Live aus der Bürgerversammlung: Die 6. Frage – Andreas Eberl

Frage: Ich besuche häufig GR Sitzungen. Es kommen wenige Besucher, weil es keine interessante Themen gibt. Aber:

Die Kostenschätzung, die 12,7 Mio beträgt  sei nicht richtig. Deshalb sei die  Entscheidung des GR für den neuen Standort  nicht nachvollziehbar.

BM Monn: Es gibt keine Kostenermittlung, da wir uns jetzt noch in der Ausschreibungsphase befinden. Wir haben einen guten Deal mit der Kirche gemacht und das Grundstück bleibt im Gemeindebesitz. Die Kosten von 12,7 Mio war eine erste Schätzung, die sich nach 2 Jahren Planung sicher noch ändern wird.

 

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  1. Dipl. Ing. FH Andreas Eberl Architekt
    12. Mai 2019 um 10:01

    Sehr geehrte Q.U.H. e.V.,

    leider haben Sie meine drei Aussagen während der letzten Bürgerversammlung nicht korrekt, bzw. vollständig wiedergegeben.
    
Als erstes hatte ich den Schluchtweg, die Verbindung von Assenhausen zum See, aufgeführt.
Wie bereits im vergangenen Jahr, habe ich noch einmal darauf hingewiesen, dass die eingebauten Stufenbegrenzungen aus Kunststoff besonders bei Nässe die fehlende Rutschsicherheit ausweisen.
Es ist hier bereits zum Unfall gekommen.
Durch eine Nachbesserung der Oberfläche könnte die Rutschsicherheit ausreichend hergestellt werden!
Des Weiteren sind solche Kunststoffbohlen vor der Sitzbank an der Lindenallee Höhe Kreuzmöselberg verbaut.

    Mehrere Gemeinderäte haben sich teilweise verärgert über das geringe Interesse der Berger Bürger an den Ratssitzungen geäußert. 
Wie aber soll politische Neugierde entstehen, wenn die spannenden Themen ausschließlich in nicht- öffentlichen Sitzungen behandelt werden? 
Vier Jahre lang ist der Rathausneubau ausschließlich hinter verschlossenen Türen diskutiert worden. Und hätte nicht vermutlich mindestens ein Ratsmitglied interveniert, wäre auch die Abstimmung hinter verschlossenen Türen durchgeführt worden. 
In dieser Sondersitzung viel der für mich unpassende Ausspruch von Herrn Dr. Ammer „vox populi“, „die Stimme des Volkes“, in Zusammenhang mit der Entscheidung zum Rathausneubau. Welche Stimme meinte er wohl??

    In dieser Sondersitzung vom 18. Juni 2018 wurden die drei Varianten der Rathauserweiterung bzw. des Rathausneubaus erklärt. 
In meiner Eigenschaft als Architekt fiel mir auf, dass für alle Vorhaben eine Kostenschätzung entsprechend der DIN 276 ermittelt wurde. 
Eine Kostenschätzung kann bis zu 35% plus/minus von den Kostenfeststellung ( endgültige Herstellungskosten ) abweichen. Somit kann eine solche Kostenermittlung nicht als Grundlage für eine solch weitreichende Entscheidung dienen. 
Des weiteren wurde in der Variante „Rathauserweiterung“ ein Sonderposten von 1,3 Mio. Euro 
für ein Ausweichquartier für die Verwaltung während der Zeit der Erstellung des Neubaus vorgesehen. 
Ich bin der Ansicht, dass diese Ersatzmaßnahme nicht notwendig und ein Verbleib im Rathaus zumutbar wäre.
Eine kritischerer Umgang im Bezug auf das Zahlenwerk, das letztlich ja der Berger Bürger durch seine Steuerbeiträge stemmt, habe ich bei der Entscheidung vermißt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Andreas Eberl

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