Für Wind Kraft (eine Art Manifest)

Angesichts des wachsenden Widerstands gegen die Windkraft-Planungen in der Gemeinde Berg traf sich gestern der erweiterte QUH-Vorstand, um gemeinsam die Entwicklungen zu diskutieren und den politischen Standort der QUH zu überprüfen.


Die QUH denkt nach: Wo soll unser Strom herkommen?

Wegen der aktuellen Diskussionen wird die QUH am 12.Oktober eine außerordentliche Mitgliederversammlung abhalten, bei der der Standpunkt der QUH als Partei diskutiert, beschlossen und deutlich gemacht werden soll. Schon bei ihrer Gründung hat sich die QUH für ein “Energiekonzept” für Berg stark gemacht. Die – größtenteils aus der Nachbargemeinde kommenden – starken Proteste gegen die Windkraft geben einigen aus der Partei durchaus zu denken. Leicht macht sich auch in der QUH-Fraktion niemand seine Zustimmung.

Doch die Zeit drängt, denn eine Tatsache wird in der Diskussion um die Windräder in den Wadlhauser Gräben immer wieder vergessen: Wenn es bis Dezember nicht gelingt, dort im Berger Hinterland – neben der Autobahn und 1 km von der Wohnbebauung entfernt – Windrad-Flächen auszuweisen, dann darf der Berger Windkraftpionier Genz auf einer Wiese vor der Post, mitten in der Gemeinde direkt vor dem Alpenpanorama und von Wohnbebauung weit weniger als 1000 m entfernt, sein im letzten Jahr beantragtes Windrad bauen (Windräder sind per Gesetz privilegierte Bauwerke, vgl. hier im Blog den Artikel vom letzten Dezember /?p=2882/ ).

Darüber hinaus ist es wichtig, dass die Gemeinden durch rechtzeitige, gezielte Planung geeignete Flächen ausweist und dadurch verhindert, dass diese privilegierten Bauvorhaben mit weit weniger Abstand – derzeit ist ca. die dreifache Windradhöhe erlaubt – zur Wohnbebauung realisiert werden können.


Nur noch bis Ende des Jahres sichergestellt: Windradfreie Sicht auf die Alpen

Bei der Vorstandssitzung wurde für die QUH einstweilen politisch folgende Richtung festgelegt:

1. Die QUH ist für die Nutzung der Windkraft im Gemeindegebiet und in den Wadlhauser Gräben.

2. Ziel ist es, dort so viel Energie zu erzeugen, dass im Idealfall der Berger Bedarf an Strom gedeckt und in einem neu zu gründenden lokalen Energiewerk den Berger Bürgern direkt verkauft werden kann, so dass Berg noch in diesem Jahrzehnt rechnerisch energieautonom sein könnte. Eigene Energie für Berger Bürger.

3. Bei dem Ausbau der Windkraft darf bei aller erhofften Wirtschaftlichkeit (die zuvor allerdings noch einmal geprüft werden müßte) ein gesundes Augenmaß nicht verloren werden. Das heißt: Vernünftige Begrenzung der Anzahl der Windräder auf die Berger Bedürfnisse. Hier muss der Bürgermeister zu seinen Aussagen, die er auf einer QUH-Veranstaltung gemacht hat (“2 bis 3, höchstens 4 Windräder”) stehen. Vgl. den QUH-Bericht /?p=2646/ . Mit drei Windrädern ließe sich nach aktuellem Stand der Technik der Energiebedarf der Berger Privathaushalte decken.

4. Die Proteste haben allerdings zu Tage gebracht, dass die ausgewiesene Fläche viel größer ist, als sie sein müsste. Hier sollte noch einmal neu nachgedacht werden, ob wirklich über 10% des Gemeindegebietes für die Windkraft freigegeben werden müssen. Hier muss Vorsorge getroffen werden, dass Investoren und Energiekonzerne der momentanen Berger Planungshoheit nicht in die Quere kommen.

5. Verbesserte Kommunikation über die Hintergründe der WKA-Planungen. Die QUH hat bereits früh Informationsverantaltungen zu dem Thema angeboten, das damals vor Monaten allerdings nur Enthusiasten interessierte.


Überzogene Angstvision der Gegner: Nicht eines oder vier, sondern viele Windräder

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