Die Wasserwacht Wolfratshausen mit der Wasserrettungsstation Seeburg ist immer wieder bei Tauchunfällen an der Allmannshauser Steilwand gefordert. Die Wand reicht in einigen Bereichen über 70 Meter nach unten, an einer Stelle sogar bis 85 Meter, danach geht sie in einer Halde über bis hinunter bis auf 127,8 m Tiefe. Ab 40 m Tiefe darf der See nur mit mit Spezialgasmischungen erkundet werden. Etwa 4000 Taucherinnen und Taucher kommen jährlich zur Allmannshauser Wand.
An diesem Samstag kam es wieder zu einem Einsatz – gemeinsam mit Helferinnen und Helfern der Wasserwachten Tutzing und Starnberg, der DLRG Starnberg-Pöcking sowie Hubschraubern: Ein 63-jähriger Müncher Taucher war nicht mehr zusammen mit seinen beiden Tauchpartnern aufgetaucht – alle drei erfahrene Taucher.

Am Allmannshauser Ufer
Viertel vor zehn Uhr morgens tauchten die drei ab. Die beiden Kameraden des vermissten Tauchers sahen 30 Minuten später das Licht seiner Taschenlampe absinken, konnten ihn aber nicht mehr erreichen und tauchten wieder auf – sie hofften, er hätte die Lampe nur verloren und sei schon wieder an der Oberfläche. Dem war leider nicht so, die beiden setzten einen Notruf ab.
Etwa 50 Personen waren im Einsatz, samt Booten, Tauchern, Hubschrauber, Sonargeräten und Unterwasserdrohnen – jedoch ergebnislos. Die Sicht im See ist in der Tiefe sehr schlecht, und es ist ganz still, manchmal kann man in Felsspalten Fische beobachten – all das übt einen besonderen Reiz aus, wie Taucher berichten. Um drei Uhr nachmittags wurde die Suche abgebrochen – es war längst klar, dass der Sauerstoff so lange nicht gereicht hätte und es sich nicht mehr um eine Rettungsmaßnahme gehandelt hätte. Womöglich hat der Mann hier seine letzte Ruhestätte gefunden.
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