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Schildbürgerstreich: Architekten verbauen Seeblick

Das teuerste Gut des Bergers ist sein Seeblick. Viele juristische Auseinandersetzungen wurden um dieses kostbare Gut schon geführt. Auch vom Grundstück für das “Betreute Wohnen” am Ortseingang von Berg hat man einen – zumindest im Winter:


Grandios: Seeblick für die Senioren

Denkste! Der größte Einwand der QUH gegen den Architektenentwurf war immer, dass er sich nicht das geringste um Berger Verhältnisse kümmert. Das schlagendste Argument dafür (abgesehen von geschmäcklerischen Gründen): Dort wo dieser Seeblick vorhanden ist, wurden größtenteils nackte Wände oder Carports geplant! Ein Schildbürgerstreich, wie er im Buche steht.


Ohne Bezug zur Umgebung: Betreutes Wohnen in Idealansicht

Was passieren wird: Am Ortseingang von Berg wird ein uninspirierter Baukomplex entstehen, der für eine Ortsrandbebauung von ungewöhnlichen Ausmaßen ist. Schon jetzt befürchten einige, dass das Ensemble nicht nur unschön aussehen könnte (als erstes grüßt am Ortseingang das Müllhäuschen), sondern auch Auswirkungen auf weitgehende Bauwünsche der Nachbarn und gegenüber am leeren “Kirchengrundstück” am Huberfeld haben könnte.

Um die Dimensionen des geplanten Gebäudes zu ermessen, lohnt es, zum Rathaus zu gehen und sich vorzustellen, dass die neuen Gebäude, die am Ortseingang neben dem Kreisverkehr nur etwa acht Meter vom Radweg entfernt aufragen werden, ungefähr die Form des Rathauses haben. Sie sind allerdings noch ein Stockwerk höher und entsprechend breiter. (Zur Erinnerung: Selbst der Bebauungsplan für das neue Gewerbegebiet in Höhenrain schreibt eine höchstens zweistöckige Bebauung vor.) Und es sind drei solche Gebäude, die durch Gänge miteinander verbunden sind. Anderes Beispiel? Man fahre Richtung Sibichhausen, wo der Ortseingang durch drei parallel ausgerichtete Häuser bereits dauerhaft zerstört ist.

Die Architekten hingegen sind so “gewissenhaft” auf die Situation in Berg eingegangen, dass sie ihre früheren Entwürfe aus Inning und anderswo nur wenig überarbeitet haben. Sie präsentieren dem Rat zudem gern eine Ansicht, die niemals jemand haben wird: nämlich von Südwesten (vom bebauten Ort her).


Irreale Architektenphantasie: Sie präsentieren eine Ansicht von Südwesten, die nur im Plan möglich ist (eigentlich verbaut)

Das schlagende Argument dafür, dass die Architekten die Situation vor Ort nicht genügend bedacht haben bleibt – neben der gestalterischen Beliebigkeit – der verbaute Seeblick: Zumindest jetzt im Winter könnten die Senioren in Zukunft einen begehrten Seeblick genießen … theoretisch: denn überall, wo sie auf den See blicken könnten, befinden sich in den Entwürfen Wände mit höchstens kleinen Fenstern.

In der Enttäuschung über den Entwurf sind sich konservative Parteien (CSU) und fortschrittliche (QUH) einig – wenngleich aus unterschiedlichen Gründen. Die Kritik der QUH an den “drei vom Himmel gefallenen Bauklötzen” äußerten wir vehement bereits im letzten Jahr unter: /?p=4033 . GR Andi Hlavaty formulierte vorsichtig, dass offensichtlich “die meisten im Rat mit den Entwürfen noch nicht ganz zufrieden seien”. Egal, alles wurde bisher genehmigt (zuletzt der Bebauungsplan).


Grundriss für ein Denkmal: Der genehmigte Entwurf

Befürwortet wurde – entgegen der Empfehlung des Kreisbaumeisters – der Designvorschlag, das Dach 30cm überstehen zu lassen. Er wurde von den willenlosen Architekten widerspruchslos hingenommen. Es ist ein Trauerspiel.

Am Ende, als die lange, ermüdende und manchmal gar wütende Diskussion über die Gestalt des “Betreuten Wohnens” endlich vorbei war, prophezeite der Bürgermeister, dass wir als Gemeinderäte im nächsten Jahr stolz in den neuen Häusern stehen und uns auf die Schultern klopfen lassen würden für das Schöne, das wir erreicht haben … auch GR Haslbeck meinte, das “Betreute Wohnen” würde ein Denkmal für den Gemeinderat werden: allerdings ein Negatives!

So, jetzt ist genug geschimpft. Morgen gibt es wieder mal was Nettes!

Kommentieren (1)

  1. ammer
    22. Februar 2009 um 18:03

    post für die quh in die klötze – betreutes wohnen – werde ich bestimmt nicht einziehen!!!! für welche klientel in berg wird diese anlage gebaut. wurde da eine bedarfsstudie gemacht ? was sagen die zu betreuenden – wurde sie gefragt ? dürfen sie mitarbeiten ? gibt es eine vertretung der interessierten ? war schon die sozialstation ein flop – was wird das ? doch ein negatives denkmal – oder ? euere f