Nachhaltigkeit allenthalben

Die Arbeit der verschiedenen Ausschüsse der “Bürgerbeteiligung Berg” nimmt buchstäblich an “Fahrt” auf. Im wunderschönen, Corona-armen Juli berichtete QUH-Mitglied Martin Snajdr bereits von einer Radtour der Arbeitsgruppe “Radverkehr” zu den “meist diskutierten Radl-Hotspots in der Gemeinde”. Seine Animation der damaligen Tour sehen Sie noch einmal hier:

Schwierigkeiten beim Radfahren in 3D & mit Bürgern

Am Dienstag hat der Arbeitskreis (vertreten durch Bernhard von Rosenbladt und Florian Fumelli) nun seine Arbeit, die in einem 25-seitigen Radwegekonzept zusammengefasst ist, im Nachhaltigkeitsausschuss der Gemeinde offiziell vorstellen können und 17 konkrete Verbesserungsvorschläge benannt.. BGM Steigenberger betonte, dass die Gemeinde Glück habe, ein so detailliert ausgearbeitetes Konzept von Bürgern vorbereitet zu bekommen, und hier definitiv handeln sollte. Er dankte der BBB für ihr Engagement und die investierte Zeit. Die beiden Hauptpunkte des Konzeptes sind einerseits das „Radroutennetz“ und das „das Fördern des Radfahrens generell“. Grundlegend müssten hier Anreize geschaffen werden, das Auto öfter einmal stehen zu lassen.

Radweg Allmannshausen SPD
Bekanntestes Beispiel ist die absurde und gefährliche Radweglosigkeit der Staatsstraße zwischen Allmannshausen und Münsing. Seit Jahren schon weisen alle Parteien und Räte auf dieses bekannte Problem hin, an dem auch Altbürgermeister Monn bereits verzweifelte. Seit 2013 wird geplant. Inzwischen haben Berg & Münsing schon die Planungskosten der Strecke vorfinanziert. Woran es trotzdem liegen könnte, offenbarte eine Wortmeldung von GR Sewald (EUW), selbst Waldbesitzer, der behauptete, das Staatliche Bauamt “arbeite auf eine Enteignung hin” (anscheinend haben sie 3 Euro 50 für den Quadratmeter Wald neben der Staatsstraße geboten). Seit 3 Jahren stehen bereits die Vermesssungsmarken neben der Straße: https://quh-berg.de/alles-wird-gut-bloss-wann/

Aber auch an der anderen Berger Hauprverkehrsachse zwischen Berg und Höhenrain liegt noch einiges im Argen: Vom Ortseingang in Aufkirchen bis zum Ortsende Aufhausen gibt es keinen durchgehenden Radschutzstreifen.

Das Radwegkonzept wird nun dem Gemeinderat vorgelegt. Allerdings fallen – siehe die Staatsstraße – nicht alle Missstände in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde.

Mehr aus dem Nachhaltigkeitsausschuss wird QUH-GR Jonas Goercke morgen berichten. QUH-Stammtisch-Besucher konnten sich schon im Oktober informieren: https://quh-berg.de/der-quh-stammtisch-im-oktober/

 

Enteignung sofort?! Die Staatsstraße zwischen Berg und Münsing vor 3 Jahren