Heute Berger Winterdorffest

Früher gab es eine Wintergaudi. In Ermangelung von Winter bzw. Schnee ist es heute wieder soweit – unabhängig von Schnee, Eis oder sonstigen Wetterbedingungen findet das Berger Winterdorffest (ehemalige “Wintergaudi”) statt – organisiert von der Burschenschaft Berg.

Um 15 Uhr geht es los – es erwarten Sie bunte Lichter (sicherlich), gute Laune (hoffentlich), gute Gespräche (da ist jeder selbst verantwortlich) und natürlich Speis und Trank. Ein paar Eindrücke vom letzten Jahr …

… samt Feuerschale …

… und Glühweintopf (Fotos Burschenschaft Berg)

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Wie man in Aufkirchen aus dem KZ entfliehen konnte …. (heute QUH-Kino in Höhenrain)

Aufkirchen spielt im Leben des Pfarrers Korbinian Aigner eine entscheidende Rolle. Schon als Pfarrer weigerte er sich während des 3. Reiches, Kinder auf den Namen “Adolf” zu taufen. Als er nach dem Hitler-Attentat 1939 den mutigen und prophetischen Satz sagte: „Ich weiß nicht, ob das Sünde ist, was der Attentäter im Sinn hatte. Dann wäre halt vielleicht eine Million Menschen gerettet worden“, wurde er erst ins KZ nach Dachau, dann nach Sachsenhausen deportiert. Dort soll er gesagt haben: „Den Gefallen tu ich euch net, da heroben in Preußen zu sterben.“. Ab 1941 wurde er nach Dachau verlegt. Dort züchtete er seine bis heute gepflanzte Apfelsorte KZ3.  Ende April 1945 wurde er von dort aus auf den berüchtigten “Todesmarsch” geschickt. In Aufkirchen gelang ihm die Flucht. Er konnte sich im Kloster verstecken. Heute Abend zeigt die QUH im “Alten Wirt” von Höhenrain den biographischen Film “Ein stummer Hund will ich nicht sein” von Walter Steffen.

Der Trailer zum Film “Ein stummer Hund will ich nicht sein”

Es ist der einzige Film, der zum 80-jährigen Jubiläum der Befreiung der Konzentrationslager gedreht wurde. Die QUH zeigt den Film zum internationalen Holocaust-Gedenktag (27.Januar). Für den Filmemacher Walter Steffen fist die Vorführung heute Abend etwas ganz besonderes:

“Dieser Abend in Höhenrain für uns sehr besonders, weil der Apfelpfarrer Korbinian Aigner vor 80 Jahren auf dem Todesmarsch war und hier – zwischen Berg und Höhenrain –  befreit und danach von den Klosterschwestern in Berg aufgenommen und wieder gesund gepflegt wurde. Aus diesem Grund haben der Gerd Holzheimer und ich uns über zwei Jahre viele Male hier im „Alten Wirt“ getroffen, um das Konzept des Films und das Drehbuch gemeinsam zu entwickeln – hier im „Alten Wirt” ist so quasi die Basis für den Film entstanden.”

 

                                                  
Pfarrer Korbinian Aigner und Schauspieler Karl Knaup, seine Verkörperung im Film
Auch der BR (der den Film nicht mit produzierten wollte) hat über den Film bereits berichtet: https://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/abendschau-der-sueden/ass-stummer-hund-neu-100.html .Eine Rezension aus der SZ lesen Sie hier: https://www.sueddeutsche.de/muenchen/dachau/neuer-kinofilm-korbinian-aigner-pfarrer-haeftling-kz-dachau-li.3238365
Die QUH präsentiert: EIN STUMMER HUND WILL ICH NICHT SEIN um 19 Uhr (Einlass ab 17:30 Uhr) im Gasthaus „Alter Wirt“ Festsaal, 82355 Höhenrain, Wolfratshauser Str, 7, 08171-18172
Filmvorführung mit Walter Steffen (Regisseur & Produzent) und einem Filmgespräch mit dem Co-Autor und Darsteller Gerd Holzheimer findet nach der Vorstellung statt. Karten zu 9 €, die ganz dem Filmemacher zugute kommen, gibt es noch an der Abendkasse beim Alten Wirt .

Portrait des “Korbiniansapfels” aus der Hand seines Schöpfers

 

Bitte merken Sie sich auch die nächste QUH-Veranstaltung vor: die Ausstellung zu Heinz Schubert, dem als “Ekel Alfred” bekannt gewordenen Schauspieler am 7.&8.Februar im Berger Marstall.

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Rathauseröffnung Teil 2 – die Berger “Society”

Wir kommen noch einmal auf die Rathauseröffnung zurück. Am Freitag, den 23.1., findet zwischen 13 und 18 Uhr der “Tag der offenen Tür” statt, zu dem diesmal alle Berger:innen eingeladen sind. Eine Woche später, am 31.1., testen dann Kulturverein und Gemeinde die Eignung des Rathaussaales als Konzerthaus mit dem Debutkonzert von Maxi Pongratz (Restkarten in der Buchhandlung OMG). Inzwischen bekamen wir die Bilder vom immer noch photographisch agilen “Baby Immerlos” Hans-Peter Höck, der das Berger “Society-Event” der offiziellen Rathauseröffnung begleitet hat.

Das Berger Rathaus in der Neumondnacht

Natürlich war der Event auch “Society-Ereignis”, bei dem sich ungewohnte Konstellationen bildeten. Zunächst in ökumenischer Einheit die beiden Pfarrer Frania & Habdank

Segneten zusammen. die “Hochwürden” Frania & Habdank

Dann – trotz unterschiedlicher Parteienzugehörigkeit in trauter Einigkeit – die höchstdekorierten politischen Würdenträger des Abends:

Bezirksrätin Neubauer (Grüne), Landrat Frey (CSU, unten), Bürgermeister Steigenberger (BG)

Unsere Bürgermeisterkandidatin und 3. Bürgermeisterin Elke Link versteht sich gut mit den diversen Feuerwehr-Kommandanten (hier Kempfenhausen):

Elke Link (QUH) mit Ben Gitter (Vereinsvorsitzender) & Christian Ebert (Kommandant  der Feuerwehr Kempfenhausen)

Ihr Mann, Andreas Ammer, Kulturbeauftragter der Gemeinde und auf QUH-Listenplatz #2, versprach verblüffenderweise den Aufkirchner Schützen, einmal zum sonntäglichen Zimmerstutzen-Schießen vorbeizukommen.

Dr. Andreas Ammer (QUH) mit dem 1. Schützenmeister von Aufkirchen, Manuel Seitz, und dem Berger Oberbursch Matthias Koegst

Ansonsten traf sich die “Hochfinanz” mit dem Hochadel:

VR-Bank-Vorstand Thomas Vogl mit Leopold Prinz von Bayern

Bei der EUW trafen sich jung und alt:

Gemeinderat und Biertrinker Peter Sewald (EUW) mit Weinliebhaber Lucki Haseneder (Gemeinderat a.D.)

CSU und QUH waren sich zumindest bei der Getränkewahl einig:

Der scheidende 2. Bürgermeister Hlavaty (CSU) mit den QUH-Kandidaten Ralf Grundmann (QUH #19) und Gemeinderat Harald Kalinke (QUH #18)

Auch Künstler waren unter den Gästen:

Hahn im Korb Hans Panschar (Kulturpreisträger) mit Frau Dr. Rogosch (Schuldirektorin) und Frau Steigenberger (First Lady)

Wegen einer Fortbildung konnte der Berger Pfarrer Mathias Klein-Heßling erst verspätet an dem Abend teilnehmen, bei der anschließenden Feier war er dann durchaus vertreten.

Archivar Heinz Rothenfußer (Grüne) mit Fritz Keilmann (Nachbar & QUH) und Pfarrer Mathias Klein-Heßling (rechst im Bild)

Alle Photos stammen von unserem rasenden Reporter Hans-Peter Höck. Und als Abschluss präsentieren wir Ihnen noch die Predigt von Johannes Habdank, einem der vielen modernen Highlights des Abends:

Johannes Habdank, mit seiner schelmischen Deutung eines Bibelverses

Liebe Rathaus-Festgemeinde, das neue Rathaus ist nach fachkundiger Auskunft des 1. Bürgermeisters Rupert Steigenberger nicht auf Sand gebaut! Sondern auf einer festeren Grundlage, einer Mischung aus Nagelfluh, Lehm und anderen stabilitätsgarantierenden Materialien.

Wäre es auf Sand gebaut und käme dann ein Sturm mit viel Regen, ein biblischer, wie gehört, würde das neue Rathaus nämlich mitsamt seiner Kunst, die sich der Bürgermeister hat einfallen lassen, und dem ganzen anderen, was da hinein vom Alten ins Neue umgezogen wurde, von hier aus, also wo wir uns jetzt befinden, ganz langsam, aber unaufhaltsam, abrutschen in Richtung des rätselhaften Kreisels da vorne, um ihn rechts herumfahren, um sich dann am Wohnzentrum vorbei durch das enge Etztal nach unten hinunter zu winden, bis das neue Rathaus dann, zwischen Marstall und der neuen Villa am Eck oben rechts und am Schlosshotel und am Spielplatz vorbei sich endlich in den See versenkt, König-Ludwig-gleich, sodass das neue Rathaus dann schließlich als eine Art neues Bootshaus für alle Berger BürgerInnen dienen kann! Das wärs doch eigentlich!

Nun ist das neue Rathaus aber nicht auf Sand gebaut, und ich wünsche ihm, diesem sehr gelungenen Bau, dem Bürgermeister und allen, die in ihm wirken und hier aus- und eingehen, alles Gute und Gottes stabilisierenden Segen!

Geistlich Ernstzunehmendes kommt jetzt – in ökumenischer Verbundenheit – vom katholischen Kollegen!

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer noch einmal an die nächsten Termine im Rathaus zu erinnern:

  • Donnerstag, 22.1. “Schlado” (“Sch…langer Donnerstag) normale Öffnungszeiten: 7.30h – 12.30h & 14h – 18h
  • Freitag 23.1. Tag der offenen Tür 13-18h
  • (nicht vergessen: danach findet in Höhenrain im “Alten Wirt” um 19 Uhr die QUH-Vorführung vom “Apfelpfarrer”-Korbinian-Aigner-Film “Ein stummer Hund will ich nicht sein” von Walter Steffen statt)
  • Samstag 31.1. Konzert mit Maxi Pongratz 19.30h (Karten in der OMG-Bücherei oder bestellen über: schad.kulturverein@gmx.de 

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Polarlichter über Berg

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In Farchach wurde das seltene Naturschauspiel zuerst gesichtet: Über Berg zeigten sich Montagnacht vor Mitternacht klar und deutlich wieder einmal Polarlichter. Polarlichter am 19.01.2026 gegen 22 Uhr über Berg (Foto Melitta Schmid) Unsere Blog-Leser schickten uns sofort ihre Bilder. Besonders schöne Bilder machte wieder Sebastian Holzbauer: Wandererin unter dem Sonnensturm weiterlesen...

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#dasistberg

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Als die QUH vor über 20 Jahren verkündete, einen Wahlkampf im Internet führen zu wollen, erntete sie bei anderen Parteien bestenfalls ungläubiges Kopfschütteln, eher Hohn. Heute ist der QUH-Blog das wichtigste Informationsportal in der Gemeinde und eine Gruppierung oder Partei unglaubwürdig, wenn sie es nicht schafft, einen vernünftigen Internet-Auftritt hinzubekommen weiterlesen...

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Neujahrsempfang, Kino, Wein und Gesang … das Dorf als Treffpunkt

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Morgen ist die erste Gemeinderatssitzung des Jahres. Es stehen viele Bauanträge auf der Tagesordnung. Politik bleibt allerdings nicht auf den Ratssaal beschränkt. Wenn Wirtschaften (Kramerfeicht, Auf der Lüften) und Läden (Drogerie Höck) schließen, ist das Dorfleben in Gefahr. Vereine tun das ihrige dagegen. Die Kultur (Musik, Kino, Ausstellungen) ist eine weiterlesen...

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