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  • Elke Link

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  • Dr. Andreas Ammer

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  • Martin Snajdr

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    Listenplatz 3
  • Elke Grundmann

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  • Cédric Muth

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  • Chiara Brunnhuber

    Chiara Brunnhuber

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  • Cornelius Verenkotte

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  • Susan Gately Köchner

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    Listenplatz 8
  • Klaus Böck

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    Listenplatz 9
  • Andrea Kirsch

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    Listenplatz 10
  • Andreas Huber

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    Listenplatz 11
  • Anna Gastl-Pischetsrieder

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    Listenplatz 12
  • Jonas Goercke

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    Listenplatz 13
  • Andreas von Meyer zu Knonow

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    Listenplatz 14
  • André Weibrecht

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    Listenplatz 15
  • Christian Kalinke

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    Listenplatz 16
  • Michael Kundt

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    Listenplatz 17
  • Harald Kalinke

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    Listenplatz 18
  • Ralf Grundmann

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    Listenplatz 19
  • Dr. Jokl Kaske

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    Listenplatz 20

Die dritte Schrift

„Ein Kalligraph fertigte drei Schriften an. Eine, die nur er allein lesen konnte. Eine zweite, die er und alle andern lesen konnten. Und eine dritte, die weder er noch irgendeiner sonst lesen konnte. Ich bin diese dritte Schrift.“
Shams-e-Tabrizi

Wer sich heute Abend nicht zwischen bildender Kunst und Lesung entscheiden kann, hat sogar die Möglichkeit, sich beides hintereinander angedeihen zu lassen. Vor der Johannes Clair-Lesung in der Gemeindebücherei um 19:30 Uhr lädt Haleh Heydari Asil schon ab 18 Uhr zur Vernissage in ihre Haleh Gallery. Sie zeigt den in Teheran geborenen und in San Francisco lebenden Maler Yari Ostovany und den Starnberger Bildhauer Max Wagner.

Ostovany geht in seinen Arbeiten aus vom mythologischen Motiv, vom Symbol, vom Zeichen, verändert dieses jedoch durch mehrfache Überlagerungen und Übermalungen – letztlich bis zur Unkenntlichkeit. Dabei bezieht er sich zum Beispiel auf den Sufi-Dichter Attar und seine “Vogelgespräche”, aber auch auf die griechische Sage oder die westliche moderne Lyrik.

Diese “kalligraphische Geste”, wie Haleh es ausdrückt, verbindet Okstovany mit Max Wagner, der aus abstrakten Schriftzeichen Objekte macht. Schreiben ist für ihn weniger Mitteilung denn Meditation, und so haben seine Skulptur gewordenen Schriftzeichen jeglichen Informationsgehalt verloren, sind eigenständige Ornamente der Unlesbarkeit.

Max Wagner schuf übrigens auch das Oskar-Maria-Graf-Denkmal vor der Schule in Aufkirchen.