“Erhebliche Bedenken” gegen Windkraftanlagen – QUH-Antrag auf Nutzung der Wasserkraftanlagen

In der heutigen Gemeinderatssitzung wird sich der Gemeinderat – lt. Tagesordnung – mit den teilweise “erheblichen Bedenken” befassen, die gegen die “Änderung des Flächennutzungsplanes zwecks Stadtortfestlegung für Windkraftanlagen” – sprich gegen das Berger Projekt von Windrädern in den Wadlhauser Gräben – vorgebracht wurden.


Das geplante Gebiet für 3-4 Windkraftanlagen in Berg

– So schrieb etwa das Bayrische Landesamt für Denkmalpflege, daß “empfindlich die hochrangige Kulturlandschaft am Starnberger See” zerstört werde.

– In Schäftlarn ist man der Meinung, daß “der vorgesehene Abstand von nur 1000m zur nächstliegenden Bebauung im Ortsteil Neufahrn zu gering” sei und fordert den Abstand auf mindestens 1500m zu erweitern. Die Untere Naturschutzbehörde ist u.A. der Ansicht, daß die maximale Höhe und Anzahl der Windräder festgeschrieben werden sollte.

– Die Autobahndirektion verlangt als unabdingbare Voraussetzung die “Verhinderung eines Eiswurfrisikos“.

Die QUH hat den Ort bereits im Mai besichtigt. Hier der Bericht: /?p=2647/

Außerdem im Rat: folgender QUH-Antrag auf eine gutachterliche Prüfung ob nicht die alten Berger Mühlenanlagen zur Nutzung der Wasserenergie geeignet wären: “Die QUH, vertreten durch ihre vier Vertreter im Gemeinderat, stellt daher den Antrag, gutachterlich untersuchen zu lassen, ob die ehemaligen Wasserkraftaggregate in Bachhausen (Mühle), Martinsholzen (Mühle), Manthalhammer (Schmiede) und Manthal (Sägewerk) geeignet sind, mit Unterstützung neuester Turbinentechnologie sinnvoll und rentabel zur nachhaltigen Energieversorgung in Berg beizutragen.


QUH-Frage: Kann man mit den alten Mühlen Energie aus Wasserkraft gewinnen?

Kommentieren (1)

  1. Gast
    4. Januar 2018 um 17:47

    Gratulation. Es gibt in Bayern ca. 3-5 Tausend weitere mögliche Kleinstwasserkraftwerke, die wirklich CO2 reduzieren könnten. Allerdings sind die Genehmigungsschwellen hoch und wenn eine Mühle 3 Jahre nicht genutzt wird, erlischt automatisch die Genehmigung.
    Bei Wasserkraft muss nicht wie bei Wind- und Photovoltaik eingegriffen werden und die Netze teuer stabilisiert werden. Hier bekomme ich auch kein Geld, wenn ich das Wasserrad anhalten muss,….
    2017 wurden über 1 Milliarde für die Stabilisierung der Netze aufgewendet, die wir alle über die Netzentgelte bezahlen. Zusätzlich zu den EEG Milliarden. Vielen Dank dafür ans LobbyGesetz.
    Aber das ist ja nichts Neues. Jetzt lief gerade ein Beitrag im Fernsehen, bei dem zukünftig mindestens 4 Milliarden dafür einzurechnen sind.
    Hipp Hipp Hurra.
    Komisch nur, dass wir nicht weniger Co2 ausstossen,….

    Es ist wie bei Trump. Mit Vernunft ist das nicht zu erklären.
    Aber es ist Realität und wir müssen damit leben.

Kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *