Tag des Grundgesetzes: Überparteilicher Protest in Starnberg

Ausgerechnet am Tag des Grundgesetzes, das am Donnerstag, den 23.5. 75 Jahre alt wird, hat sich die antidemokratische Partei, die mit A* beginnt, ausgesucht, um eine Wahlkampfveranstaltung in der Starnberger Schlossberghalle zu machen. Das angekündigte Line-up dort wird allerdings wohl nicht klappen – die beiden Spitzenkandidaten auf der Europawahlliste fallen aus. Der vorgesehene Redner Herr B* will nach Durchsuchungen wegen des Verdachts auf Geldwäsche und Bestechlichkeit  und nach Aufforderung durch die eigene Parteispitze auf den Wahlkampf verzichten, und heute wurde bekannt, dass die Nummer 1, Herr K*, von der eigenen Partei ein Auftrittsverbot bekam und sein Amt im Bundesvorstand niederlegen will. Nichtsdestotrotz wird in Starnberg protestiert – und zwar in einer sehr großen, parteiübergreifenden Allianz.

 

Ab 17:30 Uhr trifft man sich auf dem Kirchplatz, um “Für Demokratie und Menschenwürde – gegen Hass, Hetze und rechte Gewalt” zu demonstrieren. Gezeichnet haben CSU, Freie Wähler, FDP, Bündnis90/Die Grünen, die SPD, die Jusos und der DGB.

Folgende Redner*innen sind vorgesehen:
Dr. Philipp Hildmann (Bayerisches Bündnis für Toleranz)
N.N. (Starnberger Dialog)
Ronja Endres (LV SPD Bayern)
Benedikt Lang (LV Jusos Bayern)
Johannes Becher (LV Grüne Bayern)
N.N. (DGB-Region München)
Dr. Ute Eilig-Hütig (CSU)
Paul Friedrich (FDP)
Hans-Georg Frinder (FW Kreisverband Starnberg)
Die musikalische Umrahmung gestaltet Claus Angerbauer aus Wessling.

Kommentieren (0)

5.6.: Seethermie

Am 5. Juni findet eine gemeinsame Veranstaltung der vhs München in Haus Buchenried, der Gemeinde Berg und der Bürgerbeteiligung Berg (AG Wärme) statt, für die Sie sich bereits jetzt anmelden können. Thema: Seethermie. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist erwünscht.

Wärme aus dem See? (Foto: Peter von Felbert)

 

Seethermie – die Wärmeversorgung der Zukunft am Starnberger See?

Wärmepumpen beziehen Umweltwärme meist aus der Luft – doch ein Kubikmeter Wasser enthält gut tausendmal mehr Wärmeenergie! Wasser ist das ideale Medium für Wärmepumpen, sofern es verfügbar ist. Immerhin ist der Starnberger See der wasserreichste Deutschlands – ein fast unerschöpfliches Wärmereservoir.

Welche Konzepte braucht es für Seethermie? Schadet sie der Gewässerökologie? Die Veranstaltung stellt Seethermie als alternative Möglichkeit der Wärmeversorgung vor und es ist ausreichend Zeit für Fragen und Diskussion vorgesehen.

Der Referent ist Marco Lorenz von der Initiative “Tutzing klimaneutral 2035”.

Hier können Sie sich anmelden: https://www.mvhs.de/kurse/haus-buchenried-460-C-S840010

Gemeinderat und -archivar Heinz Rothenfußer schreibt dazu:

Das zunächst futuristisch anmutende Thema könnte eine große Weichenstellung bedeuten und bedarf eines langen Atems und beharrlicher Anstrengung. In der Größenordnung könnte die Seewärme den berühmten Berger Windrädern gleichkommen.

Warum Seewärme?
Wasser ist unter den frei zugänglichen Stoffen derjenige mit der höchsten Wärmekapazität. In einem Kubikmeter Wasser ist etwa fünfmal so viel Wärmeenergie enthalten wie in einem Kubikmeter trockenen Erdreichs und etwa tausendmal so viel wie in einem Kubikmeter trockener Luft.

Der Starnberger See mit einem Volumen von 3 Millionen Kubikmeter Wasser (1,5-mal der Chiemsee!)
ist also ein exzellenter Wärmespeicher.

Diese Wärme ist ohne Bohrungen leicht erreichbar und ziemlich bequem transportierbar. Aus technischer Sicht wäre eine Seewasser-Wärmepumpe eine Delikatesse.

Und warum gerade bei uns?
Unser See hat sich in den letzten 40 Jahren um 2°C erwärmt, was Fischen und Pflanzen nicht gut tut.
Eine Abkühlung würde der Klimakrise entgegenwirken.

Würde man den gesamten Wärmebedarf der Gemeinde Berg ausschließlich aus Seewärme decken, führte das in einem Jahr zu einer Abkühlung um
0,043 °C, in 40 Jahren also zu einer Temperatursenkung von 1,7°C.

Natürlich eignen sich weit vom See abgelegene Ortsteile weniger für eine Versorgung aus dieser Wärmequelle – Unterallmannshausen, Leoni, Unterberg und Kempfenhausen könnten aber recht einfach erschlossen werden, zumal der See in diesem Bereich sehr schnell große Tiefe erreicht. Außerdem gibt es hier bereits einige Großabnehmer, die ihr Interesse signalisiert haben. Es besteht also Hoffnung, unsere CO2-Bilanz auf diesem Weg um z.B. 10% zu verbessern.

Kommentieren (0)

Die Entscheidung im Etztal

Update s.u.: Neun Klagen waren gegen die Gemeinde eingegangen – Anwohner von Etztalstraße und Etztalbreite hatten gegen die  Erhebung der Ersterschließungsbeiträge protestiert.  Am vergangenen Mittwoch gab es eine mündliche Verhandlung.

Protest der Anwohner: “Erschließungsbeitragssatzungskostenberechnungsversuchsstrecke”

Bereits 2009 wurde der erste Bauabschnitt im Osten begonnen, zehn Jahre später der zweite im Westen einschießlich Etztalbreite. Wird eine Straße erstmalig hergestellt, müssen die Anwohner 90 % der Kosten übernehmen, anteilig nach Grundstücksgröße. Die Gemeinde Berg war der Ansicht, die beiden Straßen seien nie fertig ausgebaut gewesen, und dokumentierte dies, die Anwohner konterten mit alten Karten und argumentierten, es handle sich lediglich um eine Sanierung, die die Anwohner kostenmäßig deutlich weniger belasten würde. Das Gericht sollte in der Sache entscheiden. Bei der erstmaligen Herstellung geht es z.B. um Themen wie  Kanalisation von Niederschlagswasser und  frostsicherer Unterbau. Der Herstellung der Etztalstraße mit 23 Anliegern kostete über 370T EUR, die Herstellung der Etztalbreite mit 13 Anliegern knapp 300T EUR.

Für den Vorsitzenden Richter war die Sachlage klar. Die Straße sei eindeutig nicht fertig ausgebaut gewesen. Er riet infolgedessen den Anwohnern, ihre Klagen bis zum Abschluss der mündlichen Verhandlung zurückzuziehen (mit der Aussicht auf eine 2/3-Reduzierung der Gerichtskosten). Im Bayerischen Verwaltungsgerichtshof, der nächsten Instanz, werde man die Sachlage genauso beurteilen.

Ein langer, erbitterter Streit ging damit zu Ende. Das orange Banner, das über Jahre die Etztalstraße zierte, war am übernächsten Tag verschwunden.

Jetzt nur noch Honig

Update: Ganz zu Ende ist der Steit nun doch nicht – der Presse ist heute zu entnehmen, dass lediglich drei Anwohner ihre Klage zurückziehen wollen, die anderen wollen das Urteil abwarten und womöglich in die nächste Instanz gehen. Das Urteil wird in zwei bis drei Monaten erwartet.

Kommentieren (0)

30.5.: “Mainacht” – Lieder von Johannes Brahms

30.5.: "Mainacht" - Lieder von Johannes Brahms
Die Erinnerung an den Jahrhundertsänger Dietrich Fischer-Dieskau, eingetragen im Goldenen Buch der Gemeinde Berg, gehört mittlerweile zum festen Bestandteil des jährlichen Kulturprogramms. Interpreten und Werke, zu denen er einen besonderen Bezug hatte, sollen dabei im Mittelpunkt stehen.   Auch dieses Jahr ist wieder eine ausgewiesene Meisterschülerin zu Gast: Sarah van weiterlesen...

Kommentieren (0)

Die kleine Tafel

Die kleine Tafel
Nach dem Antrag der SPD-Fraktion im Gemeinderat vor etwa einem Jahr wurde er nun realisiert: Seit einer Woche steht der Bürgerkühlschrank im Wohnzentrum Etztal. Heute präsentierte ihn die SPD-Gemeinderätin Sissi Fuchsenberger der Öffentlichkeit. Gruppenbild mit Kühlschrank: Maria Brunnhuber (SPD), Sebastiana Henkelmann (Klimaschutzmanagerin der Gemeinde), Sissi Fuchsenberger (SPG GR), Floriane Kaufmann weiterlesen...

Kommentieren (0)

Neue Standarte für die Aufkirchner Böllerschützen

Neue Standarte für die Aufkirchner Böllerschützen
Eine der letzten Amtshandlungen von Pfarrer Zott in unserer Gemeinde: die Segnung der neuen Standarte der Böllerschützen Aufkirchen. Die Schützengesellschaft St. Sebastian Aufkirchen schickte einen Bericht. Segnung der neuen Böllerschützen-Standarte durch Pfr. Albert Zott (4.v.l.), im Beisein von Böller-Referent Siegfried Holzapfel (l.), Schützenmeister Manuel Seitz (2.v.l.) und 2. Schützenmeister Manfred Nöbauer weiterlesen...

Kommentieren (0)