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  • Andreas von Meyer zu Knonow

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  • Christian Kalinke

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Der 1. Mai – mit Nachwuchsmaibaum

Normalerweise – falls dieses Adverb in der derzeitigen Situation überhaupt noch eine Daseinsberechtigung im aktiven Wortschatz hat – posten wir hier am 1. Mai ab Mittag berauschende Bilder von schwingenden Dirndln, kracherten Lederhosen, glänzenden Blasinstrumenten. Von frisch aufgestellten und bemalten Maibäumen, die in den weiß-blauen Himmel ragen, von Maßkrügen und Bierzelten, von mit Löwenzahn übersäten Wiesen. Von Idyllen. Im letzten Jahr mussten die Maibaumwachen wegen des stacheligen Virus abgebrochen werden, die Bäume in der Gemeinde – Höhenrain und Berg wären an der Reihe gewesen – wurden nie aufgestellt. Damit es nicht ganz so traurig wird, sorgten die Berger Burschen und Madln für Abhilfe und stellten einen Nachwuchsmaibaum auf.

Der Nachwuchsmaibaum

Die Berger Burschen und Madln erklärten uns Folgendes dazu:

Wie bereits im letzten Jahr hat auch 2021 die Corona Pandemie allen Träumen für einen neuen Maibaum oder gar eine Maifeier ein jähes Ende bereitet. Doch ein Dorfplatz so ganz ohne Maibaum oder nur noch mit den traurigen Überresten des Maibaums von 2016, das geht dann doch nicht. Und so war der Plan schnell geschmiedet, ein kleiner Nachwuchsmaibaum muss her. Ganz coronakonform wurden Aufgaben verteilt und in Schichten gearbeitet. So darf sich Berg pünktlich zum 1. Mai über einen neuen, wunderschönen Nachwuchsmaibaum freuen.

 

 

Und eigentlich steht er seinem großen Vorgänger außer in der Länge in kaum etwas nach. Um die Spitze hängt ein Kranz, die Fahne wird am 1. Mai gehisst, und zu seinem Fuß ist der Blumenkasten wieder reaktiviert und mit Blumen bestückt worden.

 

“I wachs no”

Wie das Schild besagt – bei guter Pflege und viel Zuspruch wächst er sicher noch und wird eines Tages nach der Pandemie ein großer Baum. Seit er wieder in die Senkrechte gebracht wurde ist der Kleine bestimmt schon einige Zentimeter gewachsen. Nur eines hatte ihm sein großer Vorgänger voraus – die Zunftschilder. Doch auch dafür war schnell eine Lösung gefunden, und so sei jedem, der etwas über die Burschenschaft Berg e.V., die Tradition des Maibaumaufstellens sowie die Zunftschilder und die Berger Betriebe dahinter erfahren möchte, das neue Maibaumhandbuch empfohlen.

 

Berger Geschichtn am Fuß des Maibaums

 

Zu finden in einem blauen Holzkasten am Nachwuchsmaibaum. Auch alteingesessene Berger und Bergerinnen können da noch etwas Neues über die Zunftschilder und die dazugehörigen Betriebe erfahren – wir wünschen viel Vergnügen beim Lesen.

Da sind wir schon sehr gespannt – vielen Dank für die schöne Idee! So muss der 1. Mai 2021 nicht ganz maibaumlos vorübergehen.

PS: Apropos normal: Im Landkreis Starnberg liegt die 7-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen jetzt wieder unter 100. Ab Sonntag, den 2. Mai, gelten damit neue Regelungen. Treffen mit fünf Personen aus zwei Haushalten sind wieder möglich, die nächtliche Ausgangssperre entfällt. Beim Einkaufen und dem Besuch des Friseurs ist die Vorlage eines negativen Testergebnisses nicht mehr erforderlich. Was die Schulen und Kindertageseinrichtungen betrifft, geht es ab Montag wieder in den Präsenz- bzw. Wechselunterricht. Alle Einzelheiten zu den Regelungen sind dem Amtsblatt für den Landkreis Starnberg 14a. Ausgabe vom 30. April 2021 zu entnehmen. Die Regelungen gelten solange, bis der Inzidenzwert an drei aufeinanderfolgenden Tagen die 100er-Marke übersteigt.

Im Landkreis sind über 30% geimpft. Dank an unsere Impfpraxen, die viele Überstunden machen.