Fortgesetzter Höhenflug

Der Erfolg des Berger Kulturvereins unter dem derzeitigen Leitungstrio von Nild Schad, Ludwig Steindl und Elke Link (noch 10 Tage 3. Bürgermeisterin von Berg) hat am Sonntagabend parallel zur Meisterfeier des FC Bayern einen neuen Höhepunkt erreicht. Der international bekannte Pianist (u.a. als Duopartner des Opernstars Christian Gerhaher) Gerold Huber gab im ausverkauften Ritttersaal in Kempfenhausen ein ebenso virtuoses wie umjubeltes Solo-Konzert.

Gerold Huber am Flügel in Kempfenhausen

Noch kurz vor Beginn hatte Gerold Huber, der fast das ganze, beinahe zweistündige Konzert auswendig spielte, das Programm geändert: Wie er vor dem Konzert erläuterte, werde er im ersten Teil jeweils abwechselnd Stücke des Impressionisten Debussy und des Klassikers Haydn spielen, die nichts verbinde … außer ihr musikalischer Humor. Um den Kontrast spürbar zu machen, bat er, zwischen den Stücken auf Applaus zu verzichten, was einen Par-Force-Ritt sondergleichen bedeutete. Hart stießen drei Haydnschen Klaviersonaten in ihrer kantablen Harmonik auf vier ein Jahrhundert jüngere und versponnene Debussy-Préludes. Nach dem Konzert gestand Gerold Huber, dass er manchmal selbst gar nicht wusste, mit welchem Ton das folgende Stück beginnen werde, so unterschiedlich seien sie zu spielen.

Vor dem Konzert erläuterte Gerold Huber den geradezu experimentellen Aufbau des Konzertes

Nach der Pause ging es entsprechend anspruchsvoll weiter: Zunächst spielte Gerold Huber “5 Variationen über ein Thema von Franz Schubert” des zeitgenössischen Komponisten und inzwischen 90-jährigen Neutöners Helmut Lachenmann, der schon deshalb bei Interpreten nicht sonderlich beliebt sei, weil er “fast unmöglich zu spielen sei”.

Handschriftliche Notizen des Interpreten in den Noten von Helmut Lachenmann

Zum Abschluss spielte Gerold Huber (wieder auswendig) dann die über 45-minütige letzte, posthum erschienenene Klaviersonate B-Dur von Franz Schubert (“Die Krone von Schuberts Klavierschaffen”). Ein wilder Ritt … vom ausufernden dreistimmigen Kopfsatz über einen zweiten, langsamen Satz, in dem Huber das ostinate Bass-Thema klar dominieren ließ, ein Scherzo und ein abschließendes, über 500-taktiges Rondo mit einem “eigenartig penetranten Tanzthema” (so die Sekundärliteratur), das Huber zu einem atemberaubend virtuosen Finale führte, das sogar ihn selbst etwas atemlos vor pianistischer Anstrengung werden ließ. Pure Kraft! Allergrößter Jubel!

Das Publikum feiert Gerold Huber

Der Kulturverein hat Gerold Huber gleich für den nächsten Auftritt im Herbst gebucht (diesmal als Begleiter). Es kam spontan zu weiteren Eintritten in den Verein, der inzwischen – nach den Sportvereinen – zu einem der größten Vereine der Gemeinde angewachsen ist.

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Ramadama 2026

Alle Berger Gemeindeteile waren am Samstag aufgerufen, sich beim Ramadama zu beteiligen und unsere Gemeinde von Müll zu befreien – danke allen Beteiligten fürs Mitmachen! Hier ein paar Eindrücke aus den Ortsteilen:

Die Allmannshauser mit ihrer “Beute” schickten uns als erste ihr Gruppenfoto – danke!

 

Aus Farchach wurden zuvor noch  Flaschenfunde rund um den Maibaum vermeldet

 

Aber es gab noch viel mehr einzusammeln …

 

… und es durfte Feuerwehrauto gefahren werden!

In Kempfenhausen wurde ebenfalls losgezogen:

 

Auch die Kempfenhauser waren fleißig

Kleine Stärkung zwischendrin

In Höhenrain sah es so aus:

Ramadama in Höhenrain (Foto: Sabrina Albrecht)

 

Und so in Berg:

 

Ramadama bei der FFW Berg – mit Bürgermeister (Foto: Philipp Mehlich)

Auf dem Parkplatz in Biberkor: Bald-Gemeinderat Christian Kalinke (QUH) mit Helena Benker, die für die BG antrat

 

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Neues Einsatzfahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Allmannshausen

Die FFW Allmannshausen darf sich über ein neues HLF 10 freuen – ein sogenanntes “Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug”. Am vergangenen Freitag wurde es in Empfang genommen, und der 2. Vereinsvorsitzende Sebastian Holzbauer schickte uns einen Bericht darüber. Danke!

Das neue HLF 10

Nach einer intensiven Planungs- und Beschaffungsphase dürfen wir uns nun über unser neues Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 10) freuen. Grundlage für die Beschaffung war das bereits 2019 von den Kommandanten erarbeitete Fahrzeugkonzept für die Gemeinde Berg. Der Beschluss zur Anschaffung eines HLF 10 als Ersatz für unser LF 8/6 wurde im Rahmen dieser Konzeption gefasst. Der offizielle Planungsstart erfolgte mit der Gründung des Fahrzeugbeschaffungskreises am 07.03.2022. Nach der Ausschreibungsveröffentlichung am 15.01.2024 konnte das Fahrzeug schließlich am 10.04.2026 ausgeliefert werden. Mit großer Begeisterung und auch ein wenig Stolz konnten wir unser neues Fahrzeug am vergangenen Freitag feierlich in Empfang nehmen. Es ist darauf ausgelegt, uns für die nächsten rund 25 Jahre zuverlässig im Einsatz zu begleiten.

Unser bisheriges LF 8/6 auf MAN Allrad-Fahrgestell hat uns seit 1997 treue Dienste geleistet und war über viele Jahre ein verlässlicher Begleiter bei unzähligen Einsätzen. Umso deutlicher spürt man nun den enormen technischen Fortschritt, den unser neues Fahrzeug mit sich bringt.

Das neue HLF 10 ist auf dem neuesten Stand der Technik und bietet uns deutlich verbesserte Möglichkeiten für Einsätze aller Art. Dank Allradantrieb und Automatikgetriebe ist das Einsatzfahrzeug bestens für unsere Einsatzbedingungen geeignet. Zu den wichtigsten Neuerungen zählen unter anderem ein 1600-Liter-Wassertank sowie die vollständige Umstellung unserer hydraulischen Rettungsgeräte auf moderne Akkutechnik. Insgesamt wurden neun akkubetriebene Geräte verladen. Zudem wurden viele neue Ausrüstungsgegenstände ergänzt, wie eine neue Wärmebildkamera und ein Mehrgasmessgerät, während bewährte Geräte aus dem alten Fahrzeug weiterhin genutzt werden. So konnten beispielsweise auch unsere Schleifkorbtrage sowie das bewährte Aggregat in die Beladung des neuen Fahrzeugs integriert werden.

Ein besonderes Augenmerk wurde auch auf die Sicherheit und Einsatzhygiene gelegt. So verfügt das Fahrzeug über ein Hygiene-Board mit fließendem Wasser und Desinfektionsmöglichkeiten, wodurch sich unsere Einsatzkräfte bereits an der Einsatzstelle reinigen können. Dies hilft, Schadstoffe nicht weiter zu verschleppen und erhöht den Schutz unserer Mannschaft deutlich. Zudem rüsten sich nun vier Atemschutzgeräteträger bereits vollständig in der Kabine aus. Ergänzt wird das Fahrzeug durch umlaufendes Arbeitslicht, einen elektropneumatischen Lichtmast sowie zusätzliche Transportmöglichkeiten durch Wechselcontainer, beispielsweise für Eisrettung, Hochwasserlagen, Waldbrand oder gebrauchte Schläuche.

Der Empfang in Allmannshausen

Die Planungs- und Beschaffungsphase wurde von vielen engagierten Mitgliedern begleitet und umfasste unzählige Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit des Beschaffungsteams. Ein besonderer Dank gilt allen, die an der Umsetzung dieses Projekts beteiligt waren, insbesondere:

  • unseren Kameraden: Robby Behrends, Richard Fischer, Moritz Gämmerler, Stefan Schwarz, Florian Steinsberger, Hans Georg Urban und Martin Doering
  • Philipp Gämmerler für die umfangreiche Dokumentation, Abstimmungen und Unterstützung bei den Abnahmen
  • der Gemeinde für die Unterstützung und die Bereitstellung der finanziellen Mittel für dieses wichtige Projekt (Gesamtkosten rund 535.000 €, abzüglich eines Zuschusses von rund 124.000 € durch die Regierung von Oberbayern)
  • dem Planungsbüro von Konrad Bischel für die Unterstützung bei der Ausschreibung
  • der Firma Lentner für die Umsetzung und den Aufbau des Fahrzeugs
  • allen weiteren Unterstützern, die zum Gelingen beigetragen haben

Abgeholt wurde das Fahrzeug bei der Firma Lentner in Hohenlinden. Die Überführung war für uns ein besonderes Ereignis: Zehn Kameraden machten sich auf den Weg. Die Ehre, das neue Fahrzeug nach Allmannshausen zu fahren, wurde unserem Gerätewart und Maschinisten Martin Doering zuteil.

Die feierliche Begrüßung im Ort war ein voller Erfolg. Zahlreiche Mitglieder unserer Feuerwehr sowie viele Bürgerinnen und Bürger waren anwesend, um das neue Fahrzeug willkommen zu heißen. Bei guter Stimmung, Grillfeuer und dem Anzapfen eines Fasses Bier wurde dieser besondere Moment gebührend gefeiert.

Das Interesse und die Begeisterung waren groß – nicht nur bei den aktiven Mitgliedern, sondern auch bei unserer Feuerwehrjugend, die das neue Fahrzeug mit leuchtenden Augen bestaunte.

Wir freuen uns sehr über diese wichtige Investition in unsere Einsatzfähigkeit und sind stolz, nun mit einem modernen und leistungsstarken Fahrzeug für die Sicherheit unserer Gemeinde sorgen zu können.

 

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Die letzte Sitzung des “alten” Gemeinderates

Die letzte Sitzung des "alten" Gemeinderates
Schuldig sind wir Ihnen noch den Bericht von der letzten Gemeinderatssitzung jenseits dessen, wer geht und wer bleibt (den Bericht fanden Sie schon in der Nacht hier: https://quh-berg.de/nach-der-letzten-sitzung-des-alten-gemeinderates/) Der Ratssaal nach einer Handvoll einstimmiger Beschlüsse in Bausachen GR Ammer (QUH) fragte nach seinem Lieblingsthema: der Nachnutzung des neuen (natürlich des weiterlesen...

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