Verschwindende Nachrichten: Die Zeltstadt wird abgebaut

Eine Gemeinde atmet auf. Im Gemeinderat wurde in jeder Sitzung danach gefragt; eine Antwort gab es nie. Nach eineinhalb Jahren ist endlich soweit: Die seit ein paar Monaten überflüssig gewordene Zeltstadt in Berg am Huberfeld, ehemals Dokument  für Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft, seit ein paar Monaten Memento für die Trägheit des Landratsamtes, wird gerade abgebaut.

Andreas Pain, Kreisbrandinspektion STA und Georg Haslbeck

Arm in Arm für die gute Sache: Haslbeck & Pain 

Andreas Pain von der Kreisbrandinspektion Starnberg, der die Arbeiten koordiniert, erklärt: Die Feuerwehren aus Allmannshausen, Erling-Andechs, Starnberg und Oberpfaffenhofen und das THW bauen, unterstützt von Herrn Haslbeck, gemeinsam die Zelte, das Holz und die Heizlagen ab.

FFW Erding-Andechs

Das Fahrzeug der FFW Oberpfaffen hat eine große Ladefläche, auf der normalerweise ein 5.000 l Tank liegt, heute aber Zelte transportiert werden.

Die Feuerwehr Allmannshausen lagert zwei Zelte, der Katastrophenschutz die Heizanlagen und sechs Zelte ein. Die Zelte werden vorher von einer Spezialfirma gereinigt. Das Holz wird von THW und den Feuerwehren als Rüstholz weiterverwendet.

Freier Platz für ein Rathaus?

Andreas Pain betont auf unsere Nachfrage, dass ohne die Unterstützung der Feuerwehren im Landkreis STA, die ihre Freizeit opfern, obwohl dies nicht ihre Kernaufgabe ist, weder der Aufbau noch der Abbau der Zelte möglich gewesen seien. Wir bedanken uns gemeinsam mit der Kreisbrandinspektion ganz herzlich dafür.

Bis sämtliche Zelte entfernt werden, wird es allerdings noch ca. zwei Wochen dauern.

Kommentieren (3)

  1. Melitta Schmid
    10. April 2017 um 14:43

    Laut Artikel in der SZ von heute, 10. April 2017, ist an einen kompletten Abbau bis Ende April wohl nicht zu denken, an Aufatmen also erstmal auch nicht.
    Auf die Lösung bin nicht nur ich gespannt.
    Melitta Schmid

  2. BergerBürger
    10. April 2017 um 17:19

    Es wird bis Ende April schon keiner an der leeren Zeltstadt ersticken. Feinstaub macht sie auch keinen, also ganz ruhig weiteratmen… Was danach kommt wird viel schlimmer werden und bleiben… Das letzte Denkmal von Herrn Monn was er uns als Bürgermeister schenkt. Ob der Bau noch in seiner Amtszeit fertig wird steht in Frage. Aber der Baubeginn bestimmt, das läst er sich nicht nehmen. Kreisverkehr, Windräder und Rathaus… Monn “Make Berg Great Again”

  3. Uwe Kläner
    28. April 2017 um 11:25

    Es war mal wieder ein großer Tag mit viel Aktionismus. Viele schöne rote Lastwagen der verschiedenen Feuerwehren waren im Einsatz, blaue Lastwagen des Technischen Hilfswerks brachten Farbe ins Spiel, weiße Lieferwagen mit Anhängern transportierten ihre Beute weg, jeder hatte Uniform an und Werkzeuge ratterten. Ein riesiges schönes Männerspiel.

    Leider verpuffte die Energie, bevor vernünftig aufgeräumt wurde. Seitdem sieht alles noch katastrophaler aus als zuvor.

    Den Bewohnern wurde eingetrichtert, sorgsam mit den Zelten und Möbeln umzugehen. Nicht immer hat das geklappt, aber der heutige Umgang spottet jeder Beschreibung. Ich möchte garnicht wissen, wieviel Geld hier für die Anschaffung und den Betrieb der Zeltstadt verblasen wurde.

    Also: Wie geht es weiter? Wann wird das Landratsamt endlich aufräumen?

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