Aus den Augen des Wahlkampfthemas

Als die Grünen vor Jahresfrist die Bienen auf die Agenda für den Bundestagswahlkampf setzten, wurden sie anfangs noch belächelt. Dann machte die Nachricht vom Bienensterben die Runde und bald spielten sie sogar im Berger Gemeinderat eine Rolle. Der Gemeinderat unterstützt nach Kräften die umtriebige Initiative “Berg summt” https://quh-berg.de/berg-summt-brummt/

Beileibe nicht als Wahlkampfveranstaltung, sondern als echte, parteiferne  Informationsveranstaltung ist ein interessanter Vortrag zu sehen, der am Freitag bei “Müllers auf der Lüften” (20 Uhr) stattfinden wird: Der Präsident des europäischen Berufsimkerverbandes, Walter Haefeker wird über “Artenvielfalt aus der Bienenperspektive” sprechen. Ein Thema, das Angesichts der Raps- und Maisfelder auch bei uns überlebenswichtig ist: “Wie viele Insekten ist auch der Landwirt im derzeitigen Agrarsystem eine bedrohte Spezies“, sagt Walter Haefeker.

Das Menschenleben ohne Bienen wäre unmöglich: Photo: Fernando Martel (CC BY-SA 3.0)

In der Ankündigung zu dem Vortrag heißt es: “Wer die Welt mit den Augen einer Honigbiene sieht, sieht heutzutage nicht viel Gutes. Auch bei uns in Deutschland nicht: Monokulturen aus Mais und Raps, wenig Blühendes, das Nahrungsangebot an Pollen und Nektar wird immer weniger. Insektensterben, Bienensterben, Vogelsterben – die Gesellschaft diskutiert den Wert der Bestäuber jenseits putziger Biene-Maja-Romantik.

Auf beide Blickwinkel will Walter Haefeker in seinem Vortrag eingehen. Beim Erhalt der Artenvielfalt kommt den Insekten insgesamt eine Schlüsselfunktion zu. Für eine optimale Bestäubung ist  eine Vielfalt von Bestäubern notwendig.”

Der Vortrag des Gautinger Umweltzentrums Öko & Fair wird in  Kooperation mit Zivilcourage für einen gentechnikfreien Landkreis Starnberg organisiert. Bemühungen zumindest Berg zur gentechnikfreien Gemeinde zu erklären sind bisher am politischen Unwillen gescheitert.

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