Herrgottsbeton


Nagelfluh-Wand im Berger Schlosspark (Foto: Maja von Rosenbladt)

Die Ortsgruppe Berg des Bundes Naturschutz lädt herzlich ein zur geologischen Exkursion zu den Nagelfluh-Wänden am 27.09.2014, also morgen, um 14.00 Uhr.

Im Rahmen dieser Exkursion informiert Prof. Dr. Hermann Jerz über Ursprung, Geologie, Vorkommen und Nutzung des Konglomerats mit dem schönen Namen »Nagelfluh« (das scherzhaft auch »Herrgottsbeton« genannt wird, weil es an schlecht sortierten Waschbeton erinnert). Nagelfluh ist in Berg oft der Hinderungsgrund für den Bau von Tiefgaragen.

Gegenstand der Betrachtung ist eine eindrucksvolle Wand aus Nagelfluh im Schlosspark Berg. Treffpunkt ist am südlichen Ende des Parkwegs in Leoni. Die Exkursion findet bei jedem Wetter statt.


Nagelfluh (Foto: Maja von Rosenbladt)

Nagelfluh ist ein Konglomerat aus grobkörnigem Geröll und Kiesen, das aus unterschiedlichen Gesteinsarten besteht und im Alpenvorland vor allem während der Würmeiszeit durch kalkreiches Wasser zusammengekittet wurde. Nagelfluh wurde vom 10. Jahrhundert bis etwa in die Mitte des 20. Jahrhunderts als widerstandsfähiger Baustoff abgebaut und bildet beispielsweise das Fundament der Frauenkirche in München.

Wegen der hohen Transportenergie, die für die Ablagerung der ursprünglichen Gerölle notwendig war, sind solche Konglomerate seltener als andere Gesteinsarten.