Faschingstreiben anno dazumal


Faschingsdienstag: Sonnenaufgang hinter Aufkirchen (Foto: Petra Koehl)

Mit einem sensationellen Sonnenaufgang begann heute der Faschingsdienstag. Doch die Sonne scheint eher für die Faschingsmuffel. Die traditionellen Aufkirchner Faschingszüge wurden längst abgeschafft. Die Höhenrainer ließen die Tradition der “Bettelhochzeit” zuletzt 2010 aufleben. Nur noch in Farchach zieht man um Höfe und Häuser.

Um von einem Faschingstreiben im Ortsteil Berg berichten zu können, muss man tief in die Archive greifen. Hier ein paar historische Aufnahmen, die wir im letzten Jahr ausgegraben haben.


Zwei “Rindviecher” zogen die QUH, äh … KUHrkapelle durch Berg.

Von wann genau diese Schwarz/Weiß-Bilder eines bunten Faschingstreibens in Berg stammen, ist nicht bekannt.

Auf diesem Bild ist im Hintergrund die „Brauerei Schloss Berg“ zu sehen. Diese existierte unter diesem Namen im letzten Jahrtausend nur von 1904-1913 (und dann erst wieder in diesem).

Also dürften die Bilder auf dieser Seite aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg stammen. Berg war noch keine bessere Schlafstadt. Autos waren eine Sensation.


Der automobile Tod der Wildsau

Teil der närrischen Veranstaltung war die Moritat vom Wildschwein, das von der neuen Zeit in Gestalt eines Automobils überrollt wird.

Auch die Burschenvereine waren damals aktiv.

Zeitlos das Thema Verkehrsplanung: Der Tunnelstreit – 2014 das große Wahlkampfthema in Starnberg – gab Anlass für die Narren, eine Lösung des Verkehrsproblems durch das “Luftschiff Seevogel” vorzuschlagen. Berg braucht Visionen!

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