146,5 Millionen Badewannen

Das Wasser im See wird in diesem heißen Sommer nicht nur wärmer, sondern auch weniger. Wer nicht gerade an der Allmannshauser Steilwand baden geht, muss sich deutlich weiter vom Ufer entfernen, bis das Wasser zur Brust reicht. Und wie berichtet ist der Wasserstand an manchen Anlegestellen so niedrig, dass keine Dampfer mehr anlegen können. Von wie viel Wasser reden wir eigentlich genau?

 

Stand heute, 5.8.2026, 10:15 liegt der Wasserstand in Starnberg laut Hochwassernachrichtendienst Bayern bei 583,86 m NHN. NHN bedeutet “Normalhöhennull” und ist seit 1993 der Standard für geographische und topographische Messungen. Der mittlere Seespiegel liegt bei 584,25m NHN. Der Pegel ist damit um 39 cm gesunken.

 

Die Oberfläche des Starnberger Sees beträgt rund 56,36 Quadratkilometer oder 56.360.000 m². Multipliziert man nun die Gesamtoberfläche des Sees mit der gesunkenen Höhe, erhält man den Verlust in Kubikmetern: 56.360.000 m² x 0,39 m = 21.980.400 m³.

Ein Kubikmeter entspricht 1000 Litern. Der Wasserverlust beträgt damit am heutigen Tag 21.980.400.000 l.

Der Inhalt einer durchschnittlichen Badewanne wird mit 150 l berechnet. Teilt man das verlorene Volumen von 21.980.400.000 l durch 150 l, ergibt sich, wie viele Badewannen man damit hätte füllen können: 146.536.000. Der Wasserverlust des Sees entspricht also etwa 146,5 Millionen vollen Badewannen. Insgesamt entspricht das trotzdem aber nur 0,75% des gesamten Wasservolumens unseres Sees, denn er ist das wasserreichste stehende Gewässer Bayerns. Um ihn allerdings wieder aufzufüllen, wäre ein sehr langer Regenguss notwendig – denn der See wird nur durch mehrere kleine oberirdische Zuflüsse und unterirdische Quellen gespeist.

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