Am 25. Februar um 17 Uhr 43 …

… ging über dem Westufer des Starnberger Sees die Sonne unter …

17 Uhr 43 und 37 Sekunden 

… was normalerweise keine Meldung im Nachrichtenmagazin QUH-Blog wert ist, aber der Saharastaub, der seit Tagen über dem windstillen See hängt, zauberte eine Atmosphäre, die selbst uns Ostuferbewohnern, die wir von spektakulären Sonnenuntergängen wahrhaft verwöhnt sind, noch einmal neue Bewunderungstöne entlockt hat. Nur drei Sekunden später war der Himmel nur noch ein einziger goldener Tropfen im Weltall

3 Sekunden später: 17 Uhr 43 und 40 Sekunden 

Vorangegangen war dem eine Demonstrationsveranstaltung über die Schönheit der Welt, die ihresgleichen gesucht hat.

Neun Minuten früher: 17 Uhr 34 und 43 Sekunden 

Ein Regenschauer, der den Saharastaub aus der Luft waschen könnte, ist für die nächsten Tage nicht in Sicht. Allerdings soll es am Wochenende etwas kühler und leicht bedeckt sein, bevor die ganze nächste Woche weiter die Sonne auf uns scheinen wird. Die Feinstaubbelastung der Luft (Metereologen sprechen davon, dass mehrere Tausend Tonnen Saharastaub sich derzeit über dem Land befinden) ist deutlich erhöht.

Noch 6 Minuten früher: 17 Uhr 28 und 34 Sekunden 

Der Staub ist – trotz klarstem Himmel – so dicht, dass das gewohnte Alpenpanorama im Süden ganz verschwunden ist. Eine negative Auswirkung hat das Spektakel, das viele zum “Sundowner” verführt, leider auch. Nachdem schon an allen Seepromenaden des Landkreises ein Alkoholverbor erlassen wurde, hat das Landratsamt heute mit einer Verordnung auch alle Stege an den Seen schließen lassen. Die 7-Tages-Inzidenz im Landkreis ist mit 30 so niedrig wie seit langem nicht.

… und dann geht noch der fast volle Mond auf: 17 Uhr 54 und 55 Sekunden

Wenn in der Nacht zum Samstag dann der Vollmond aufgeht, wird es verboten sein, sich an einem Steg aufzuhalten oder am Ufer ein Bier zu trinken. (Alle Fotos übrigens: “no filter”)

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