Menu
  • Elke Link

    Elke Link

    Listenplatz 1
  • Dr. Andreas Ammer

    Dr. Andreas Ammer

    Listenplatz 2
  • Martin Snajdr

    Martin Snajdr

    Listenplatz 3
  • Elke Grundmann

    Elke Grundmann

    Listenplatz 4
  • Cédric Muth

    Cédric Muth

    Listenplatz 5
  • Chiara Brunnhuber

    Chiara Brunnhuber

    Listenplatz 6
  • Cornelius Verenkotte

    Cornelius Verenkotte

    Listenplatz 7
  • Susan Gately Köchner

    Susan Gately Köchner

    Listenplatz 8
  • Klaus Böck

    Klaus Böck

    Listenplatz 9
  • Andrea Kirsch

    Andrea Kirsch

    Listenplatz 10
  • Andreas Huber

    Andreas Huber

    Listenplatz 11
  • Anna Gastl-Pischetsrieder

    Anna Gastl-Pischetsrieder

    Listenplatz 12
  • Jonas Goercke

    Jonas Goercke

    Listenplatz 13
  • Andreas von Meyer zu Knonow

    Andreas von Meyer zu Knonow

    Listenplatz 14
  • André Weibrecht

    André Weibrecht

    Listenplatz 15
  • Christian Kalinke

    Christian Kalinke

    Listenplatz 16
  • Michael Kundt

    Michael Kundt

    Listenplatz 17
  • Harald Kalinke

    Harald Kalinke

    Listenplatz 18
  • Ralf Grundmann

    Ralf Grundmann

    Listenplatz 19
  • Dr. Jokl Kaske

    Dr. Jokl Kaske

    Listenplatz 20

Vom Leben ohne Geländer

Eine gar nicht so unbeträchtliche Traube von Zuhörern versammelte sich gestern auf der Rottmannshöhe, um bei der von Gerd Holzheimer und Elisabeth Carr im Rahmen des Literarischen Herbstes veranstalteten Lesung über den “verrückten” Psychiater Otto Gross dabei zu sein. Der Schauspieler Michael Tregor las, die Literaturwissenschaftlerin und Leiterin der Münchener Monacensia Dr. Elisabeth Tworek erzählte aus dem wilden Leben der Schwabinger Bohème, von den Utopien auf dem Monte Verità, vom Münchner Anarchismus – vom “Leben ohne Geländer”, das nicht selten mit dem Tod oder im Katholizismus endete. Ihr Fazit: Solche Modelle werden dann besonders populär, wenn eine Gesellschaft zu erstarren droht – und gerade sei wieder ein großes Interesse an solchen Texten spürbar. “Unserer Gesellschaft mangelt es derzeit an Offenheit”, schloss Dr. Tworek.

Elisabeth Carr versprach zu Beginn allen Teilnehmern, die sich an dem zum Thema passenden Leseort eingefunden hatten: “Das ist zwar ein psychiatrisches Krankenhaus, aber ich verspreche Ihnen, Sie kommen wieder heraus.” “Ach, so oa Woch…”, konnte sich der im Publikum anwesende Kabarettist Josef Brustmann jedoch durchaus vorstellen.