Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

Seit 75 Jahren leben wir in Frieden. Am Freitag vor 75 Jahren endete der von den Deutschen begonnene 2. Weltkrieg. Gelegenheit für uns, exklusiv zwei neu aufgetauchte Bilder der Aufkirchner Bombennacht von 1942 zu veröffentlichen. Vom 19. auf den 20, September des Jahres, einer “sternenklaren Mondnacht”, wie sich Zeitzeugen erinnern, wurden 3 Bomben  über Aufkirchen „notabgeworfen”. Sie schlugen neben der Kirche ein und zerstörten das Mesnerhaus, das sich an der Stelle des heutigen Kriegerdenkmales befand, das Diesl-Anwesen sowie zwei weitere Gebäude

Bomben auf Aufkirchen

Sechs Menschen starben, darunter neben Bewohnern des Mesnerhauses drei Familienangehörige des früheren  2. Bürgermeisters Karl Brunnhuber, dessen Vater mit Familie damals im Diesl-Anwesen wohnte. Das Diesl–Anwesen stand an der Stelle, wo sich heute der EDEKA befindet.

Heute steht hier das Kriegerdenkmal

Wir danken dem früheren Gemeinderat Robert Wammetsberger für die Überlassung der Bilder. Im QUH-Blog haben wir vor 8 Jahren zuerst über die Bombennacht berichtet: https://quh-berg.de/bomben-auf-aufkirchen-im-jahr-1942-224319049/ . Dort finden sich auch weitere Bilder der Zerstörung.


Die Ortsdurchfahrt Aufkirchen; Blick Richtung See

Ein Zeitzeuge, der den Angriff aus der Dachluke des Starnberger Schlosses erlebte, erzählte über die Nacht: „Die Druckwelle, die über den See zum Schloss kam, war so heftig, dass das ganze Schloss bebte!“.

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Berg, Allmannshausen, Bachhausen, Percha und Starnberg waren schon damals mit über 100 Mann ca. 2.500 Stunden mit Bergungs- und Hilfsarbeiten beschäftigt. Die Familie Brunnhuber zog nach dem Bombenabwurf in das Himbselhaus in Leoni zum Urgroßvater des damaligen 2. Bürgermeisters.

Kommentieren (3)

  1. WILL
    13. Mai 2020 um 16:08

    Könnte es sein, dass das kein “Notabwurf” war, sondern Reaktion auf eine nahe Flak-Stellung?
    Zumindest nördlich von Allmannshausen gab es eine exponierte Flakstellung.

    • quh
      13. Mai 2020 um 22:10

      Lieber “WILL”, wir persönlich haben das mit dem “Notabwurf”, von dem die Rede ist, in der Tat noch nie verstanden. Wo befand sich denn die FLAK-Stelllung, gibt es irgndwelche Dokumente? / Andy Ammer

  2. Wenzel
    14. Mai 2020 um 12:16

    Im Archiv der Gemeinde Berg gibt es dazu Informationen.

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