Die letzte Sitzung des Gemeinderates vor der Sommerpause

Die letzte Sitzung des Gemeinderats vor der Sommerpause begann mit einem Thema, das nicht auf der Tagesordnung stand: Der Bürgermeister nahm öffentlich Stellung zur “Causa” Gasthof Die Post, die durch Andi Gröbers “offenen Brief” (wir berichteten hier https://quh-berg.de/der-postwirt-schreibt-seinen-gaesten-und-droht-das-gebaeude-abzureissen/ ) etwas eskaliert war. BGM Steigenberger fasste zusammen: Es habe seit 2020 – auf Gröbers Wunsch – über 10 nicht-öffentliche Gespräche gegeben. Er sei auch heute eingeladen gewesen, sei aber in einem “Kurzurlaub”. In Zukunft würden solche Veranstaltungen nur noch öffentlich stattfinden, damit die Bürger sich eine Meinung bilden können. O-Ton Steigenberger: “Wir haben ihm immer mitgeteilt, dass die Nutzung des Gasthofes wichtig ist.” Allerdings habe man Wohnbebauung immer als Gefahr für Biergarten und Saal gesehen. Der Gemeinderat habe keinerlei Zahlen bekommen, auf Grund derer man eine Entscheidung hätte fällen können. Die Gemeinde müsse allerdings eine Gleichbehandlung aller Gewerbetreibenden anstreben. “Wir können nur ermöglichen, was wir für jeden machen würden.”

Der Gasthof zur Post wie er seit langer, langer Zeit ausseht und  nach der Drohung des Inhabers vielleicht nicht mehr lange 

GRin Verena Machnik (Grüne) ergänzte, das Schreiben klinge sehr nach einem “Erpressen” des Gemeinderates. Später fragte sie noch, ob sich die derzeit intensive Parküberwaschung lohne? Da lagen dem Bürgermeister noch keine aktuellen Zahllen vor, allerdings habe man in der Vergangenheit stets 80 – 100.000 € Überschuss gehabt.

Dann lobte der Bürgermeister die Veranstaltung im BERG WERK zu Oskar Maria Graf. Sie sei ein “echtes Highlight” gewesen. Ein Dank ging an den Kulturreferenten und den Kulturverein.

GR Ammer (QUH) fragte nach dem Fortgang der Arbeiten in der neuen “Taverna Blu” in Farchach. Da habe der Pächter Pläne vorgelegt. Ein Baubeginn sei daraufhin erfolgt. Man hoffe auf eine Eröffnung im Oktober.

Dann die Bausachen: 3 Häuser in der Wallbergstraße, 2 davon im Außenbereich, wurden mit 4 Gegenstimmen (FDP & 3 von CSU) abgtelehnt An einer anderen Stelle wurde eine Befreiung von einer strikten Dachneigungsvorschrift angefragt. Mit 1 Gegenstimme aus der QUH abgelehnt). Und der ehemalige Keller Verlag in Kempfenhausen darf auf seinem Gelände Woihnraum schaffen. Einstimmig genehmigt.

Nichts ist ewig: Ehemaliger “Gasthof zur Post” in Allmannshausen

Weiter ging es mit der kostspieligen Sanierung des Damms am Schwarzweiher, dessen Wasser beim Bau nicht abgelassen werden darf, der aber dringend saniert werden muss, da er – bei Dammbruch oder Überlauf – den Berger Trinkwasserbrunnen bedrohen würde Hier wurde ein vorzeitiger Baubeginn beantragt, die Antragstellung zur Förderung des Vorhabens mit bis zu 75% sei  trotzdem möglich.

Einst Idylle, jetzt Krisengebiet: der Schwarzweiher

Dann folgte ein stets heißes Eisen: die Umbenennung und “Aufstufung” eines Weges zur Ortsstraße. Der MTV hatte beantragt, den Weg neben dem neuen MTV-Gebäude, bisher “Hüterloh”, nach dem Schenker des Grundstückes in “Paul-Huber-Weg” umzubenennen.Die Gemeinde würde “Trägerin der Straßenbaulast”. Eine Umwidmung als Straße würde zudem die Eigentümer der anrainenden Grundstücke entlasten. Wir ersparen Ihnen, die langen Diskussionen wiederzugeben. Das Vorhaben wurde schließlich einstimmig beschlossen Wer letztendlich die Straße bezahlen wird, ist noch offen.

Es schloss sich eine Frage und Information über das ans Rathaus anschließende Grundstück an, das derzeit als Baustelleneinrichtung benutzt wird und nicht gerade eine Zierde der Gemeinde ist. Dieser Lagerplatz muss laut Bürgermeister bis auf Weiteres (offenbar über das Jahresende hinaus) bestehen bleiben, um u.a. die Perma-Baustelle Kapellenweg zu entlasten.

Mit dem Appell, sich doch bitte beim “Energy Sharing”, das im Rahmen von “EnTranC” umgesetzt wird, anmelden, endete die öffentliche Sitzung.

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