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Die letzte Gemeinderatssitzung vor der Wahl

Die letzte Gemeinderatssitzung vor der Wahl war von politischen oder “großen”  Themen freigehalten worden. Bürgermeister Steigenberger fehlte noch krankheitsbedingt, befindet sich aber wohl auf dem Weg der Besserung. Sein Stellvertreter, GR Andi Hlavaty, gratulierte ihm in Abwesenheit zum gestrigen Geburtstag. Am Donnerstag plant er seine Dienstgeschäfte wieder aufzunehmen. 

Die ganze Tagesordnung: ein Wohnheim, eine Doppelgarage, ein Doppelhaus

Angesichts der Kürze der Tagesordung mit 3 Bauanträgen hatte es Wetten gegeben, ob der – nicht ganz wie der regierende Bürgermeister – für seine argumentative Knappheit bekannte scheidende 2. Bürgermeister Hlavaty es schaffen würde, das Programm in 30 Minuten durchzubringen. Wohlan: Die Uhr begann pünktlich um 19:29 zu laufen …

Dann wurde schnell bekannt gegeben, dass am Kapellenweg die Trinkwasserleitung von der Carl Orff Straße bis zum Ende der Wohnbebauung als Bauleistung vergeben wurde.

GR Streitberger mahnte an, dass im Gebiet Attenhauser Straße, Dorfwiese u.a. die Straßenbeleuchtung extrem dunkel sei. Keine weiteren Anfragen. Danach ging es schnell zu den drei Bauanträgen (einer war kurz vor der Sitzung noch zurückgezogen worden). Die Uhr tickte.

Ad 1: Am Landschulheim in Kempfenhausen wird ein kasernenartiges Gebäude an der Straße abgerissen. An seiner Stelle entsteht ein Wohnheim für 66 Schülerinnen & Schüler. Natürlich einstimmig genehmigt.

Ad 2: In Sibichhausen wurde das Einvernehmen für eine Doppelgarage im Außenbereich ohne Privilegierung in einem Gebiet, das zudem der Flächennutzungsplan als Grünfläche vorsieht, nicht erteilt. Dann fiel das derzeitige Zauberwort: Ob man da den “Bauturbo” anwenden könne? Bauamtsleiter Ehret erläuterte, dass dieser durchaus nicht für Doppelgaragen gelte. Eine rätselhafte Gegenstimme aus der CSU.

Ad 3: Ein Zweifamilienhaus (plus das existierende Einfamilienhaus) in Höhenrain widerspricht dem Bebauungsplan, der pro Grundstück nur zwei Wohneinheiten erlaubt und im Nachgang womöglich obsolet oder geändert wird. Denn – es fiel das zweite Zauberwort: “Wohnraum schaffen” – die Voranfrage wurde gegen das juristisch korrekte Votum der Verwaltung positiv beschieden und eine Befreiung in Aussicht gestellt.

Wer zieht im Mai ein? Der Ratssaal um 20 Uhr 27 – nach Beendigung der nicht-öffentlichen Sitzung von außen

Die öffentliche Sitzung endete um 19:59. “Hab ich die Erwartungen erfüllt?”, fragte und freute sich der stellvertretende Bürgermeister Andi Hlavaty, der zum Schluss seiner Karriere damit noch einen geradezu historischen Rekord aufstellen konnte.

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