Menu

Charleys Tante regiert!

Wie es zu erwarten war, triumphierte die “Aufkirchner Dorfbühne” am Freitag Abend mit ihrer Premiere des Schwankes “Charleys Tante” im – wieder einmal – völlig gefüllten Saal der Post, dessen Existenz ja weiterhin tragischerweise auf der Kippe steht. Was für eine Katastrophe für die Gemeinde es wäre, wenn er den Abrisswünschen des Inhabers zum Opfer fallen würde, zeigte dieser Abend aufs Neue. Die gute Nachricht: Im Team der Dorfbühne gab es manchen erstaunlichen Zuwachs, der zu einem Triumph in drei Akten führte. Unser rasender Reporter Baby Immerlos (Hans Peter Höck) war mit der Kamera dabei.

Die “Aufkirchner Dorfbühne” tritt ihre Regentschaft an: Sebastian Braun, Melanie Lang, Barbara Braun, Stefan Meisenzahl, Tobias Völkl, Tini Reiter, Anton Lidl, Nonika Norbach

Da Premieren immer auch ein gesellschaftliches Ereignis sind, zuerst der Blick in Publikum …

Der Bürgermeister und die Kandidatin im Gespräch

Elke Link holt sich politische Tips von MdB. a.D. Dr. Peter Gauweiler, dahinter Dorfbühnenvorstand Tobi Völkl

Die hohe Geistlichkeit war vollständig versammelt: Die Pfarrer Habdank und Klein-Heßling

Am Ehrentisch: Dr. Gauweiler mit Gattin, BGM Steigenberger mit Gattin, 3. BRMin Elke Link, Kulturbeauftragter Dr. Ammer

Die Gäste sahen diesmal keinen Bauernschwank, sondern eine zeitgenössische Travestie-Komödie. Zwar beruht das Stück “Charlies Tante” auf den Kinofilmen mit Heinz Rühmann oder dem Remake mit Peter Alexander, allerdings spielt es hier und heute. Der Computerhacker Joe (in vollen Zügen wie immer: Stefan Meisenzahl) und der Putzfimmel-Nerd Charley (der neue Vorstand der “Aufkirchner Volksbühne” Tobias Völkl in einer Rolle, die ihm buchstäblich auf den Leib geschrieben ist) leben von ihren Frauen verlassen in einer WG.

Stefan Meisenzahl & Tobias Völkl als Joe (alias Charleys Tante) und Charley 

Auftritt der neuen Nachbarin Nelly  (Melanie Lang) und ihrer streng gendernden Schwester Doro (Tini Reiter) (“Du klingst, als würde dir das Gender-Sternchen im Hals stecken bleiben“). Als sie hören, dass die “Mode-Ikone” “Charleys Tante” aus New York zu Besuch kommen will, bleiben sie sogar zum Lasagne-Essen. Tante kommt doch nicht, Joe verkleidet sich als diese. Der Blockwart-Hausmeister Pfeifer (grandioses Debut von Toni Lidl!) verliebt sich in sie. Tür auf Tür zu Tür auf – Lacher gesichert.

Voller Körpereinsatz Tobi (Charley), Stefan (Joe) und Melanie Lang als Mode-affine Nelly

Die Überraschung des Abends war zweifellos Toni Lidl, der zum ersten Mal auf der Bühne stand und die Rolle des “Ekels Pfeifer”, der sich in die Travestie-Tante verliebt, ziemlich glaubhaft verkörperte.

Dorfbühenen-Neuling Toni Lidl und Urgestein Stefan Meisenzahl beim alles entscheidenden Selfie

Aber auch das restliche Ensemble, das unter der Regisseurin Barbara Braun (mit einem herrlich boarisch-anglizistischen Auftritt im 3. Akt), Tini Reiter, die sich heftig in den gendernden Charley verliebt, der Wut-tanzenden Monika Norbach (als Joes Ex-Frau Michaela) sowie der stets Tik-Tokende Vegetarier Sebastian Braun lassen es deftig krachen. Der Abend verläuft so fröhlich, dass sogar der Souffleur, Wolfgang Schwenski, lauten Szenenapplaus bekommt.

Nach gut zwei Stunden fallen die Hüllen, das Happy-End naht (Photos Hans Peter Höck)

Für die restlichen neun Vorstellungen an den kommenden Wochenenden sind noch wenige Restkarten in der “Alten Liebe” in Berg erhältlich.

Kommentieren (0)

No comments available

Kommentieren

Your email address will not be published. Required fields are marked *