Kultur-Triple

In drei ganz unterschiedlichen Formaten – Text und Bild, Text und Musik, Bild und Musik – gibt es derzeit Kultur aus Berg. Am Donnerstag, den 7. Juni, stellt Katja Sebald um 19:30 Uhr im Rathaus ihr neues Buch „Mein bester Spezi ist der Kramerfeichtmartl gewesen – Auf den Spuren von Oskar Maria Graf in Berg“vor, das gerade im Allitera Verlag erschienen ist.

Katja Sebald spürt Oskar Maria Grafs Spuren in Berg nach. „Mein bester Spezi ist der Kramerfeichtmartl gewesen“, schreibt Oskar Maria Graf in Erinnerung an seine Kindheit in Berg. Die „alte Resl“ soll einmal bei Ludwig II. zum Kaffee eingeladen gewesen sein, der Schmalzerhans gar im Bett des Königs geschlafen haben. Nicht nur der unglückliche Märchenkönig, der die Sommer im Berger Schloss verbrachte, wird in den Erzählungen des Schriftstellers noch einmal lebendig, sondern auch andere mehr oder weniger bekannte Bewohner Bergs. Viele Textpassagen lassen sich an noch heute bestehenden Gebäuden wie auch an Familiennamen verorten.

Josef Brustmann hat einige Gedichte von Graf vertont und unternimmt die musikalische Begleitung des Abends.

Das bringt uns darauf, dass wir völlig vergessen haben, auf Brigitte Reihls schönen Beitrag “Das Glück des Tüchtigen: Eugen Graf in Amerika” hinzuweisen, der in der neuesten Ausgabe der “Starnberger Hefte” erschienen ist.

Brigitte Reihl wertete Briefe aus dem Nachlass des “Schatzlbauers”  Paul Huber aus, der zu Schulzeiten mit Eugen Graf, dem Bruder von Oskar Maria befreundet war. Eugen zog es nach Amerika – das gefühlte Gegenteil von Berg –, kehrte aber nach dem ersten Ausreiseversuch wieder nach Berg zurück. Paul Huber schreibt in seiner “Schatzlhofchronik” dazu: “Er war damals unförmig dick geworden, trank viel Schnaps und machte keinen guten Eindruck. Mit seinem älteren Bruder, dem Max, vertrug er sich gar nicht mehr.  (…) Schließlich wurde das Verhältnis aber ganz unhaltbar; der Eugen wanderte wieder aus. (…) Schließlich ließ er die Frau mit den Kindern irgendwo sitzen und reiste als Tramp durch das Land.” Doch er sollte noch die berühmte Karriere vom Tellerwäscher zum Millionär machen.

Und wer noch einmal den schwarzen Weiher in Allmannshausen mit den Augen von Elke Link sehen möchte, kann am Mittwoch, den 6.6., zur Ausstellungseröffnung in die Logopädische Praxis von Kathrin Bandomer, Am Georgenbach 10 A, in Starnberg – mit kleinem Gärtchen – kommen. Von 18 bis 20 Uhr gibt es ein Gläschen zu trinken und Jazzstandards von drei Musikern von Justyn Tyme.

Kommentieren (0)

Keine Kommentare vorhanden

Kommentieren

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind markiert *