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Die Presse fragt die Kandidatin

Sehnen Sie sich auch danach, dass dieser Wahlkampf endlich endet? Dann werden wir hier im Blog endlich wieder über Fußballergebnisse, Feuerwehrfeste, Kindergärten und Konzerte berichten können. Heute – da im Merkur der große Berger Kandidatencheck erschienen ist – veröffentlichen wir hier noch einmal Elke Links Antworten auf die Fragen der Zeitung.

Elke Link: Ich bin Elke Link, 63 Jahre alt, verheiratet, 2 erwachsene Söhne, freiberufliche Literaturübersetzerin, seit 18 Jahren Gemeinderätin, seit 12 Jahren Dritte Bürgermeisterin, seit 6 Jahren Kreisrätin, langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in Elternbeiräten, Vereinen und Aufsichtsräten und als Jugendschöffin, Vorsitzende der QUH und des Berger Kulturvereins.

Immer wieder: QUH Wählen! – Elke Link 2026 mit dem Wahlkampfplakat von 2020

Merkur: Der Verkauf des alten Rathauses soll die Berger Haushaltskasse entlasten. Welche Pläne verfolgen Sie für das Grundstück in der Ortsmitte?

Elke Link: Das alte Berger Rathaus soll in Wohnraum umgewandelt werden. Wir wollen das Grundstück verkaufen. Das hat der Gemeinderat so beschlossen, so ist es im Haushalt eingeplant. Unserem Wunsch nach soll dort Geschosswohnungsbau entstehen. Mit einem interessierten Investor werden wir dann einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan erstellen oder den Bauturbo anwenden. Unterdessen wollen wir (eine Initiative der QUH) den leerstehenden Bau für kulturelle oder Vereinszwecke zwischennutzen.

Merkur: Die Gastronomie in Berg wird zum Sorgenkind. Was kann man tun, um die „Post“ in Aufkirchen zu halten und wieder Leben ins „Auf den Lüften“ in Farchach zu bringen?

Elke Link: Ohne Gastronomie wird ein Dorf veröden. Mit dem Eigentümer der Post muss intensiv kommuniziert werden, um einen Weg zum Erhalt zu finden, der alle zufriedenstellt. Auf der Lüften wird grundrenoviert, dafür haben wir Geld bereitgestellt. Vielleicht fällt es so leichter, Interessenten zu finden. Wir haben selbst schon Wirte vermittelt, die leider abgesprungen sind. (aktuelle Anm. d. QUH: derzeit gibt es Gespräche mit einem ernsthaften Interessenten)

Merkur: Am Klimaschutz geht kein Weg vorbei. Berg hat seine Windräder und nimmt am EU-Projekt „Energie in Bürgerhand“ teil. Was wollen Sie vorantreiben?

Elke Link: Mir ist die Energiewende sehr wichtig. Die Gemeinde wird sich mit dem Thema Repowering von Windrädern beschäftigen. Und auf jeden Fall Photovoltaikanlagen ausbauen – wir sind gespannt auf das EU-geförderte EnTranC-Projekt, mit dem die Energiewende vor Ort realisiert werden soll. Wir können unseren Strom, dann selbst vermarkten und uns mit Berger Stromversorgen. Wir werden auch Agri-PV – in den privilegierten Zonen – brauchen.

Elke Link bei der Bürgermeistervertretung im “Alten Rathaus”

Merkur: Der Bauturbo gibt der Gemeinde neue Möglichkeit an die Hand. Welche Ziele setzen Sie bei der Ortsentwicklung?

Elke Link: Wir müssen bezahlbaren Wohnraum ermöglichen, und es ist prinzipiell gut, dass uns mit dem Bauturbo ein Instrument an die Hand gegeben wurde, mit dem Genehmigungsprozesse beschleunigt werden können. Die örtliche Infrastruktur muss das allerdings mittragen können. Den Außenbereich werden wir zunächst nicht antasten, in ihm liegt die große Schönheit unserer Gemeinde.

Merkur: Wie wollen Sie das Miteinander und das Dorfleben stärken?

Elke Link: Feste feiern, wo sie fallen – vor allem aber den Menschen, die sie veranstalten, keine Hindernisse in den Weg legen. Die Vereine und Initiativen organisatorisch und – wenn es die Haushaltslage erlaubt – auch finanziell unterstützen. Niemand organisiert in Berg derzeit mehr Veranstaltungen als wir von der QUH und der Kulturverein.

Elke Link an ihrem Lieblingsplatz in Berg: dem Schwarzweiher bei Allmannshausen 

Merkur: Wie sind Sie zur Politik gekommen und welche Motivation treibt Sie an?

Elke Link: Zur Politik bin ich übers Ehrenamt gekommen – ich habe mich schon immer gern engagiert, ob in Kindergarten und Schule, im Sportverein, in der Kultur oder in der Politik. So platt sich das anhören mag: Ich will für das Gute, Wahre und Schöne kämpfen … und dass es in Berg zu Hause ist.

Merkur: Ergänzen Sie bitte: Ich werde ein(e)  gute(r) Bürgermeister(in) für Berg, weil…

Elke Link: Ich setze mich ein für ein gutes Klima – in jeder Hinsicht.

Mit den Leuten reden: Elke Link zu Gast beim ehem. Bundespräsidenten Gauck

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Rede zur Lage der Gemeinde

Im derzeitigen Wahl”krampf” kann man manchmal den Eindruck bekommen, unsere Gemeinde stehe am Abgrund, so viel muss angeblich verbessert und anders werden. Ist das wirklich so? Wir haben am Wochenende ein paar Dinge gesammelt, die dagegen sprechen.

Erstens Theater: Die Aufkirchner Dorfbühne füllte am Freitag und Samstag den Saal der Post bis auf den letzten Platz. Ein gesellschaftliches Ereignis für die Gemeinde und ein Plädoyer für den dringend nötigen Fortbestand der Immobilie. Es haben diesbezüglich auch schon erste Gespräche zwischen Bürgermeister und Andi Gröber stattgefunden.

Freitag erst in die Post zur Aufkirchner Dorfbühne

Zweitens Pop: Es soll Menschen geben, die weniger auf krachige Komödien stehen, sondern eher auf internationale Pop- und Rockmusik … diese Berger hatte Jörn Kachelriess zeitgleich privat zu sich in die Agentur geladen … Wer zuerst in der Dorfbühne war, konnte gerade noch das letzte Set mit wunderbaren Johnny Cash Coverversionen miterleben.

Jörn Kachelriess schenkt seinen Freunden “Was mit Ton”

Drittens Fußball: Dann soll es Menschen geben, die mögen weder Komödie noch Indie-Musik, die trafen sich am Samstag zum gemeinschaftlich finanzierten Private Viewing im MTV-Sportheim beim “Classico” BVB gegen FCB samt Happy End.

Classico im Sportheim

Viertens Klassik: Gleichzeitig zum “Classico” veranstaltete der unter Elke Link, Nils Schad und Ludwig Steindl neu erstarkte Berger Kulturverein ein ganz besonderes Klassik-Konzert: Junge Talente, die aus der Talentschmiede der wunderbaren Beate Schad erwachsen sind, stellten sich im völlig ausverkauften Schloss Kempfenhausen einem begeisterten Publikum vor. Und zwar nicht mit Kerzenschein-Klassik, sondern mit richtig großen Werken.

Paula Thieme (Violine), Felicia Kloss (Klavier), Luis Kirpal in Schloss Kempfenhausen

Auf dem Programm standen anspruchsvolle, zeitgenössische Solos für Cello (Z. Kodaly) oder Violine (V. Barkauskas), Klassiker von Schumann und Schubert und vor allem das grandiose 1. Klaviertrio (Opus 8) von Dimitri Schostakovitsch, mit dem das Trio bereits den Preis bei “Jugend musiziert” gewonnen hat. Jugendförderung der ganz besonders wertvollen und erfolgreichen Art. Ganz große Kunst “Made in Berg”. Es war übrigens die Veranstaltung mit dem jüngsten Publikum! Eine Schülerin – U18-jährige durften das Konzert zum Preis von 5 € miterleben – sagte: “Ich habe nur 5 € bezahlt, aber das war wie ein 200-€-Konzert!”

Blumen für die drei grandiosen Musiker*innen (Fotos: Kloss)

Gegenüber solchen Initiativen verblasst das Jammern. Mit dem neuen Rathaussaal und dem alten – hoffentlich bald von Jung und Alt zwischengenutzten – alten Rathaus stehen, wenn der Bürgermeister mitspielt und auch der zukünftige Kulturbeauftragte vernünftig arbeitet, tolle neue Veranstaltungsorte zur Verfügung.

Heute Abend trifft sich im “Auf der Lüften” eine Initiativgruppe, die aus der QUH-Filmvorführung dort entstanden ist, in der dortigen, grundgereinigten Wirtschaft, um über mögliche Sanierungsarten zu beraten.

Auf dem alten Rathausgrundstück hat der Gemeinderat vieles dafür getan, dass dort “bezahlbarer Wohnraum” entstehen kann.

Im neuen Rathaus arbeitet man schon längst an der vielbeschworenen “Digitalisierung”. Jetzt stehen auch endlich (im Gegensatz zum alten Rathaus) die dafür nötigen Glasfaserkabel zu Verfügung.

Und fünftens die Politik: Bei der Gemeinderatswahl stehen auch erfahrene Politiker*innen zur Auswahl, die bereits bewiesen haben, dass sie eine Gemeinde führen können. Es gibt in Berg bei der Kommunalwahl keine extremen Kandidaten oder Parteien. Die Vereine funktionieren. Der Schuldenstand ist vergleichsweise moderat (3,5 Millionen; im Vergleich der ebenfalls “reiche” Landkreis hat 200).

Und die vielen Drahtgestelle und Plastikplanen, die derzeit auf den Wiesen stehen und sich “für” irgendetwas (z. B. die Umwelt, die sie mit diesem Plakat verschandeln) aussprechen, werden hoffentlich nächste Woche verschwunden sein.

Viele Plakate sind ein Widerspruch in sich (Photo aus München)

Und jetzt müssen Sie am Sonntag nur noch das Gute wählen: https://quh-berg.de/kandidaten/elke-link-2/

Es gibt allerdings auch ein paar Wermutstropfen:: Die nachhaltigen, von Berger Handwerkern hergestellten Holz-QÜHE, mit denen die QUH statt mit Plastikplanen für sich wirbt, erfreuen sich leider allzu großer Beliebtheit. Mehrere sind in den letzten Tagen von Unbekannten gestohlen worden.

QÜHe entwendet! (Illustration: KI)

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