. Vor allem aber auch die derzeit dringendste politische Entscheidung: Was soll eigentlich mit dem alten Rathaus von Berg passieren, jetzt, da das neue erfolgreich bezogen wurde? – Die QUH hat da einen Vorschlag für den Übergang!

Dass das Grundstück verkauft werden soll, hat der Gemeinderat bereits beschlossen, als es den Erlös aus einem zukünftigen Verkauf (lt. Gutachten mindestens 6,5 Millionen) in die Haushaltsplanung aufgenommen hat. Ursprünglich war geplant gewesen, das Gebäude und den Grund mit einer “Konzeptvergabe” zu veräußern. Das hätte bedeutet, dass die Gemeinde eine Nutzung des Grundes mehr oder weniger vorgibt (was sicherlich zu einem geringeren Verkaufspreis führen würde), dann war wiederum die Rede von einem “möglichst teuren” Verkauf (der Investoren und Grundstücksspekulanten Tor und Tür öffnen würde). Auch ein Verkauf an den “Verband Wohnen” wäre möglich (allerdings kann sich der etwas klamme Verband das Grundstück wohl eher nicht leisten).

Die QUH hat eine Idee für das “alte” Rathaus von Berg, derzeit Leerstand

Bis eine Entscheidung gefallen ist, dürfte noch etwas Planungszeit vergehen. Eine vernünftigen Kompromiss zwischen einem möglichst hohen Verkaufspreis und einer möglichst am Gemeinwohl orientierten Planung mit möglichst vielen, möglichst nicht zu teuren Wohnungen möglichst für Berger dürfte das komplizierteste Projekt der zukünftigen Gemeindepolitik werden. Wie dies gelingen kann, ist derzeit noch nicht definitiv entschieden. Derzeit steht das Haus  leer bzw wird nicht genutzt.

Hier kommt die QUH ins Spiel: Sie hat für die Gemeinderatssitzung den Antrag gestellt, das alte Gebäude als Interims-Pop-Up-Heimat für Vereine, Initiativen und Kultur zu nutzen. Folgender Antrag liegt dem Gemeinderat zur Beratung und Beschlussfassung vor:

Ein Antrag, um zwischenzeitlich im alten Rathaus Phantasien wahr werden zu lassen

Kommentieren (0)

Wie schön war das eigentlich … ?

Wie schön war das eigentlich ... ?
Im ausverkauften Saal des neuen Rathauses von Berg fand zum ersten Mal ein Konzert statt. Etwas improvisiert und nur von Strahlern auf Stativen beleuchtet, rührte Maxi Pongratz, begleitet von seinem Kofelgschroa-Mitstreiter Matthias Meichelböck (Flügelhorn) und dem Bassisten Simon Ackermann (Bass, ehemals Zwirbeldirn), die gut 200 Besucher/innen mit seinen herzzerreißenen Geschichten weiterlesen...

Kommentieren (1)

Hereingeschneite Nachrichten: Artemed wird neuer Träger der MS-Klinik

Hereingeschneite Nachrichten: Artemed wird neuer Träger der MS-Klinik
Zum 29. Januar 2026 übernimmt die Artemed Gruppe aus Tutzing die Trägerschaft für das “Behandlungszentrum Kempfenhausen für Multiple Sklerose Kranke gGmbH” – inklusive der Übernahme aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewohnten Konditionen. Dazu gehört auch das Pflegeheim “Haus der Freunde”. Das Klinikareal in Kempfenhausen “Die MSK ist die größte Fachklinik weiterlesen...

Kommentieren (0)

Ja, ist denn heut schon Weihnachten? Ja! Spendenübergabe an FFRGBev

Ja, ist denn heut schon Weihnachten? Ja! Spendenübergabe an FFRGBev
Am 1. Advent luden die Höhenrainer Ortsvereine ein zum Adventsmarkt. Feuerwehr, Trachtler, Fußballer, Burschen, Schützen, Goaßlschnoizer und Kolping boten viel Kulinarisches, Weihnachtliches und Geselliges rund um den Dorfplatz beim Klostermeier.   Bei der Spendenübergabe waren dabei (vlnr): Bianca Kraus (Feuerwehr), Max Haberl (Goaßlschnoizer), Lisa Diehl (Burschen), Gerald Urban (Organisator Adventsmarkt), weiterlesen...

Kommentieren (0)