Kein Fest, kein Dorf

Langsam sind die Verluste an gemeinschaftlichen Unternehmungen, an Konzerten, Festen und sozialen Treffen so zahlreich, dass wir beginnen zu vergessen, wie wir früher gelebt haben. Zum Beispiel heute: es ist ein leicht verregneter Sonntag Ende Juli … was wäre da heute gewesen? – Richtig! Das Berger Dorffest der Berger Burschen und Madeln unterm Maibaum.

Niemand hat das Dorf geschmückt

Das Cafe Frühtau, das heute wieder selbstgebackenen Kuchen dazu spendiert hätte, gibt es eh schon nicht mehr. Der Maibaum, unter dem das Fest stattgefunden hätte gab es in diesem Jahr nicht. Den Biergarten, in den man stattdessen gehen könnte gibt es nicht mehr lange. Die ersten Handwerksbetriebe, aus denen die Burschen und Madeln kommen, machen auch schon zu (und verkaufen ihre Werkstatt als Immobilie). Die Landwirte schaffen ihre Kühe ab. Wir gehen – im vielleicht schönsten Dorf der Republik –  harten Zeiten entgegen. … Oder dem Verschwinden als betonierte Vorstadt.

Niemand wird heute mit seinen Freunden und Nachbarn auf der Straße sitzen 

Wir hoffen mit der Burschenschaft Berg auf das nächste Jahr, auf dass dann das 35. Berger Dorffest stattfinden kann. Bis dahin bleibt nur der Blick in die Archive der QUH: Beispielsweise: https://quh-berg.de/das-dorffest-jubilaeum-6412579/ oder: https://quh-berg.de/dorffest-die-zweite-5819844/ .

Die Berger Burschen haben – um den Phantomschmerz noch ein wenig zu vergrößern – ein nettes Video vom letzten Dorffest online gestellt: https://www.facebook.com/208512229182512/videos/310525883427541/

Wir fragen uns: sind wir noch ein Dorf, wenn wir keine Feste mehr haben?