Kampf der horntagenden Nutztiere

Manche loben die QUH dafür, manche bedauern es ein wenig: Am Anfang gingen wir gerne auf alles los, waren stets angriffslustig und noch nicht bedroht durch die Mühlen der Realpolitik. In anderen Ländern werden Rindviecher gerade wegen ihrer Urkraft und ihrer steten Kampfbereitschaft verehrt. Zum Beispiel im südlichen Thailand.


Tropischer QUH-Genosse: der thailändische Wasserbüffel.

Was kaum einer weiß: In Thailand sind Wasserbüffel auf Grund ihrer Agressivität hochverehrte Stars. In eigens für sie errichteten Arenen treten Büffel gegen Büffel an.


Stolzes Nutztier am Kampfplatz

Anders als bei spanischen Stierkämpfen kommen die Tiere dabei in der Regel nicht zu Schaden. Das unterlegene Horntier verlässt vernünftigerweise von selbst nach einer Zeit den Kampfplatz. Je aggressiver ein Büffel vorgeht, umso mehr wird er allerdings vom Publikum bewundert, umso höher sind die Wetteinsätze. In Thailand heißt der Wasserbüffel “Ai Tui”, was soviel heißt wie “it is an honest royal worker”. Ein ausgewachsener Büffel wiegt mehr als eine halbe Tonne und wird gut 20 Jahre alt. Wenn er es nicht zum Star in der Arena bringt, arbeitet er 14 Jahre auf Reisfeldern.

 
Heute ein Star. Der siegreiche Büffel wird vom Publikum bewundert und mit heiligem Wasser besprüht

Von der Existenz einer thailändischen Büffel-Partei ist uns leider nichts bekannt, aber bekanntlich steckt das Land (vielleicht auch deshalb?) bekanntlich in einigen politischen Schwierigkeiten.

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