Blau und schwarz wie Bayern und Iran

Heute ist es wieder so weit: die mit Sicherheit einzige Galerie für iranische Kunst in ganz Oberbayern (und weit darüber hinaus), die in Berg seit Jahren residiert, feiert Vernissage. Diesmal zu Gast: die in Paris lebende, in Theran geborene Künstlerin Hanieh Delecroix, die hauptsächlich in blau und schwarz malt und Themen aus der psychoanalytischen Seelenkunde aufnimmt.

Kunst für und über die Psyche: Hanieh Delecroix

Die Galerie schreibt uns nicht ganz ohne etwas kuratorisches Pathos: “Haleh Gallery präsentiert in der Einzelausstellung PULSE Werke der Künstlerin. Hanieh Delecroix’ künstlerische Praxis ist stark geprägt von ihrer professionellen Erfahrung als Psychotherapeutin und Psychoanalytikern. In ihren Arbeiten gehen Psychoanalyse, Schreiben und Malen eine symbiotische Verbindung ein. Für ihre Arbeiten wählt Hanieh Delecroix oftmals das fragile Material Papier. Die Materialität des Papiers tritt hier in eine besondere Erscheinung. Das Papier ist bisweilen verknittert, eingerissen, zerrissen, transparent und durchscheinend. Durch seine materielle Beschaffenheit nimmt das Papier die Funktion der menschlichen Haut an. Unsere Haut, der äußere Spiegel der Seele erzählt von Falten, Narben und Spuren, die das Leben und die Erfahrungen auf unseren Körpern hinterlassen haben.”
Eröffnung ist heute, Freitag um 18 Uhr. Die Künstlerin wird bei der Eröffnung anwesend sein. 

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