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  • Andreas von Meyer zu Knonow

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  • Christian Kalinke

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    Listenplatz 20

Die (angehende) Schneiderin

Theresa Demmler macht gerade eine Schneiderlehre im Meisteratelier Kirchmayr in Königsdorf. Sie ist der allererste Lehrling dort, sozusagen das Versuchskaninchen. Weil Theresa Abitur hat, möchte sie die Lehrzeit von den regulären drei Jahren auf 2,5 Jahre verkürzen und wäre somit im Februar 2016 eine fertig ausgebildete Damen-Maßschneiderin.


Theresa Demmler

QUH: Wie wird man eigentlich Schneiderin?
Theresa Demmler: “Ich hatte schon immer eine kreative Ader und wollte somit auch einen Beruf, in welchem ich diese ausleben kann. Die Entscheidung, eine Lehre zur Schneiderin zu machen, traf ich vielleicht auch, weil ich im Hinterkopf hatte, dass schon meine Oma derselben Tätigkeit nachging. Es war eher ein spontaner Entschluss, der sich jedoch nie als falsch erwiesen hat.”

QUH: Was machst du denn so den ganzen Tag? Wie sieht ein normaler Tagesablauf bei dir aus?
Theresa Demmler: “Mein Arbeitstag beginnt um 8:00 Uhr. Da ich in einer Damen-, Herren- und Trachtenschneiderei mit Stoffverkauf arbeite, fallen unterschiedlichste Arbeiten unter meinen Aufgabenbereich. Ich mache Änderungen, nähe Dirndl oder bin im Stoffverkauf tätig. Um 17:00 Uhr darf ich dann den Heimweg antreten.”

QUH: Ein besonderes Erlebnis?
Theresa Demmler: “Das Beeindruckendste war für mich der schnell voranschreitende Lernvorgang. Ich hätte nie gedacht, dass ich innerhalb nur einen Jahres bereits so viel neues Wissen und so viele Fertigkeiten erlernen kann. Allein im ersten Lehrmonat habe ich mir privat mit Unterstützung meiner Chefin ein komplettes Dirndl (siehe Bild) genäht. Dieses Jahr geht schon so gut wie alles alleine.”

QUH: Deine Pläne für die Zukunft?
Theresa Demmler: “Nach meiner Ausbildung zur Damen-Maßschneiderin möchte ich noch studieren. Am naheliegendsten ist es da natürlich einen Studiengang zu wählen, bei dem ich von meinem durch die Lehre erlangten Wissen profitieren kann. Momentan würde ich sagen Mode-, Marken- und Trendmanagement wäre genau das Richtige für mich. Allerdings kann sich das alles im Laufe der Zeit noch ändern. Das lasse ich einfach auf mich zukommen.”

QUH: Dein Traumberuf? Oder: Was wolltest du eigentlich werden?
Theresa Demmler: “Ich träume davon, dass ich einen kreativen Beruf habe, der mir große Freude bereitet. Dazu zählt natürlich auch, dass die Kunden meine Arbeit zu schätzen wissen und ich mich dementsprechend finanziell gut absichern kann. Allerdings ist das gar nicht so leicht. Als Schneiderin ist man sehr schlecht bezahlt (Mein derzeitiges Gehalt im 2. Lehrjahr beträgt 300 €. Wenn man Geselle ist, kann man froh sein, wenn man über 1000,- € erhält). Aber wer würde auch einer Schneiderin 350,- € nur für das Nähen eines Dirndls bezahlen (was einem Stundenlohn von ca. 10 € entspricht). Der Stoff muss dazu noch berechnet werden, welcher nochmal ca. 300 € kostet. Genau aus diesem Grund ist es den Schneiderinnen nicht möglich, einen angemessenen Preis herauszuhandeln. Es sei denn, man ist gut – sehr gut. Und genau da möchte ich hin. Das wäre meine Traumvorstellung.”

QUH: Bist du politisch aktiv?
Theresa Demmler: “Nein.”