Dunkle Wolken über dem Sonnenhof

Wie berichtet, hat der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung ein Bauprojekt am Sonnenhof nicht abgelehnt. Auf einem nur gut 1000 qm großen Grundstück soll ein Projekt mit 5 Wohneinheiten und 11 Parkplätzen entstehen. Die Anwohner sind entsetzt und haben sich organisiert.

 

Initiator der Runde ist ein Anwohner in spe und Investor, selbst dorfbekannt durch sein ehrgeiziges Bauprojekt mit erst 16 und mittlerweile nur noch  8 Wohneinheiten in der Berger Etztalstraße. Er zieht im September 2017 in den Sonnenhof, hat ein „worse case“-Szenario mit seinen Architekten/Rechtsanwälten erarbeitet und dies zumindest auf dem Papier mit dem Landratsamt besprochen und es sich so bestätigen lassen. Nimmt man die vorhandene Bebauung (unterhalb am Kreuzweg) als Maßstab und rechnet das auf die Grundstücksgrößen hoch, wäre es theoretisch möglich, in dem Viertel über 100 neue Wohneinheiten mit über 300 Stellplätzen zu entwickeln.

Das Ende von Berg, wie wir es kennen? Worst Case Szenario für den Sonnenhof

Der Investor wurde in Oberberg selbst durch eine Veränderungssperre und einen Bebauungsplan eingebremst und schlägt dies nun auch für den Sonnenhof vor.

Anwohnerversammlung in der Post

Andi Hlavaty (CSU) und anwesende QUH-Mitglieder wiesen die Anwohner auf die Möglichkeit hin, einen Antrag für die Aufstellung eines „einfachen“ Bebauungsplanes zu stellen, um ein förmliches Verfahren einzuleiten –  und um zu überprüfen, ob überhaupt noch regelnd eingegriffen werden kann.

Das Missverhältnis zwischen maroden, engen Straßen (Kreuzweg), großen Grundstücken und dichtester Bebauung (im Bestand) war übrigens schon vor 5 Jahren bekannt und Thema auf einer Bürgerversammlung. Die Antwort des Bürgermeisters lautet damals wie heute gleich: https://quh-berg.de/die-buergerversammlung-2012-holger-schwiersmaxhoehe-97021793/

Kommentieren (7)

  1. Gast
    14. Juli 2017 um 6:49

    Die Gegend um den oberen Kreuzweg und Sonnenhof hat sich doch schon in den letzten Jahre zu einer “Premium-Trabantenstadt” ohne Bezug zur Umgebung verwandelt.
    Das aktuell in Bau befindliche Objekt ist ja auch wieder ein Paradebeispiel was für Objekte gebaut werden, wenn kein Bebauungsplan existiert.

  2. Berger Bürger
    24. Juli 2017 um 11:24

    Ja so mögen wir es gerne. Erst selbst Vogelwild bauen, und dann ja niemanden anderen mehr bauen lassen. Man will ja schließlich niemand neues haben, wo man doch selber noch so neu ist. Immer schön gegen alles und jeden sein aber für sich alles haben wollen. Bezüglich des Bauprojektes in Berg fehlt mir auch jegliches Verständnis für die ablehnende Haltung der Gemeinde, aber das ist ja jetzt was anderes.

  3. Gast
    28. Juli 2017 um 22:10

    So weit ich mich informiert habe haben über 40 Anwohner den Antrag gestellt das eben nicht Vogelwild auf der Maxhöhe gebaut wird. Wenn die Anwohner der Maxhöhe das gleiche einfordern was wohl an andere Stelle auch durch einen Bebauungsplan verhindert wurde ist dies doch mehr als legitim. Warum reduzieren Sie alles auf eine Person und vergessen die Anliegen derer die hier schon lange wohnen.

    • quh
      30. Juli 2017 um 13:01

      Wieso vergessen wir die Anliegen derer, die hier schon lange wohnen? Wir haben über eine Anliegerversammlung berichtet – und über deren Ansinnen. Das können wir zukünftig auch einfach bleiben lassen.

  4. Anwohner aus Berg
    29. Juli 2017 um 12:50

    Ich bin hier aufgewachsen, bin nicht gegen das Neue, sondern für eine gesunde und schöne Ortsentwicklung und dass nicht um jeden Preis alles zugepflastert wird.
    Gerade der Kreuzweg ist ein sehr traditioneller, schöner Weg, auf den wir alle acht geben sollten, damit auch unsere Kinder sowie kommende Generationen zu Fuß sicher in die Schule kommen.
    Mir geht es darum das Schöne zu bewahren, Neues PASSEND zu gestalten und das Gefühl “denn do bin i dahoam” nicht sterben zu lassen.

  5. Gast
    30. Juli 2017 um 21:26

    Liebe QUH mein Kommentar vom 28.07. um 22:10 war keine Kritik an Eurem Bericht sondern wegen dem Kommentar 24.07 um11:24. Leider gibt es keine Funktion auf einen Kommentar zu antworten. Vielleicht in Zukunft ja. Ich denke das wenn sich die Bürger für ihre Gegend einen Bebauungsplan wünschen dies doch lobenswert ist. @QUH: Macht bitte weiter so.

    • quh
      1. August 2017 um 13:32

      Ah okay – vielen Dank 😉 Man kann wohl unter den Kommentaren einfach noch mal kommentieren – also quasi wie eine Antwort.

Kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *