Wasser und Fledermäuse auf die Mühlen der Windkraftgegner

Im Oktober hatte die QUH im Gemeinderat offiziell nach Zahlen zum Ertrag der Berger Windkraftanlagen gefragt. Eine Antwort wurde nach Nachfrage dann für den Dezember versprochen. In der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres hat der Geschäftsführer der Bügerwind Berg GmbH & Co. KG Robert Sing erstmals Zahlen vorgelegt. Es sieht für dieses Jahr windmäßig schlecht aus … trotzdem müssen die Gesellschafter um eine erste Rendite im nächsten Jahr, die dann die Gesellschafterversammlung festlegt, womöglich nicht bangen.

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Zarte Pflänzchen – große Vorhaben … noch am Wachsen

Schlechter Wind und absurderweise gute Zahlen … auf diesen Nenner lässt sich der Bericht von Ingenieur Sing gegenüber dem Berger Gemeinderat bringen. Nach dem stolzen Resümee, dass alle Klagen abgewiesen worden seien, berichtete Sing zunächst über das sogenannte “Gondelmonitoring”. Es muss für die Anlagen ein Algorithmus gefunden werden, nach dem die Windkrafträder zum Schutz von Fledermäusen abgeschaltet werden. Gut 3,5% Ertragsausfall sind diesem Verfahren (wegen der trockenen Witterung mit viel Insektenflug) zuzuschreiben. Mehr als 2 Fledermäuse pro Jahr sollen nicht getötet werden. Zufälligerweise hat ausgerechnet eine Anti-WKA-Aktivistin mitten auf dem Waldweg die einzige tote Fledermaus des Jahres gefunden, die allerdings wirklich ein Barotrauma hatte. Dem Monitoring verdankt sich auch die Erkenntnis: In Berg sind unter den Fledermäusen “häufigste Arten: große Abendsegler, Rauhautfledermaus und Zwergfledermaus“.

Zu den Erträgen: Am besten waren sie im ersten Vierteljahr (als die Anlagen noch gar nicht im Vollbetrieb gelaufen sind). Der Hersteller überweist für den Ertragsausfall 375.000€.

Ansonsten wurde der Soll-Ertrag nur einmal, im Mai, erreicht und überschritten. In den anderen Monaten, vor allem im Oktober, blieben die Realerträge unter dem geschätzten Soll zurück. Statt geschätzten 24,5 Mio. kWh wurden bisher nur gut 20,8 Mio. kWh erzeugt. Bis Ende November ergab sich ein Fehlbetrag gegenüber der korrigierten Windschätzung von 8,25%.

Um ihr Geld müssen sich die Investoren erst einmal keine Sorgen machen. Die Errichtung der Anlagen war gut 730.000€ billiger als geplant. Die Einnahmen aus den Stromerlösen werden wahrscheinlich die 2 Millionengrenze knapp nicht erreichen.

Spannend wurde es gegen Ende der Ausführungen: Denn die Bürgerwind Berg GmbH hat sich entschlossen, selbst Windmessungen auf den Anlagen durchzuführen, weil sich nicht nur auf die Herstellerangaben verlassen will. Dem will man offenbar eigene Messungen entgegenhalten, um weiter an der Optimierung der immer noch nicht offiziell abgenommenen Anlagen zu arbeiten.

Anders als GR Dr. Haslbeck, der sich in seinem Unglauben gegenüber Windgutachtern bestätigt sah, führte Ing. Sing den schlechten Ertrag auf das schlechte Windjahr 2016 zurück. Wir vermögen das nicht zu beurteilen, fanden aber bestätigende Berichte z.B. von der RWE, die schon in ihrem Halbjahresbericht 2016 gestand: “Im ersten Halbjahr 2016 waren unsere Windkraftanlagen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Polen schlechter ausgelastet als 2015.” 

Fazit: Überzeugende Zahlen für Investoren sehen anders aus. Vor allem weil die Windgutachten sogar einen Windertrag von  mindestens 28,5 Mio. kWh vorausgesagt hatten (im Prospekt korrigierte man diesen Wert auf realistisch erreichbare 24,5);  22 Mio. werden es wohl werden.

Spekulanten könnten enttäuscht sein. Umweltschützer sind es nicht: Dem Wunsch, den Energiebedarf von Berg mit regenerativer Energie rechnerisch zu decken, ist man nahe- oder nachgekommen.

Das letzte Windgutachten finden Sie im QUH-Blog hier: http://quh-berg.de/hereinstuermende-nachricht-gemeinde-veroeffentlicht-3-windgutachten-1022369152/

Kommentieren (31)

  1. Gast_15
    19. Dezember 2016 um 18:16

    Hier ein paar Anmerkungen zu dem Bericht:
    2 Fledermäuse/Jahr bei 4 Anlagen widerspricht sämtlichen Untersuchungen, die in den letzten Jahren gemacht wurden. Wenn man keine Fledermäuse gefunden hat heißt das ja nicht, dass keine getötet wurden. Man geht davon aus, dass man ein getötetes Kleintier nach 2 Tagen gerade im Wald nicht mehr findet.
    Der Hinweis auf den Finder (Anti-WKA-Aktivistin) ist nicht nur journalistisch vollkommen daneben.
    “Erträge”
    28,5 Mio kWh wurden in dem Gutachten angegeben.
    24,5 Mio. kWh wurden nach Abzug eines rein wirtschaftlichen Risikopuffers abgezogen, der aber mit dem technischen Ertrag überhaupt nichts zu tun hat.
    20,8 Mio. kWh sind es geworden.
    Schon die Darstellung, dass es sich bei 20,5 Mio. kWh gegenüber von prognostizierten 24,5 Mio. kWh um einen Minderertrag von 8,25% zeigt das Bildungsniveau in MINT Fächern in unserem Land.
    Gegenüber dem ursprünglich versprochenen Ertrag von 28,5 Mio. kWh ist der eingefahrene technische Ertrag aber fast 27% zu wenig. Ob das die kleinen Investoren auch als “gut” ansehen? Den Großinvestoren ist sicher egal. Sie können auch mit den Verlusten etwas anfangen.
    “Dem Wunsch, den Energiebedarf von Berg mit regenerativer Energie rechnerisch zu decken, ist man nahe- oder nachgekommen.”
    Das ist wieder einmal ein typisches Vorgehen. Erst einmal stellt man sich auf eine moralisch angesehene Stufe. Umweltschützer. Dann sondert man einen Satz ab, der an Unsinn kaum zu überbieten ist. Der Energiebedarf von Berg kann nicht mit regenerativer Energie gedeckt werden. Das ist Fakt, oder was verstehen Sie unter Bedarfsdeckung. Und da hilft es auch nicht das Wörtchen rechnerisch hinein zu schmuggeln. Sagen Sie einfach den Leuten die Wahrheit ohne journalistische Taschenspielertricks.
    Außerdem ist Energie nicht zu regenerieren, zu erneuern oder zu gar erzeugen, sondern nur zu wandeln. Alle anderen Behauptungen sind physikalischer Quatsch, auch wenn sie dauernd wiederholt werden.
    Fazit: “postfaktisch, alles bestens”.

  2. Aviator
    19. Dezember 2016 um 19:09

    “Statt geschätzten 24,5 Mio. kWh wurden bisher nur gut 20,8 Mio. kWh erzeugt. Bis Ende November ergab sich ein Fehlbetrag gegenüber der korrigierten Windschätzung von 8,25%.”

    Irgendwie kann der Herr Sing dem Gemeinderat offensichtlich jeden Unsinn erzählen. kleine Einführung in die Elementarmathematik:

    24,5 – 20,8 = 3,7
    3,7/24.5 * 100 = 15,1%

    Der Ertrag ist also nicht um 8,25%, sondern um 15.1% geringer. Monetär sind es laut den entsprechenden Zahlen sogar 17,8%.

    “Spannend wurde es gegen Ende der Ausführungen: Denn die Bürgerwind Berg GmbH hat sich entschlossen, selbst Windmessungen auf den Anlagen durchzuführen, weil sich nicht nur auf die Herstellerangaben verlassen will. Dem will man offenbar eigene Messungen entgegenhalten, um weiter an der Optimierung der immer noch nicht offiziell abgenommenen Anlagen zu arbeiten.”

    Welch ein Witz. Glaubt die “Bürgerwind Berg GmbH” wirklich, der Hersteller könne den nicht vorhandenen Wind herbeizaubern? Die Physik der Strömungsmaschinen ist in jedem Detail bekannt, und wenn die Windgeschwindigkeit unter die Auslegungsgeschwindigkeit sinkt, dann stürzt der Ertrag mit der dritten Wurzel in den Keller. So einfach ist das.

    “Anders als GR Dr. Haslbeck, der sich in seinem Unglauben gegenüber Windgutachtern bestätigt sah, führte Ing. Sing den schlechten Ertrag auf das schlechte Windjahr 2016 zurück. Wir vermögen das nicht zu beurteilen, fanden aber bestätigende Berichte z.B. von der RWE, die schon in ihrem Halbjahresbericht 2016 gestand: “Im ersten Halbjahr 2016 waren unsere Windkraftanlagen in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Polen schlechter ausgelastet als 2015.”

    Und wieder kann zur Bemäntelung des Desasters offensichtlich nur realitätsfernes Rumgeschwurbel weiterhelfen. Hier die tatsächliche Windstatistik für Deutschland von 2010 bis jetzt:

    http://tinyurl.com/h84s7ep

    Es war in den Jahren davor schon so, und wird auch in den nächsten Jahren nicht besser. Die Luftdruckgegensätze bei uns sind nämlich schon seit Jahrzehnten so, wie sie eben sind. Alle Segler, Piloten und Bauern wissen das, nur Windgutachter seltsamerweise nicht. Die QUH kann ja jetzt schon mal den Zeitpunkt des Konkurses der “Bürgerwind Berg GmbH & Co. KG” ausrechnen.

    “Spekulanten könnten enttäuscht sein. Umweltschützer sind es nicht: Dem Wunsch, den Energiebedarf von Berg mit regenerativer Energie rechnerisch zu decken, ist man nahe- oder nachgekommen.”

    Kleiner Tip, liebe QUH: Physik kann man weder durch Wunschdenken noch durch politischem Mehrheitentscheid ändern. Auch wenn Sie einen Stromverbraucher “rechnerisch” versorgen wollen, müssen Sie den Strom unterbrechungsfrei liefern, so ist das in einem Industrieland nun mal. Das können die lustlos in den Wadlhauser Gräben vor sich hinkurbelnden Windmühlen aber nicht, und die Speicherung des Stroms im erforderlichen großtechnischen Maßstab ist nicht finanzierbar. Wenn die Mühlen stehen, hilft die ganze Rechnerei nichts.

    Für 2017 wird sich Herr Sing wohl eine bessere Ausrede einfallen lassen müssen, um die Verluste zu bemänteln, denn mit einer Verbesserung des Ertrags ist nicht zu rechnen.

    Fazit: Außer dem Projektierer und den Unternehmen, die die Windmühlen-Ungetüme in den Wadlhauser Gräben errichtet und dabei prächtig verdient haben, gibt es in der Sache nur Verlierer. Die Gemeinde Berg und das Landratsamt Starnberg haben den falschen Propheten geglaubt und sind auf der ganzen Linie blamiert, die Bürger haben den ständigen Ausblick auf eine Industrieruine (deren rote Blinklichter vor der Errichtung völlig unzuverlässiger Stromerzeuger in windarmen Regionen warnen), die ärmeren Stromverbraucher zahlen die Zeche der überhöhten EEG-Abgaben für “Ökostrom”, das Stromversorgungsnetz wird destabilisiert, und die CO2-Emissionen steigen durch den zwangsläufig und dauerhaft erforderlichen Einsatz von konventionellen Kraftwerken im unwirtschaftlichen Teillastbetrieb, infolge der vorrangigen Einspeisung des unstetigen Windstroms.

    Die Realität holt eben irgendwann jeden ein. Unser Bürgermeister kann sich angesichts dieser kommunalpolitischen Katastrophe nur deswegen “tiefenentspannt” zurücklehnen, weil die Kosten dafür der Allgemeinheit aufgebürdet werden und er sie nicht aus eigener Tasche bezahlen muß.

    • JayEnn
      20. Dezember 2016 um 20:42

      Wie immer klasse Kommentar, Aviator! Die Grundlagen der Prozentrechnung und der “Absturz mit der 3.Wurzel” sind ganz großes Kino 🙂

    • Leonhard Augenstein
      23. Dezember 2016 um 10:52

      Dazu kann man auf der Webseite der Berger SPD lesen:

      “Neben dem vergleichsweise schwachen Windjahr waren auch die häufigen Abschaltungen aufgrund des Fledermausfluges verantwortlich dafür, dass der Ertrag geringer ausfallen wird.
      Dennoch wurde ein Gewinn erwirtschaftet. Alle Anlagen gingen noch im Jahr 2015 ans Netz und profitieren von der höheren Einspeisevergütung. Darüber hinaus blieben die Baukosten hinter den Berechnungen zurück. Außerdem konnte mehr als vorgesehen getilgt werden. Die Anleger dürfen sich also auf eine Ausschüttung freuen.”

      Ist das jetzt der totale Realitätsverlust bei der SPD oder nur blanke Ahnungslosigkeit?

  3. Gast
    19. Dezember 2016 um 22:53

    Guten Abend,
    es ist schon spannend zu lesen, dass diejenigen die sich auf die Grundrechenarten berufen Zahlen mit unterschiedlichem Bezugsdatum miteinander vergleichen. 24,5 Mio. kWh zum 31.12. mit dem 20,… Mio. kWh von Anfang/Mitte Dezember…
    BG

    • quh
      20. Dezember 2016 um 1:07

      danke Gast

    • Aviator
      20. Dezember 2016 um 9:01

      Guten Morgen,
      die Windmühlen sind schon seit Mitte Dezember 2015 in Betrieb ….
      MS

  4. Gast
    19. Dezember 2016 um 23:10

    Danke an die Person, die den ersten Kommentar verfasst hat.
    Habe mich beim lesen schon über die Inkompetenz des Autors geärgert, als ich den Satz: “Zufälligerweise hat ausgerechnet eine Anti-WKA-Aktivistin […]”, gelesen habe.

    Ein “Journalist” der über Windkraftanlagen schreibt, sollte sich vorher mal mit dem Thema Thermodynamik auseinander setzen.

    Tipp von mir an den Autor: Berufswechsel und einen Mathe Grundkurs.

  5. althof
    20. Dezember 2016 um 10:11

    @aviator weichen die Messungen 2016 stark von Ihren eigenen Langzeitmessungen ab, war 2016 wirklich Flaute?
    Und ist Ihr Windmesser sehr unterschiedlich zu dem, den Sing jetzt aufgestellt hat?

    • JayEnn
      20. Dezember 2016 um 20:45

      Wenn ich Aviators Grafik richtig lese, ist 2016 besser als 2012, 2013 und 2014 aber schlechter als 2015 – zumindest bis November

    • Leonhard Augenstein
      22. Dezember 2016 um 18:09

      Da kann der Sing doch hinstellen, was er will. Ruhig auch einen getürkten Windmesser. Deshalb werden sich die Monsterräder weder schneller noch öfter drehen:-)

  6. Leonhard Augenstein
    20. Dezember 2016 um 15:01

    Dieser Herr Sing hat sich ja schon im Vorfeld der Windpark Berg durch frech-dummes Geschwätz hervorgetan. Er war es aber auch, der vor ein paar Jahren, als er noch auf der Gehaltsliste der Stadtwerke München stand, tatsächlich etwas Richtiges sagte. Das nämlich “die Windräder in Berg nie etwas werden würden”!
    Jetzt hat der den gutdotierten Job hier und alles ist anders (man wird doch wohl noch seine Meinung ändern dürfen, oder?).
    Nur – der Wind spielt halt nicht mit. Nicht, dass er nicht wehen würde. Das tat er nämlich absolut ausreichend. Nur halt nicht in dem Korridor, der im Bayerischen Windatlas seit Jahren mit abnehmender Windintensität ausgewiesen wird und in den die Initiatoren der WKA und der GR in einer Art “gesicherter Windzukunftsvision” die unsinnigen Türme haben bauen lassen! Wenn man die Daten des Windatlas zugrunde legt, ist dieses Ergebnis kein Anfangsausrutscher sondern wird sich in den kommenden Jahren wiederholen und verschlechtern.

    Aber was soll’s, man hat ja den dummen Verbraucher und Steuerzahler, der die gesetzlich verordnete Einspeisevergütung von 8,9 Cent/KWh ohne murren bezahlt und damit den staatlich verordneten Wahnsinn unterstützen muß, egal, ob ihm das paßt oder nicht.

    Und dann die drollige Ausführung mit dem Windwinkel zu den Rotorblättern! Das ist schon dreist, sehr dreist! Sind das die ersten Windräder, die Encron gebaut hat oder was?

    Was mich inzwischen fast noch mehr empört als die häßlichen Türme ist die Frechheit, mit der man versucht, den Bürgern die gesamte Fehlplanung mit dämlichsten Behauptungen und Lügen als Erfolg unterzujubeln.

  7. Gast
    21. Dezember 2016 um 8:33

    Lieber Herr Sing,
    Bitte kommen Sie doch mal Ihrer Veröffentlichungspflicht im Bundesanzeiger nach. Wir wollen mal sehen, was Sie so verdienen.
    Lieber Herr Monn,
    Die Ergebnisse sind zwar äußerst unschön, trotzdem wäre es wohl angebracht auf der Seite der Gemeinde Berg über die ersten Daten der Anlagen zu berichten.

  8. Gast
    21. Dezember 2016 um 10:56

    Ich freu mich schon über die dummen Gesichter der Investoren, Rendite dieses Jahr war nur wegen einer Strafzahlung und geringer Baukosten möglich. Schön die kompleten Baukosten bereits im ersten Jahr abzuschreiben :). Nächstes Jahr wird es dann den erstne Verlust geben, und in drei bis vier Jahren den Konkurs. Juhu ein geschlossener Anlagefonds… jeder haftet mit seinem Privatvermögen. Da wird es bald in Berg das ein oder ander Häuschen zum kaufen geben…

  9. Gast
    21. Dezember 2016 um 19:00

    Stimmt soweit. Die Haftung ist allerdings begrenzt. Sogar auf nur 10% der Beteiligung. Das eingesetzte Geld ist zwar weg, sein Haus darf aber jeder behalten.

  10. Gast
    22. Dezember 2016 um 16:14

    Wie kann man bei einem geschlossenen Fonds die Haftung beschränken? Wer kommt für die Rückbaukosten der Anlagen bei der in bälde drohenden Insolvenz auf?

    • Leonhard Augenstein
      22. Dezember 2016 um 17:25

      Im Falle einer Insolvenz übernimmt der große Zampano von der Maxhöhe den Laden zum Schnäppchenpreis und betreibt das dann zum Ärger von BM und GR weiter:-)

      • Gast
        22. Dezember 2016 um 17:33

        Nein, weil der kann mit Geld umgehen und weiß wann etwas unrentabel ist.
        Wie lang ist eigentlich die Laufzeit so einer Anlage?
        Wartungskosten fallen da ja bestimmt keine an…. 🙂

        • Leonhard Augenstein
          22. Dezember 2016 um 17:58

          Laufzeit kann bis zu 20 Jahre sein, dann werden die Türmchen gesprengt und neu gebaut, falls bis da hin der Wahnsinn so munter weiterbetrieben wird.

      • Gast
        23. Dezember 2016 um 22:14

        Im Faller einer Insolvenz bleiben die Kosten bei uns allen hängen, der Rückbau wird dann aus Steuermitteln bestritten. Insofern unterscheiden sich die Windmühlen nicht von Atomkraftwerken. Natürlich werden in beiden Fällen Rückstellungen gebildet, aber im Fall einer Insolvenz ist halt kein Geld da, sonst wäre die Gesellschaft ja nicht insolvent.
        Die Laufzeit ist 20 Jahre, aber das ist nur eine rechnerische Größe in der Bilanzbuchhaltung und im Prospekt. Die eigentliche Frage ist, wann sich ein Betrieb nicht mehr lohnt, da die Wartungskosten und Reperaturkosten im Vergleich zu den Einnahmen zu groß werden. Ich würde da eher von 15 bis 17 Jahren ausgehen. Das ist aber hier nicht relevant, da der Gesellschaft schon vorher das Geld ausgehen wird. Bei dem jetzt sichtbaren Minderertrag wird das, wie schon vor zwei Jahren vorhergesagt, in Jahr 5 oder 6 der Fall sein, wenn die Banken nicht die Tilgung strecken, was ich durchaus erwarten würde. Herr Sing kann dann ganz entspannt weiter kassieren, die Banken reduzieren Jahr für Jahr ihr Risiko und die Kommanditisten bleiben Kommanditisten. Nur Ausschüttungen gibt es halt keine, da der Ertrag Jahr für Jahr immer zu 100% an die Bank gehen wird. Die einzig interessante Frage ist, wann sich der erste Kommanditist gegen dieses Szenario wehren wird.

  11. Althof
    22. Dezember 2016 um 22:36

    Scheinbar waren die Baukosten geringer, weil u.a. Rotorblattheizung für den Winter und nächtliche Lichtabschaltung eingespart wurden. Dann würde es mich wundern, wenn im Winter keine Warnhinweise aufgestellt werden. So ein beschleunigter Brocken Eis ist unangenehm bei der Geschwindigkeit

  12. Aviator
    30. Dezember 2016 um 17:25

    Es war wohl auch dem Herrn Sing schon seit Längerem klar, daß die hohen Investitionskosten für die Windmühlen in unserer Schwachwindregion zu schnell in den Konkurs führen würden, daher die “Sparpolitik”. In zwei oder drei Jahren wird Herr Sing mit großer Wahrscheinlichkeit ohnehin von seinem Geschäftsführerposten zurücktreten, damit er die sich anbahnende Katastrophe nicht mehr verantworten muß ……

    Was mit der “Energiewende” in den nächsten 5 Jahren passieren dürfte, läßt sich aus diesem Artikel ableiten:

    http://www.achgut.com/artikel/der_fukushima-report_4_geisterfahrer_der_energiepolitik

    • Gast_15
      31. Dezember 2016 um 9:30

      vielen Dank AVIATOR für den Hinweis auf den Artikel von Herrn Haferburg. Eine wirklich ausgezeichnete Aufdeckung der postfaktischen Gründe für die Energiewende, insbesondere bei der Elektromobilität. Leider ist es in unserer Zeit , in der es ja “cool” ist, nichts von Physik und Technik zu verstehen aber immer eine Meinung dazu zu haben vergebens, Menschen mit Argumenten überzeugen zu wollen.

  13. Leonhard Augenstein
    31. Dezember 2016 um 10:56

    Aber nein, dieser Artikel von Herrn Haferburg ist doch blanke Panikmache! Bekanntermaßen leben wir in Deutschland doch im windreichsten Land der Erde, bei uns scheint die Sonne 24 Stunden am Tag und das intelligente Stromnetz ist doch schon längst entwickelt, wird aber noch geheim gehalten bis zur nächsten Bundestagswahl (Sarkasmus aus)!

    Ich frage mich, wie sich unsere Politiker das alles vorstellen? Sind die wirklich so dämlich und dumm (naiv reicht da ja nicht mehr)? Oder gehen die ganz einfach davon aus, dass wir in Zukunft zwar wenig, dafür aber angeblich sauberen Strom selbst generieren und die mit Sicherheit hohe Diskrepanz zwischen Ist und Soll ganz einfach von unseren Nachbarländern teuer aufgefüllt wird?

    Und wie stellen die sich eigentlich die 1 Million Elektroautos innerhalb der nächsten 3 Jahre vor, die man dann nicht einmal adäquat wird laden können?

    Ich prophezeie schon jetzt: es werden nicht alle AKWs abgeschaltet werden (können), weil wir uns sonst in zehn, zwanzig Jahren auf dem Wirtschaftslevel von Rumänien und ähnlichen befinden!
    Und dann wird es von Deutschland aus eine Flüchtlingswelle von Deutschen in weniger blöde Länder geben:-)

  14. Gast
    31. Dezember 2016 um 11:02

    Gute Reise Herr Augenstein

  15. Gast
    22. Februar 2017 um 13:10

    Die Windräder sind da, die ersten Zahlen sind auch da und geben relativ genau die Zahlen des Windatlas oder vom Aviator wieder.
    Da frage ich mich schon ob sich all jene, vom Bürgermeister über die Gemeinderäte und Parteienvertretern, bis zu jenen Bürgern die weder gegen die wirtschaftlich unrentablen Windräder aktiv waren oder sogar dafür waren, jetzt endlich nachdem diese … mitten im grössten südbayrischen Naherholungsgebiet steht, endlich eingestehen können, daß sie da ziemlich … gebaut haben.
    Oder auch ob die Wähler jetzt endlich reagieren und genau die Entscheider bzw. deren Parteien eben dann nicht mehr wählen.

    Hoffnung habe ich eher keine, das ist leider die Leere (Absicht!) die nach diesem provinzpolitischen Debakel übrig bleibt.

    Sollte es tatsächlich (das war vor Langem anscheinend der erste Motor für diesen Wahnsinn) im Interesse des Herren von der Maxhöhe gewesen sein, die Gemeinde zu ärgern, dann hätte er es vollkommen ohne eigenen Aufwand, nicht besser machen können.

  16. Gast
    22. Februar 2017 um 13:18

    Nachtrag zu 22.02.2017 13:30

    Zugute halten möchte ich der QUH, die hier im Forum immer wieder (sachlich, mathematisch und physikalisch gesehen meist zu Recht) ihr Fett abbekommen hat, daß sie ein Forum bietet, das sich immer gestellt hat.

  17. Gast
    9. Oktober 2017 um 16:49

    Für Herrn Sing stimmen die Zahlen doch 2016 und auch 2017-. Er hat und wir weiter sehr gut verdienen, egal ob die Investoren drauf zahlen oder nicht. Am Ende wird die GmbH pleite gehen und günstig an den gleichen Personenkreis verkauft. Dann können weiter EEG Umlagen eingesackt werden.
    Das Modell läuft ja schon seit Jahren so.

    Leider sind dieses Jahr wesentlich weniger und maximal zwei Rotmilane auf einmal zu sehen gewesen. Ich hab noch vVdeo´s mit 7 Rotmilanen auf einmal über dem Gebiet der Windräder. Allerdings bevor diese widerrechtlich dort in den Wald gestampft wurden. Auch die Zahl der Bussarde ist stark gesunken. Den Rückgang der Fledermäuse kann ich nicht einschätzen. Windbruch ist rund um die Windräder verstärkt zu sehen.
    Keinen interessiert es.

    Deutschland braucht sich nicht wundern, dass die Afd so stark geworden ist. Die Afd sammelt alle Themen, bei denen sich die Bürger entmündigt und entrechtet fühlen. Auch beim EEG.

    Ich habe sie nicht gewählt.
    Aber eigentlich bleibt einem nichts Anderes übrig, wenn man signalisieren will, dass die Bürger des Landes und nicht Konzerne und Politiker im Mittelpunkt der Politik stehen sollten.

    Dass eine Partei wie die Afd so stark geworden ist, liegt genau daran.
    Der Frust über die Ignoranz und die offensichtlichen Lügen der Handelnden ist mittlerweile so gross, dass es zu so einer Fehlentwicklung kommen konnte.

    Ich bin sehr gespannt auf die Zahlen des Windparks für 2017.

    Gibt es eine Auskunft, wieviel Strom, die Windräder selbst verbraucht haben?
    Zum Anstarten, zum Bewegen, damit sie nicht einrosten. zum Drehen, Beleuchtung usw,…
    Das müsste ja einfach aus der Gewinn- und Verlustrechnung rauszubekommen sein.
    Stromkosten ist ja ein eigenes Konto.
    Der bezogene Strom ist ja wesentlich günstiger, als der produzierte Strom.
    Mir würde da ein Geschäftsmodell einfallen.

  18. Gast
    16. Oktober 2017 um 19:18

    Da wollten doch QUH-Blockschreiber Inphraschall und Körperschall Messungen machen und dann werden die Windräder ausgeschaltet. Was ist den dabei rausgekommen?

  19. Gast
    18. Dezember 2017 um 13:58

    Morgen ist der Bericht ein Jahr alt. Eigentlich müsst es mal wieder neue Zahlen zu den Windmühlen geben. Vielleicht fragt die Quh mal offiziell nach?

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