Vom König zum Kapitän

Die Meldung hätte das Zeug zu einem Aprilscherz gehabt, allein: Der Wahrheitsgehalt liegt bei 100 %! Hans-Peter Höck, der König von Aufkirchen, hat den Führerschein für Fahrgastschiffe gemacht und wird ab Mai Passagiere von Feldafing aus mit der Zille zur Roseninsel fahren.

Hans-Peter als Kapitän – natürlich von der KI erstellt

Tatsächlich suchte Fährmann Bernhard “Hermann” Zillner Unterstützung für den Fährbetrieb vom Glockensteg in Feldafing zur Roseninsel. Hans-Peter Höck machte nun den Schiffsführerschein der Klasse B für Fahrgastschiffe (Fähre), der auch zum Fahren von Güterschiffen berechtigt, und wird ab dem 1. Mai Hermann Zillner immer wieder einmal unterstützen.

Diesmal ganz echt: Hans-Peter Höck und Bernhard “Hermann” Zillner

Da das Casino auf der Roseninsel umgebaut wird, werden in diesem Jahr keine Hochzeiten dort stattfinden. Die Rosen blühen natürlich trotzdem – die Blüte ist das jährliche Highlight, das aber nie genau vorherzusagen ist.

Hermann, Hans-Peter und Kollegen setzen ab 1. Mai  mit der Zille Theresa und ihrer ebenfalls elektrischen Kollegin Marie zur Roseninsel über, montags nur eingeschränkt und überhaupt nur bei schönem Wetter.

Die Betriebszeiten sind:
1.5.-31.5.: 11 – 18 Uhr
1.6.-15.9.: 10 – 18 Uhr
16.9.-15.10.: 11 – 18 Uhr

2023 wurde die neue Zille Theresa in der Simmerding-Werft zu Wasser gelassen (Foto: H.-P. Höck)

Sie müssen also noch etwas warten, bis Sie übergesetzt werden. Aber schon ab Ostersonntag sticht die Flotte der Bayerischen Seenschifffahrt in den Starnberger See – Fahrplan folgt!

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Der ökumenische Kreuzweg und das Osterwochenende

Am morgigen Karfreitag um 9 Uhr laden die katholische und die evangelische Gemeinde zum ökumenischen Kreuzweg von Leoni nach Aufkirchen – zusammen mit Pfarrer Johannes Habdank und Pfarrer Mathias Klein-Heßling. An den 14 Leidensstationen werden wieder Gebete und Betrachtungen gestaltet.

Der Kreuzweg 2019 (Foto: Evangelische Gemeinde Berg)

Pfarrer Johannes Habdank schickte uns Informationen zur Historie:

Der Brauch des Kreuzweg-Gehens entstand im 14. Jahrhundert. Der in Jerusalem übliche Pilgerbrauch wurde von den Franziskanern zu einer Art Volksandacht entwickelt. Dahinter stand das Bestreben, die Ereignisse um das Leiden und Sterben Jesu den Menschen möglichst plastisch vor Augen zu stellen.
Im 14. Jahrhundert waren es im deutsch-katholischen Raum zumeist nur sieben Stationen (Zahl der Stationskirchen in Rom), dann fügte die Volksfrömmigkeit weitere Stationen hinzu. Später verbreiteten sich die 14 Stationen über die ganze Welt. Da es nicht für alle Christen möglich war, Jerusalem zu besuchen, baute man in Europa Nachbildungen des Kreuzweges. Zuerst war es ein wirklicher Weg, der von den bildlichen Darstellungen der 14 Stationen gesäumt wurde. Dann begann man, an den Wänden im Kircheninneren die Kreuzwegstationen darzustellen. Aus dem gegangenen Kreuzweg wurde die Kreuzwegandacht. Gebetet wird der Kreuzweg vor allem in der Passionszeit. Am Karfreitag geht in Jerusalem jedes Jahr eine große Zahl von Pilgern den traditionellen Kreuzweg auf der Via Dolorosa.
In unserer Heimat in Berg hat den Kreuzweg mit seinen 14 Stationen gestiftet: Johann Ulrich Himbsel.
„Johann Ulrich Himbsel, den begabten, königlichen Baumeister, kennt man hier am See vor allem als den Begründer der Starnberger Dampfschifffahrt (1851) und der ersten Eisenbahn von München nach Starnberg (1854). Eine ganz andere Seite seines Wesens zeigt sich in seiner Stiftung von 1856: dem Kreuzweg in Aufkirchen. Johann Ulrich Himbsel war ein vielgereister, phantasievoller und dynamischer Mann, aber auch gläubig und gottesfürchtig. Nach dem Tod seiner Frau und seines jüngsten Sohnes, die 1854 an der Cholera starben, ließ er aus Trauer den Kreuzweg mit seinen 14 Stationen anlegen, der von seiner Villa am See bis hinauf zur Wallfahrtskirche St. Mariä Himmelfahrt in Aufkirchen führen sollte. Aufkirchen war von alters her ein vielbesuchter Wallfahrtsort im bayerischen Oberland. Himbsel beauftragte den Bildhauer Anton Ganser mit der künstlerischen Gestaltung der Terracotten und Medaillons und sorgte selbst für die Fertigstellung der einzelnen Stationen, so dass die feierliche Einweihung des Kreuzwegs am 16. Juli 1857 stattfinden konnte.“ (Zitat aus: Liselotte Klein „Der Kreuzweg in Aufkirchen“)

 

Wie werden Karfreitag und das Osterwochenende sonst noch begangen?

Die evangelische Kirchengemeinde lädt für Karfreitag, 11:00 Uhr, Gottesdienst mit Abendmahl mit Pfarrer Habdank.

Am Ostersonntag, 6:00 Uhr, wird die Osternacht mit Abendmahl gefeiert, ebenfalls mit Pfarrer Habdank, in St. Johannes in Berg. Anschließend gibt es im Katharina-von-Bora-Haus ein Osterfrühstück.

Um 10 Uhr findet ein Familiengottesdienst mit Abendmahl im Katharina-von-Bora-Haus statt, gestaltet von Pfarrer Habdank und Team, im Anschluss dürfen Ostereier gesucht werden.

Der Pfarrverband Aufkirchen lädt für Ostersonntag, 11:00 Uhr,  zum Osterhochamt, anschließend werden Ostereier im Pfarrgarten gesucht.

In Höhenrain findet das Osterhochamt bereits um 9:00 Uhr statt, die Ostereier sind am Pfarrheim versteckt.

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Hereinströmende Nachrichten: Berger Rathaus wieder geschlossen!

Zum Glück war der untenstehende Artikel dem Datum des 1. April geschuldet. Ab morgen an dieser Stelle wieder Neues aus Berg!

Der letzte Tag des März 2026 wird für die Gemeinde noch lange in Erinnerung bleiben: In einer abendlichen Nacht-und-Nebel-Aktion musste das neue Rathaus, an das sich die Berger Bürger gerade erst gewöhnt hatten, auf unbestimmte Zeit wieder geschlossen werden. Der Grund: Wegen Ausdünstungen der verwendeten Baustoffe bestand eine akute Sicherheitsgefahr für die Verwaltung. Wie die Behörden mitteilten, bestand für Besucher:innen, die sich nur kurz in dem Gebäude aufhielten, keine Gesundheitsgefahr.

Der neue Ratssaal: fluchtartig verlassen

Da trifft es sich gut, dass das alte Rathaus noch nicht (wie vom Gemeinderat eigentlich beschlossen) einer Pop-Up-Zwischennutzung zugeführt worden ist. Die nächste Sitzung (die letzte des alten Gemeinderates) am kommenden Dienstag wird mit Sicherheit wieder in der Ratsgasse stattfinden. Rupert Steigenberger verweigerte alle Auskünfte, auch auf die Frage, ob der hohe Krankenstand der letzten Monate mit den “Ausdünstungen” zu tun habe. Auch hatten mehrere Mitarbeiter des Hauses, vom Kämmerer bis zur in solchen Dingen sensiblen Klimaschutzbeauftragten, ihre Stellen überraschend gekündigt.

Wie gewonnen, so zerronnen: Bürgermeister Steigenberger verläßt als letzter das Rathaus

Woher die Ausdünstungen kommen, ist heute noch unklar. Allerdings war mehreren Besuchern schon ein eigenartiger Geruch in den neuen Hallen aufgefallen. Auch die nur schlecht regulierbare Heizung, die im Ratssaal beständig für Temperaturen um 26 Grad und entsprechend hitzige Diskussionen sorgte, steht im Verdacht. … Oder es rächt sich, dass der Rat sich in einer “historischen” Sitzung vor über 5 Jahren gegen eine ökologische “Zertifizierung” des Gebäudes entschieden hatte. https://quh-berg.de/eine-historische-sitzung-die-6-sitzung-des-berger-gemeinderates/

Das neue Rathaus: leer

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Die Jahreshauptversammlung der FFW Kempfenhausen

Die Jahreshauptversammlung der FFW Kempfenhausen
Am vergangenen Freitag, den 27.3.26,  fand die Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Kempfenhausen in der Gaststätte Manthaler statt. Es kamen zahlreiche aktive Mitglieder, Fördermitglieder, Ehrenmitglieder und Gäste – der Nebenraum war voll besetzt, obwohl gar keine Neuwahlen stattfanden. Eine personelle Veränderung gab es dennoch. Schriftführerin Ramona Bachofner, 1. Vorstand Benjamin Gitter, weiterlesen...

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