Deutschlandpremiere: Berger Filmproduzent bringt “Mr. Nobody” in die Kinos

7 Jahre Arbeit am Drehbuch, 25 Wochen Drehzeit, 47 Millionen Dollar Produktionskosten … und unter den Produzenten der Berger Filmproduzent Alfred Hürmer (Integral-Film): Seit gestern ist “Mr Nobody”, ein technisch brillianter, gleichsam intelligenter wie unterhaltsamer Film des Belgischen Kino-Wunderkindes Jaco van Dormael in den Kinos.


Deutschlandpremiere letzte Woche beim Münchner Filmfest: Produzent Alfred Hürmer (Berg) und Regisseur Jaco van Dormael (Belgien)

Die Handlung? – Schwer zu sagen. Ein 118 jähriger Greis erinnert sich im Jahr 2093 an sein Leben. Allerdings erzählt er die verschiedensten Leben: mit drei verschiedenen Frauen, immer wieder mit anderen Fortsetzungen: einmal als Kind mit der allein erziehenden Mutter dann wieder bei dem körperbehinderten Vater … was wäre passiert wenn? Immer wieder geht es um die verschiedenen Möglichkeiten, die das Leben geboten hätte. Wie anders wäre das Leben verlaufen, wenn man damals beim Baden als Jugendlicher das hübsche Mädchen nicht angeblafft, sondern einfach zugegeben hätte, dass man nicht schwimmen kann? Oder: Welche Auswirkungen hat es auf das Happy End einer kanadischen Liebesgeschichte, wenn ein arbeitsloser Schneider in Mexiko sich zum Frühstück ein Ei kocht?


Die Hauptdarsteller: Mädchenschwarm Jared Leto (30 Seconds To Mars) hier mit Frau Nummer 1 Diane Krüger (Inglorious Basterds)

Obgleich auf höchstem tricktechnischen Niveau merkt man “Mr. Nobody” an, dass es ein europäisch/kanadischer und kein amerikanischer Film ist. Er ist verspielt, verblüffend, etwas verrückt und viel zu intelligent für Hollywood.


Regisseur Jaco van Dormael mit einem jungen “Mr. Nobody”

“Mr. Nobody” läuft in München in den Kinos Atlantis (OmU), City, Monopol. Unsere Zeit wird in dem Film übrigens so geschildert: “Ach, wir rauchten, wir aßen Fleisch. Eigentlich passierte nicht viel. Es war wie in einem französischen Film. Es war herrlich.”

Kommentieren (2)

  1. QUH-Gast
    10. Juli 2010 um 11:18

    Auch wenn ein Berger Filmproduzent mitwirkt und somit die Damen und Herren von QUH zu keiner objektiven Kritik imstande sind, muss man sagen, dass der Film “empfehlenswert” ist. Dennoch spricht die verwobene Erzählstruktur nicht jeden an.

    • ammer
      10. Juli 2010 um 15:18

      Objektive Kritik Die QUH würde nie etwas empfehlen, was ihr nicht gefällt. Und zur eigenartigen Erzählstruktur: die ist das Thema des Filmes.