Die 16. QUH Jahreshauptversammlung

Zum 16. Mal und zum ersten Mal seit C-19 traf sich die QUH “in Person” zur im Vereinsrecht vorgeschriebenen Jahreshauptversammlung. Ort des Treffens waren die neu und äußerst geschmackvoll gestalteten Räume von Erich Hirts “Hotel Schloss Berg”. Wie bei diesen Treffen üblich wurde der offizielle Teil von Schriftführer und QUH-Hirte André Weibrecht sowohl zügig als auch amüsant abgewickelt, bevor es zu interessanten Diskussionen (und einem neuen Vorstand) kam.

Hier ist gut tagen: die QUH im neuen (alten) “Hotel Schloss Berg”

QUH-Fraktionsführer Harald Kalinke, der nicht mehr als QUH-Vizevorsitzender antrat, eröffnete die Veranstaltung und übergab das Wort dem Versammlungsleiter André Weibrecht. Dieser berichtete stolz von 163 QUH-Mitgliedern, von denen 20 anwesend waren. Drei Mitglieder sind im letzten Jahr auf teils tragische Weise verstorben. Für sie wurde eine gemeinsame Schweigeminute abgehalten.

Dritte Bürgermeisterin Elke Link, alte & neue Vorsitzende der QUH berichtete 

Dann wurde von der Arbeit der QUH berichtet: Zuerst erzählte Elke Link, die 3. Bürgermeisterin, von der nicht immer leichten Arbeit in den diversen Krisen. Sie erzählte, wie die QUH versuchte, bei den Corona-Maßnahmen aktiv zu helfen, wie der QUH-Blog in Zeiten der Lockdowns zu einem noch wichtigeren Medium wurde und davon, wie die neueste Krise in Gestalt der Kriegsflüchtlinge auch unsere Gemeinde erreicht hat. Ausdrücklich bat sie um die Unterstützung des Berger Asylhelferkreises. Sie freute sich über die funktionierende Bürgerbeteiligung, in der viele QÜHe abseits des Gemeinderates aktiv sind. Eine klare Absage erteilte sie Überlegungen, das Wort QUER im Namen der Partei zu ersetzen: “Wir lassen uns das nicht wegnehmen!“, erklärte sie den applaudierenden Zuschauern.

Der Fraktionsvorsitzende Harald Kalinke erzählte daraufhin von der politischen Gemeinderatsarbeit: von Steuererhöhungen (Hunde & Zweitwohnungen), von fortschreitenden Rathausplanungen und gemeinsam mit anderen Fraktionen verhinderten Planungen im Außenbereich von Biberkor.

Viel Applaus bekam auch der Kulturbeauftragte der Gemeinde, Dr. Andreas Ammer, der noch einmal das umfangreiche Kulturprogramm zu den 1200-Jahr-Feiern der Gemeinde Berg vorstellte, das es – wie so einige Dinge in Berg – ohne die QUH nicht gegeben hätte. (Zum Programm geht es hier: http://berg1200.de )

Harald Kalinke berichtet aus dem Gemeinderat, neben ihm QUH-Schriftführer & Versammlungsleiter André Weibrecht (mit legendärem QUH-T-Shirt)

Wegen der Pandemie verhindert war der jüngste Gemeinderat und Jugendbeauftragte der Gemeinde, Jonas Goercke. An seiner Stelle berichtete Elke Link, dass man seinen Jugend-Etat komplett in die Renovierung des einstmals von der QUH angestoßenen Skater-Platzes in Berg-Nord gesteckt habe, der in der Pandemie einen erstaunlichen Aufschwung als Treffpunkt der Jugend genommen hatte.

Auch vom Konto der QUH gab es von Schatzmeister Ralf Grundmann Erfreuliches zu vermelden. Das Konto ist – dank großzügiger Spenden und der zahlreichen Mitgliedsbeiträge – wieder prall gefüllt. Das – seit der Bürgermeisterinnenwahl – fällige QUH-Fest fand leider immer noch nicht statt. Wir arbeiten daran! Zumindest gab es für die anwesenden Mitglieder Freibier und (köstliche, danke Hotel Schloss Berg!) Häppchen von der QUH.

Martin Snajdr, der neue QUH-Vizevorsitzende stellt sich vor

Dann die Neuwahlen: Um die Partei zu verjüngen, hatte Harald Kalinke sein Amt als Vize-Chef zur Verfügung gestellt. An seiner Stelle wurde der bei der Bürgerbeteiligung an zentraler (und digitaler) Stelle aktive Martin Snajdr, der am Tag der Kommunalwahl in die QUH eingetreten war, einstimmig in den Vorstand gewählt. Der Neuling erzählte in seiner Rede von Krabbelgruppen und Internetseiten und wie ihm der QUH-Blog geholfen habe, als Neu-Berger in der Gemeinde “anzukommen”. Ein vielversprechendes Debüt!

Der neue, offenbar vor Kraft strotzende QUH-Vorstand: Martin Snajdr (Vize), Elke Link (Vorsitzende), André Weibrecht (Hirte & Schriftführer) und Ralf Grundmann (Finanzen) 

Bis weit nach Mitternacht wurde dann – zunächst noch im Plenum, dann in kleineren Kreisen – über die Gemeinde und die QUH diskutiert. QUH-Mitglied Friedrich Jacob, der auch bei der Osteuropahilfe engagiert ist, berichtete z.B. eindrücklich von den Ukraine-Aktivitäten: Derzeit gebe es sehr viel schnelle Hilfe, sogar Geld, das Problem sei vor allem die nachhaltige Hilfe, die auch über ein paar Monate hinausginge. Vor allem sei es wichtig, dass sich die Geflüchteten offiziell registrieren lassen, um schnell Hilfe und Arbeitsmöglichkeiten zu bekommen. Auch freien Wohnraum sollte man am besten zentral über das Landratsamt melden. Die Gemeinde Berg – erzählte Elke Link – sei auch zur Not- und Soforthilfe bereit.

Ein schöner Abend – und wie Elke Link zum Abschluss ihres Berichts ganz richtig sagte: Die QUH ist auch ein Lebensgefühl.

Kommentieren (1)

  1. Der Melker
    10. April 2022 um 9:52

    Ein sehr informativer und dank des Versammlungsleiters äußerst charmanter und humorvoller Abend, der das Lebensgefühl verstärkte, gemeinsam mit den richtigen Zeitgenossen an der Basis der Demokratie etwas zu bewegen.

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