23.6.: Orff-Lesung in Schloss Kempfenhausen

“Astutuli, so heißt das Spiel, Astutuli, so viel man will” : Der Rezitator Klaus Wittmann  trägt am Sonntag, den 23. Juni, um 15 Uhr Stücke aus dem “Bairischen Welttheater” des Autors und Komponisten Carl Orff im Rittersaal von Schloss Kempfenhausen vor.

 

 

Der Rezitator und künstlerische Sprecher Klaus Wittmann hat die alleingen Aufführungsrechte aller bairisch-sprachigen Orff-Werke als Lesung und trägt seit 2018 mit freundlicher Genehmigung des Rechteinhabers Schott Music GmbH die Stücke aus dem “Bairischen Welttheater” des Autors und Komponisten Carl Orff öffentlich als Lesungen vor. Klaus Wittmann erhielt bereits in jungen Jahren Sprech- und Schauspielunterreicht bei Godela Orff (Tochter von Carl Orff) und nahm auf Empfehlung des BR-Sprechers und Regisseurs Wolf Euba professionellen Sprechunterricht bei Axel Wostry (BR). Klaus Wittmann kennt die bairisch-sprachigen Werke von Orff wie kein anderer. Mit seinen erfolgreichen Orff-Interpretationen tritt er in besonderen Orten in ganz Bayern und darüber hinaus auf. So war er u.a. bereits zu Gast im Schloss Nymphenburg, in den Klöstern Andechs, Benediktbeuern und Seeon sowie in der Sawallisch-Villa in Grassau.

Über “Astutuli – Eine bairische Komödie” von 1953:
Die Superschlauen der Welt gilt´s über den Tisch zu ziehen! Wie? Man lädt marktschreierisch zu einem Spektakel. Und vom Bürgermeister, Ratsherren bis zum Pöbel des Städtchens kommen sie auch schon gerannt. Trickreich lügen der Gagler und seine Spießgesellen ihrem Publikum ein Wolkenkuckucksheim vor. Da keiner der überschlauen Bevölkerung eingestehen will, überhaupt nichts zu sehen, haben die Schwindler leichtes Spiel; denn wer sich solches vorschwindeln lässt, den kann man um mehr als nur seine Wahrnehmungsfähigkeit erleichtern…

Über “Die Bernauerin – Ein bairisches Stück” von 1947:
“Die Bernauerin” ist Carl Orffs erstes bairisch-sprachiges Werk, dass im Jahre 1947 uraufgeführt wurde. Es ist ein bairisches Sprechdrama, eine Synthese von Wort und Rhytmus rund um das theatrum mundi. Der geschichtliche Hintergrund der “Bernauerin” ist die Liebesgeschichte des Thronerben Albrecht III., der die Baderstochter heimlich zu seiner Gemahlin nahm. Dem zürnenden Vater Herzog Ernst, der die Ehe rückgängig machen wollte, verweigerte er den Gehorsam. Herzog Ernst ließ aus Sorge um die legitime Nachfolge Agnes gefangen nehmen und ertränken.

Carl Orff über seine Beschäftigung mit der bairischen Sprache und die Lektüre von Andreas Schmellers “Bayerisches Wörterbuch”: Ich studierte das umfassende Werk nahezu Zeile für Zeile mit wachsender Begeisterung […], wobei sich mir der altbairische Dialekt[…]in seiner Kraft, in seiner Anschaulichkeit und Bildhaftigkeit und nicht zuletzt in seinem unerschöpflichen Vokalreichtum als eine neue Klangwelt erschloß. Diese Klangwelt war das Entscheidende für das ›bairische Stück‹ (Die Bernauerin), das durchweg für Schauspieler gedacht war: Musik aus der Sprache, gesprochene Musik. Dabei schreckte ich auch nicht vor neuen Wortbildungen zurück. So entstand aus einzelnen alten, längst vergessenen Worten und Wortbildern Szene um Szene.«”

Sonntag, 23.6., 15 Uhr
Rittersaal von Schloss Kempfenhausen

Karten zu 15 € sind erhältlich bei bei Klaus Wittmann, Tel. 08041 7962940, www.klaus-wittmann.com, um Reservierung wird gebeten.

 

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