Buchsee ohne Business

Das Wochenende ist – insbesondere bei solchem Wetter wie heute – die Zeit des Ausfluges. Sinn des Ausfluges ist es, etwas anderes zu sehen als daheim, etwas schöneres oder einfach nur “ins Grüne”. Bewohner von Ausflugsgegenden, wie die unsere eine ist und bei denen es eh schön ist, haben es da etwas schwerer. Was tun, wenn die eigene Gegend Ziel der Ausflüge anderer ist? – Die Bewohner Bergs haben da ihre eigenen Rituale: entweder sie verlassen an Tagen wie diesen ihre Wohnung, womöglich den Garten gar nicht oder wer sich da dann doch mit schlechtem Gewissen plagt, der fährt vom “großen” Starnberger See hinüber zum “winzigen”, “geheimen” Buchsee: Er liegt in idealer Entfernung für die Radtour, dann beim Fenster ein Radler und ‘ne Wurst … aber nein! – Entsetzen!

Ungerührt: die endlichen Weiten des Buchsees, Kurz-Ausflugsziel No. 1 der Berger

Zumindest auf die Jause unterm Kruzifix im kleinsten und feisten Biergarten der Welt müssen wir leider für eine Weile verzichten. An dem Fenster, wo sonst die durstigen Ausflügler mit bedächtiger Geschwindigkeit herzlichst bedient wurden, prangt nun ein deprimierender Zettel. “Liebe Gäste, aus gesundheitlichen Gründen müssen wir den Gastronomiebetrieb auf unbestimmte Zeit schließen. Wir können ihn augenblicklich nur für unseren Stammtisch aufrecht erhalten. Der Badebetrieb bleibt wie gewohnt geöffnet. Ihr Cafe Buchsee”.

Betroffen wünschen wir einerseits allerschnellste Genesung und wünschten uns andererseits, wir wären längst Teil des Buchseeer Stammtisches, von dessen Existenz wir auf diese Weise zuerst erfahren.

Bis auf weiteres unbewirtet: das “Cafe Buchsee”

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