Die Zukunft der Windenergie

Nachdem es letzte Woche zu einigen komischen Presseberichten gekommen war (Tenor: Alle Windkraftanlagen außer der in Berg werden von den SWM gestoppt), nachdem gestern die QUH und heute die Presse den Vorgang etwas präzisiert hatten, haben heute die SWM eine neue, präzisere Pressemeldung herausgegeben. Darin heißt es:

Die SWM sehen aufgrund der Äußerungen der Minister in Deutschland derzeit keine ausreichende Rechtssicherheit für Erneuerbare-Energien-Projekte, die kurzfristig Investiti- onsentscheidungen erfordern. Daher werden alle Projekte, die unmittelbar vor einer Investitionsentscheidung stehen, auf Eis gelegt, bis sich die Rahmenbedingungen klären.

Allerdings jetzt mit der – gestern schon hier gemeldeten Einschränkung: “Projekte, für die mittelfristig noch keine Investitionsentscheidung ansteht, werden bis zur Investitionsreife fortgeführt. Eine Investitionsentscheidung kann jedoch erst dann getroffen werden, wenn Rechtssicherheit über die zukünftige Gestaltung des Erneuerbaren Energien Gesetzes herrscht. Dies wird mit den jeweiligen Partnern im Detail erörtert werden.

Konkret heißt das: In Berg und anderswo wird ganz normal weitergeplant. Bevor die Stadtwerke München mit ihrer Aufsehen erregenden Meldungen an die Öffentlichkeit gingen, hatten sie ihre Partner, darunter auch den Berger Bürgermeister, offenbar per mail davon in Kenntnis gesetzt, dass diese Entscheidung sie nicht betreffe. Dies hat der Berger BM, der bekanntermaßen engen Kontakt zur Presse pflegt, offensichtlich in Richtung einer Sonderstellung Bergs ausgelegt. Inzwischen sieht es eher so aus, als ob überhaupt kein konkretes Projekt bekannt wäre, das “auf Eis” gelegt worden ist.

Kommentieren (3)

  1. aviator
    27. Februar 2013 um 13:28

    Realität vs. Ökostromlobby Die kopflosen und widersprüchlichen Aussagen der Stadtwerke machen deutlich, daß für die Abkassierer der Ökostromlobby jetzt harte Zeiten anbrechen. Seit die Erträge der Windkraftanlagen in unserer Gegend im Internet zugänglich sind, ist zudem eindeutig erwiesen, daß es eine “Zukunft der Windenergie” bei uns nicht geben wird. Das “Windgutachten” für die Gemeinde Berg verspricht nichts anderes als ein meteorologisches Wunder. Über die Eintrittswahrscheinlichkeit von Wundern kann sich jeder seine eigenen Gedanken machen.

    Energie kann man nicht “erneuern”, und “wenden” kann man sie auch nicht. Man kann sie nur unter z.T. großen Verlusten umwandeln. Auf der Website von Greenpeace oder aus der Prantl-Prawda (SZ) erfährt man die entsprechenden Fakten natürlich nicht. Wer sich mal von kompetenter Seite ausführlich über die “Energiewende” informieren möchte, kann dies aber beispielsweise hier tun:

    http://www.science-skeptical.de/blog/die-energiewende-ist-bereits-gescheitert/007693

    Die Gefahr, daß wesentlich höhere Windmühlen als 200m errichtet werden, besteht übrigens nicht: Die Lasten, denen ein solches Bauwerk ausgesetzt ist, steigen weit überproportional mit dessen Höhe. Für den Ertrag gilt aber das Umgekehrte. Eine 300m-WKA wäre völlig unbezahlbar.

    • quh
      27. Februar 2013 um 17:42

      Gekürzter Kommentar Einen Kommentar eines anonymen QUH-Gastes mussten wir leider um eine persönliche Beleidigung kürzen. Die Stellungnahme zu obigem Kommentar des Aviators lautete ansonsten:

      MEIN LIEBER SCHWAN …
      …. bisher waren Sie immer einigermaßen besonnen und haben auf Fakten hingewiesen – danke dafür. Aber jetzt laufen Sie zu Höchstform auf und reden sich um Kopf und Kragen. Was soll denn diese Öko-Sozi-Prawda Hetze?

    • aviator
      1. März 2013 um 13:20

      Warum so humorlos 😉 Um Kopf und Kragen hat sich wohl eher der Herr Prantl geredet, denn der “Prawda”-Gag ist ja nicht von mir, sondern eine bekannte Feuilleton-Reaktion auf dessen “SZ-Voßkuhle-Homestory”, die es in Wahrheit gar nicht gegeben hatte.

      Und was die Ökostrom-Lobby betrifft: An deren Existenz kann kein Zweifel bestehen, denn die hat es geschafft, 1000 Milliarden Euro für ihre Klientel lockerzumachen (Aussage Umweltminister Altmaier). Dagegen sind ALLE anderen Lobbyisten nun wirklich Waisenknaben ….