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Die 22. Welle

Da unser Adventskalender mit Denkmälern und denkwürdigen Orten in Berg langsam zum Ende kommt, heute noch einmal ein waschechtes denkmalgeschütztes Gebäude, das die Aktennummer D-1-88-113-82 trägt. Die offizielle Bezeichnung des Gartenhäuschens im Garten einer ebenfalls denkmalgeschützten Villa trägt den Titel “Gartenhaus in Form einer kleinen neugotischen Kapelle mit Dachreiter und Astdekor, um 1890/1900.” und ist ein großes Rätsel.

Das denkmalgeschützte Gartenhäuschen von Allmannshausen

Das Häuschen “mit Dachreiter und Astdekor” steht nahe des Zieglerwegs im Garten der sogenannten “Weber-Villa”, die als eines der wenigen im Bauhaus-Stil errichteten Gebäude in Oberbayern gilt und von dem Architekten Gerhard Weber 1956 für seine eigenen Bedürfnisse erbaut wurde. Da Gerhard Weber viel arbeitete, aber nicht gerne kochte, besteht sie zu zwei Dritteln aus einem Büro, enthielt aber nur eine kleine Not-Küche, was dem Nachbesitzer, einem nicht ganz unbekannten deutschen Ex-Nationalspieler, etwas unpraktisch vorkam. Ein Interview mit einem Nachfahren von Gerhard Weber, der noch bei Mies van der Rohe studiert hatte, findet sich im QUH-Blog hier: https://quh-berg.de/die-weber-villa-in-allmannshausen-64958856/.

Die Weber Villa vor dem Umbau durch Michael B.

Wie das neugotische Gartenhaus, das sogar schon länger als die zugehörige Villa auf der Denkmalliste steht, in den Garten einer Bauhausvilla kam, entzieht sich unserer Kenntnis. Nicht einmal die Funktion ist klar: War es eine Kapelle? Diente es nur zur Unterbringung von Gartengeräten … oder konnte man sich im Inneren doch aufhalten, wie in einigen historischen Gartenhäusern des 19. Jahrhunderts, die Dichtern, Denkern, Komponisten (z.B. Schiller, G.B. Shaw, Gustav Mahler) oft als Arbeitsenklave dienten? Auch wieso man ein Gartenhäuschen als neugotische Kapelle baut und erst recht, wieso dieses baufällige Kleinod mit dem Blechdach früher auf die Denkmalliste kam als die imposante Villa, auf deren Grundstück sie steht. Das Gebäude ist von der Straße aus nicht leicht zu entdecken. Andererseits haben wir trotz intensiver Suche kein nur annähernd ähnliches Gebäude finden können. Allerdings konnten Gartenlauben durchaus früher aufwendige Formen annehmen, wie diese Abbildung beweist:

„Klein, aber mein“ steht im Giebel der Laube, die noch dazu mit Dachverzierungen geschmückt ist. Die stolze Besitzerfamilie aus Lichtenrade posiert mit Gießkanne und Arbeitsgerät sowie einem dicken Apfel (Postkarte, um 1910).

Gartenlaube aus dem 19. Jahrhundert © Archiv Deutsches Kleingärtnermuseum Leipzig

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