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Der QUH-Adventskalender: das 11. Schildchen

Die Johannisgasse in Berg ist – wie so viele Straßen, die in Berg an Kirchen liegen – nach der gleichnamigen Kapelle benannt, die unmittelbar an der Hangkante über dem Würmsee steht und für Berg eine ganz besondere Bedeutung hat …

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Um zu erfahren, welche Ehre sich hinter dem 11. Schildchen verbirgt, klicken Sie auf das Bild oder hier.

… ist sie doch eines der ältesten urkundlich erwähnten Bauwerke der Gemeinde und des ganzen Starnberger Sees: Im Jahr 822 tauschte sie der Freisinger Bischof als “perge cum basilica” von einem Edlen namens Cotescalch ein. An der Stelle dürfte es schon länger germanische Siedlungen gegeben haben. Bis 1867 trug die Johanniskapelle einen Zwiebelturm, den die Aufkirchner Zimmerer Doll durch die schindelgdeckte Spitze ersetzten, die von König Ludwig II. persönlich finanziert wurde.

Gewidmet ist die Kirche dem Hl. Johannes dem Täufer, einem asketischen Prediger, der – geboren am 24.Juni im Jahre 0 und genau ein halbes Jahr älter als Jesus – am Jordan die Ankunft eines neuen Gottesreiches predigte und dort Menschen taufte. Johannes, der auch im Islam verehrt wird, ist historisch nachweisbar. Unter Johannes’ Anhängern und den von ihm Getauften war auch der bis dahin noch nicht öffentlich aufgetretene Jesus. Noch zu dessen Lebzeiten wurde Johannes – damals ein Gefangener des Herodes Antipas (Sohn des Herodes, Herrscher über Galiläa), dessen Hochzeit mit seiner Schwägerin Herodias er kritisiert hatte – um das Jahr 28 n. Chr. hingerichtet.

Bekannt aus Bibel, Oper und von Gemälden ist die Enthauptung des Johannes durch Herodes. Dieser wollte den populären Prediger ursprünglich nicht hinrichten. Erst als Salome, die Tochter seiner neuen Frau, für den Herrscher nur mit Schleiern verhüllt tanzt, ihm “gefiel” (Bibel) und sie daraufhin einen Wunsch frei hat, wünscht diese sich auf Anraten ihrer Mutter den Kopf des Johannes in einer Schale. Dieser Kopf wird als Reliquie an mehreren Orten verehrt: erstens in Rom (San Silvestro in Capitele), zweitens in der Kathedrale von Amiens, drittens in der Omayadden Moschee in Damaskus und seit 2010 auch auf der bulgarischen Schwarzmeerinsel Sweti Iwan, wo Archäologen ihn unlängst und “nachweislich” fanden.

Johannes, der eigene Jünger besaß und nicht zum Anhänger Jesu wurde, ist u.a. der Heilige der Lämmer, Bauhütten und Steinmetze. Er ist anzurufen bei Kopfkrankheiten: Kopfschmerzen, Schwindel, Alkoholismus, Angstzuständen und bei Tanzwut. Die Johannisfeuer, eigentlich am Tag der Sommersonnenwende, der Mittsommernacht, haben vorchristliche Wurzeln, wurden aber vom Christentum vereinnahmt.

Um zu erfahren, welche Ehre sich hinter dem Schildchen verbirgt, klicken Sie auf das Bild oder hier.