Coronagewinner Skateranlage

Letzten Sommer, als der erste Lockdown geschafft war und die Menschen wieder Spielplätze und Sportanlagen nutzen konnten, zeigte sich, wer im Sport der klare Coronagewinner war: die Skateranlage. Plötzlich wurden wieder Jugendliche gesichtet, die ihre Boards durch die Gegend trugen und auf dem Platz die Ramps, Rails und die Halfpipe nutzen. Auch jüngere Kinder mit Rollern entdeckten die Anlage für sich. Rund zehn Jahre nach der Errichtung der Anlage zeigen sich mittlerweile aber Abnutzungsspuren. 

Konzentriert bei der Sache: Ortstermin mit Maske

Morsches Holz, herausstehende Nägel, kaputte Platten – was tun? Die Skater baten um Hilfe. Dritte Bürgermeisterin Elke Link, die bereits an der Organisation der gemeindlichen Skate-Contests (2011-13) beteiligt war, berief kurzerhand eine Ortsbesichtigung ein. Der Jugendbeauftragte Jonas Goercke und Kämmerer Florian Bendele, die erfahrenen Skater Maxi Mühle und Lukas Liebtrau sowie mehrere Vertreter der jetzigen Skater-Szene kamen coronagerecht zusammen, um die Anlage in Augenschein zu nehmen. Auch Jörn Kachelrieß, der bei den Contests und der Einrichtung des Platzes maßgeblich mitgewirkt hatte, kam noch dazu.

Schnell war alles gezeigt und ein Plan gemacht: Die Schäden sollen nach Meinung aller baldmöglichst repariert bzw. Geräte ersetzt oder ergänzt, die Mittel dafür gefunden werden. Doch erst einmal sind nun die Jugendlichen gefragt. Es wurde vereinbart, dass sie eine Liste der schadhaften Ramps und Rails erstellen und zusätzlich eine Wunschliste für Ergänzungen. Alle waren engagiert bei der Sache und auch bereit, selbst mitzuhelfen.

Wir halten euch auf dem Laufenden!

 

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Barack Obama und Berg

Heute, Sonntag Abend sendet die ARD ein Interview mit dem früheren amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Allerdings nicht in einer politischen Sendung, sondern in der Literatursendung “druckfrisch”, die seit Jahren vom Berger QUH-Gemeinderat Andreas Ammer gestaltet wird. Unter seiner Regie hat der ARD-Literaturkritiker Denis Scheck mit Obama ein Gespräch geführt, in dem es viel um Kunst und Literatur und nur wenig um Politik geht, was dem Ex-Präsidenten offensichtlich ziemlich Spaß gemacht hat.

Denis Scheck spricht mit Barack Obama … in der Kölner Lanxess-Arena

Ursprünglich war das “druckfrisch”-Team nach Washington eingeladen gewesen, um ein Interview anläßlich von Obamas Autobiographe “Ein verheißenes Land” zu führen. Doch der von Joe Biden verhängte Einreisestop machte dieses Unterfangen unmöglich. Daraufhin inszenierte Andreas Ammer ein recht ungewöhnliches Ambiente für das Zoom-Interview: Der Moderator Denis Scheck saß allein an einem Schreibtisch auf der Eisfläche der Kölner Arena, die eigentlich 18000 Menschen faßt und sprach mit dem Präsidenten über die riesige Video-Leinwand, die bis auf die Eisfläche heruntergelassen wurde.

“druckfrisch”-ARD-Regisseur Andreas Ammer inszeniert Barack Obama

Der ehemals mächtigste Mann der Welt – und bis heute einer der charmantesten – spricht in der Sendung fast ausschließlich über Literatur, über Bücher, die er mag, über den Nutzen der Kultur für die Weltpolitik und über Lieblingsschriftsteller oder Bob Dylan. Es geht darum, wie man Kinder zum Lesen bringt und was Amerika bei der Aufarbeitung seiner Sklaverei-Vergangenheit von Deutschland mit seiner Nazi-Vergangenheit lernen kann. Kurzum: So wie in der “Druckfrisch”-Ausgabe des Bayerischen Rundfunks hat man Barack Obama in Europa noch nie vernommen – und nur wenige Politikerinnen und Politiker so kundig und enthusiastisch über Kunst reden hören.

Es war nicht der erste Kontakt der Obamas mit Berg. Die Ehefrau von Andreas Ammer, Bergs dritte Bürgermeisterin Elke Link (QUH) hatte schon an den Übersetzungen der Autobiographien von Michelle Obama und dessen Präsidentengatten mitgearbeitet.

Obama-Übersetzerin und 3. Bürgermeisterin Elke Link

Wer nicht so lange warten will (oder das Interview erst morgen ansehen will): Es ist jetzt schon in der ARD-Mediathek abrufbar:

https://www.ardmediathek.de/ard/video/druckfrisch/sendung-vom-28-februar-2021-mit-barack-obama/das-erste/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL2RydWNrZnJpc2NoL2NhMjI3MzhmLWFlM2UtNDJlMS1iMWYzLTIwZGNhNmRiYzA0Ng/

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Dosen und Bananen

Ausnahmsweise müssen wir hier einmal über die Berger Dorfgrenzen hinausschauen. Gestern hatten wir bei der QUH eine berufliche Zoom-Konferenz mit Amerika, wo uns transatlantische Kollegen im besten Alter froh verkündeten, dass sie gerade geimpft worden seien. … Staunen in Berg. … Jede deer vieltausend Pflegekräfte würde in riesigen Impfzentren, die teilweise in Stadien untergebracht seien, in einer Stunde 40 Patienten impfen. Über 47 Millionen Amerikaner gaben bereits die erste Spritze bekommen Mal. Täglich (!) kommen 1,5 Millionen dazu. Und hier? – In Bayern hat man solche Zahlen in 2 Monaten insgesamt nicht erreicht.

Im Landkreis Starnberg leben 11.000 Menschen, die über 80 sind und die die Impfungen als erste bekommen werden. – Selbst dieses Minimalste aller Ziele liegt allerdings in weiter Ferne. Nur 2594 davon haben bis gestern eine erste Impfung erhalten. Geht es in diesem Tempo weiter, sind   bis Ende August alle Ü80-jährigen geimpft. Insgesamt wurden im Landkreis 6093 Menschen geimpft. Das Landratsamt verkündet hingegen vollmundig, das in den Altenheime des Landkreises “bis auf wenige Ausnahmen, mittlerweile alle impfwilligen Bewohner die Erst- und Zweitimpfung erhalten” hätten. Aber schon eine Einrichtung wie das Berger “Wohnzentrrum Etztal”, gilt offenbar nicht als “Senioreneinrichtung”, die mit “höchster Priorität” geimpft werden.

Nach unseren Informationen gab es im “Wohnzentrum Etztal” keine flächendeckende Impfung

Gehen die Impfungen in dieser Geschwindigkeit weiter, sind ungefähr in 3 3/4 Jahren, also im November 2024 (!) alle Bürger des Landkreises geegen Corona geimpft. … Aber nur wenn alles so reibungslos funktioniert wie bisher. Zum Vergleich: In den USA will man im Juni soweit sein.

Die Begründung dafür klingt – verglichen mit anderen Ländern, in man es offenbar schafft, sich mit Impfdosen zu versorgen – so wie es mit der Bananenproduktion im Sozialismus war: allgemeiner Mangel (anders als in USA, England oder Israel).

Das Landratsamt schiebt dem Mangel an zugeteilten Dosen auf die Landesregierung, diese verweist auf den Bund, der auf komische Verträge oder Europa und dort ist man sich unter deutscher Führung keiner Schuld bewußt. – “Jede Woche erhalten die Landkreise von der Regierung von Oberbayern im Auftrag des Gesundheitsministeriums die Zuweisung der Impfdosen“, heißt es aus dem Landratsamt. Das klingt wie früher nach schlimmster sozialistischer Planwirtschaft samt “Zuteilung”, Dauermangel und vagen Vertröstungen aus denen mit jedem Wort absolute Ahnungslosigkeit spricht: –“Es deutet sich allerdings an, dass sich die für uns alle nicht zufriedenstellende Situation in den nächsten Wochen (wir hoffen bis Mitte März/Anfang April) entspannen wird.” – Nur Bananen haben wir inzwischen genug in der BRD: der Bananenrepublik Deutschland.

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Baumschutz oder “Forstwirtschaft”

Baumschutz oder "Forstwirtschaft"
Noch 10 Tage dürfen Bäume gefällt werden. Ab 1. März schützt dann das Bundesnaturschutzgesetz nistende Vögel. Das treibt manchen Grundstücksbesitzer im Februar zu drastischen Maßnahmen. Nachdem im letzten Monat ein Grundstück in Leoni von Bäumen befreit wurde, was neben einigen Bürgern auch den Gemeinderat beschäftigte https://quh-berg.de/kahlschlag-am-ufer/,  sind jetzt auch auf dem weiterlesen...

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