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Der Schwarze Peter und die Pleite

Wir von der QUH mögen ja Rebellen. Stromrebellen wie die von Schönau, aber auch CSU-Rebellen wie unseren möglichen Kryptosympathisanten, den immer heimatverbundenen, unabhängigen Querkopf Peter Gauweiler aus dem Berger Unterdorf. Der sprach am Mittwoch nebenan in Münsing vor gut 250 Leuten über eines seiner Lieblingsthemata, den Euro und seine Krise.


Da steht er und kann nicht anders: der selbsternannte “Schwarze Peter”

Dr. Peter Gauweiler kann reden, und er redete frei, intelligent und kompetent. Er sparte nicht mit ein paar markigen Wirtshaus-Zitaten (“Maastricht ist wie Versailles, nur ohne Krieg: die Deutschen müssen zahlen“), hielt sich aber sonst mit Demagogie völlig zurück. Er betätigte sich als jener Querdenker, der er immer schon war. Er empfahl, den Anarchisten Oskar Maria Graf zu lesen, zitierte Thomas Mann (“Wir brauchen ein europäisches Deutschland und kein deutsches Europa“). Dann rechnete er vor, dass absurderweise beim Derivatehandel in einem einzigen Monat zehnmal soviel umgesetzt werde (601 Billionen $), wie die ganze Welt in einem Jahr erwirtschafte (das errechnete Bruttoinlandsprodukt der Gesamtwelt “von Fischer vor Feuerland bis zum Aufseher beim Münsinger Ochsenrennen” betrage nur 61 Billionen). Der Kapitalismus sei deshalb in einer Krise: die Macht der Investmentbanker sei eine “größere Gefahr als es der Sozialismus je war“. Auch den Parlamentarismus sieht Gauweiler in Gefahr (weil Brüssel mehr entscheidet als der Bundestag). Deshalb habe er beim Bundesverfassungsgericht geklagt. Und ja: Die Aufgabe eines Parlamentes ist es, manchmal auch gegen die eigene Regierung zu sein. Das war alles gut gedacht, gut gebrüllt, Löwe, und doch …


250 Zuschauer in Gemeindesaal von Münsing, manche mit Gamsbart

… wurden wir als QUH wir etwas traurig über diese antiquarische Art von Politik, die einen brillanten Kopf in einen scheußlichen Zwecksaal vor ein hauptsächlich männlich ergrautes Publikum steckt, dazu Blasmusik spielt und Bier ausschenkt (danke, hat gut geschmeckt) und sich am Ende trotzig selbst applaudiert. Also: Gut gebrüllt, Peter! Wir schreiben unterdessen weiter …


Politik alten Stiles: Quer und doch das Gegenteil von QUH

Kommentieren (3)

  1. QUH-Gast
    18. November 2011 um 12:32

    Der feine Unterschied Es gibt Menschen wie Herrn Dr. Gauweiler, die mit eigenem Kopf ausgestattet und deshalb prinzipiell ‘quer’ sind, weil sie denken.
    Und dann gibt es solche, die denken, dass sie denken und sich deshalb für ‘quer’ halten.

    • Kaske
      18. November 2011 um 13:13

      Noch ein Unterschied… und es gibt solche, die zu feige sind, zu sagen, wer sie sind und die nur Phrasen blasen.

    • QUH-Gast
      18. November 2011 um 13:42

      Der dritte Unterschied… zuletzt gibt es noch solche, die möglicherweise an Verfolgungswahn leiden.