“Wer liest, hat mehr vom Leben” – BergSpektiven #104

Nach der Frankfurter Buchmesse lädt Christian Kalinke mit dem Thema “Wer liest, hat mehr vom Leben” zur 104. Veranstaltung von BergSpektiven.

Local hero: Dini Kortmann-Huizing

Zu Gast ist zunächst Dini Kortmann-Huizing, die in Berg die Buchhandlung “Schöner lesen” betreibt.

Tanja Graf

Danach stellt Christian Kalinke Tanja Graf, der Leiterin des Literaturhauses München, Fragen zu ihrer Person, zum Buchmarkt und zum Arbeitsalltag in einem Literaturhaus. Tanja Graf hatte sich im letzten Jahre mehrfach mit dem Berger Organisationsteam der Oskar-Maria-Graf-Festtage zur Planung der jeweiligen Ausstellungen in der Galerie Wimmer in Berg und im Literaturhaus München getroffen und auch die Vernissage besucht. Wir freuen uns auf die beiden literarischen Gäste,

Die Veranstaltung findet morgen, Donnerstag, den 18.10., ab 19:30 Uhr im Hotel Schloss Berg statt. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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Der Reinhold Messner unter den Malern

“Berge besteigt man, weil sie da sind” … so zitiert Reinhold Messner gern den Mount Everest Erstbesteiger Sir Edmund Hillary. Das Erlebnis des Besteigens der Berge setzt solch seelische Kräfte frei, dass der Schritt zur künstlerischen Produktion nicht sehr weit ist. So ist Reinhold Messner auch ein hervorragender Schriftsteller. Was dieser für die Literatur ist, sind die Comptons aus Feldafing für die Malerei. Aber: Wer sind eigentlich die Comptons? 

Edward Theodore Compton: “Blick über den Gletscher (Aletschgletscher)”, 1912

Antwort aus Berger Sicht: Die Welt der Comptons ist schon lange ein Schwerpunkt der Berger Galerie Wimmer in der alten Brauerei Schloss Berg, weshalb die beiden Feldafinger sozusagen auch bei uns am Ostufer heimisch sind.

Antwort aus kunsthistorischer Sicht: Zwei Leben in zehn Zeilen – eine Kurzfassung. “Die Comptons”, die Feldafinger Engländer, sind in diesem Fall ein Vater und ein Sohn, beides Landschaftsmaler und Alpenliebhaber. Edward Theodore Compton (1849–1921), der Vater, zog mit achtzehn Jahren aus England nach Deutschland – die Familie wanderte 1867 aus. Nach einigen Umwegen über Darmstadt, das Rheinland und die Schweiz entschloss sich die kunstbegabte und auch künstlerisch ausgebildete junge Mann, Alpenmaler und Bergsteiger zu werden. Auf 27 Erstbesteigungen konnte er stolz sein, und auf noch viel mehr naturgetreue Bergdarstellungen. Mit seiner Münchner Frau zog er 1874 nach Feldafing, wo er 1921 starb.

Sein Sohn Edward Harrison Compton (1881–1960) wurde in Feldafing geboren und starb auch dort. Dazwischen besuchte er die Central School of Arts and Crafts in London und unternahm zahlreiche Reisen. Zunächst trat er in die Fußstapfen seines Vaters und malte Hochgebirgsszenen, erkrankte jedoch mit 28 Jahren an Kinderlähmung und fand seine Motive daher in leichter zugänglichen Gebieten wie dem Voralpenland oder dem oberitalienischen Vorgebirge.

Die Galerie Wimmer in Berg, Perchastr. 7, lädt nun zur Ausstellung “Die Welt der Comptons”. Die Vernissage findet am Mittwoch, den 17. Oktober, aber 19 Uhr statt. Die Galerie hat geöffnet am Donnerstag, 18. und Freitag, 19. September, Samstag/Sonntag, den 20./21. Oktober und 27./28. Oktober, jeweils von 13 – 17 Uhr. Und natürlich nach Vereinbarung.

 

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Vorläufige Endergebnisse

Bis in den späten Abend – und auch noch zur Stunde nach Mitternacht – sind Beschäftigte der Gemeindeverwaltung Berg und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer mit der Stimmenauszählung in den 10 Berger Wahllokalen und der ordnungsgemäßen Abgabe der Unterlagen und Niederschriften zugange. Auf der Homepage der Gemeinde Berg sind die vorläufigen Endergebnisse der Landtagswahl in Berg abrufbar. Zunächst die Erststimmen für den Direktkandidaten:

Screenshot von der Homepage der Gemeinde Berg

Dr. Ute Eiling-Hütig erzielte für die CSU 35,9%, beachtlich Anne Franke (Grüne) mit 22,8%, die FDP mit Britta Hundesrügge liegt in Berg wie zu erwarten über 10%. Und ein dramatisches Ergebnis: Die SPD schnitt mit ihren 6,4% für Christiane Kern schlechter ab als ein Herr Radtke  von der “für”-Partei mit 6,8%.

Im gesamten Starnberger Wahlkreis konnte sich Dr. Ute Eiling-Hütig (CSU) als Direktkandidation nur ungeahnt knapp mit gut 30% gegen ihre sensationell grüne Herausforderin Anne Franke (26,6%) durchsetzen. Damit zu den Zweitstimmen.

Screenshot von der Homepage der Gemeinde Berg

Dies sind die Berger Ergebnisse im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2013. Die CSU verliert in Berg über 14%. Die SPD kann davon nicht profitieren, halbiert ihr eh schon schlechtes Ergebnis vom letzten Mal und bekommt nur noch erschreckende 6,5%. Die Grünen holen mehr als doppelt so viele Stimmen wie letztes Mal, fast vier Mal soviel wie die SPD, und werden mit 22,4% mit weitem Abstand zweitstärkste Partei in Berg. Freie Wähler und FDP holen in Berg gut 10%. Die Partei mit dem “für” liegt in Berg abgeschlagen bei 6,7%. Positiv: Erstens, das ist nur gut ein Drittel so viel wie bei der Bundestagswahl (9%). Dieser unheilvolle Trend ist also gestoppt. Noch positiver: Die Wahlbeteiligung insgesamt lag in Berg bei über 80 %.

Update: Vorläufiges Endergebnis der Erststimmen für die Bezirkstagswahl auf der Homepage der Gemeinde Berg

Update: Mittlerweile liegt das vorläufige Endergebnis aus Berg vor – alle10 Stimmbezirke sind ausgezählt. Die Berger Gemeinderätin Sissi Fuchsenberger (SPD) ist doch noch knapp hinter den Kandidaten der FDP gerutscht und liegt damit auf dem vierten Platz. Martina Neubauer aus Starnberg konnte 21% für sich verbuchen, Albert Luppart holte für die Freien Wähler 11% – aber das sind wie gesagt nur die Stimmen aus Berg.

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Das geteilte Dorf

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Aus den Augen des Wahlkampfthemas

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