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Menschen vor bunter Farbe – Analyse der Berger Wahlplakate

Jetzt hängen sie wieder: die lustigen Plakate uns zumeist unbekannter Menschen, die uns das Blaue vom Himmel, mehr von diesem und weniger von jenem versprechen. Wir haben – jenseits der Parolen – hingesehen, was uns die Plakate erzählen. Heute: Was spielt sich eigentlich im Hintergrund all der lächelnden Menschen ab, die nicht mit uns sprechen, aber unsere Stimme wollen?

Schwarz weiß, identisch einfarbig: Die Wahlkampfplakate von SPD & FDP

Das auffälligste Phänomen des Plakat-Wahlkampfs ist, dass sich die beiden kleinsten im bayerischen Landtag vertretenen Parteien, SPD und FDP, offenbar keinen eigenen Designer leisten konnten. Beide präsentieren ihre Kandidatinnen in Druckkosten sparendem Schwarz/Weiß vor einer abstrakten Fläche ihrer politischen Couleur. Bei der SPD natürlich das patentierte Sockenrot, bei der FDP ein rückwärts gewandtes Telefonhäuschengelb. Die Aussage ist klar, das identische Design – jede Dame, die ihr Kleid auf einer Party auch auf dem Körper einer anderen entdeckt, weiß das – ist natürlich ein peinlicher Faux-Pas. Kommt davon, wenn man in der Koalition nur über- und nicht miteinander redet.

Die GRÜNEN, derzeit mit Abstand zweitstärkste Fraktion im Landtag, haben es sich mit der Hintergrundfarbe ihrer Portraits ähnlich einfach gemacht und natürlich ihre namensgebende Farbe als Hintergrund gewählt. Allerdings wählte man für die Portraits Vierfarbdruck und besticht durch modische Accessoires. Die Gefahr bei Farbbildern: Man macht sich Gedanken, ob die Farbe des Lippenstiftes gut gewählt ist.

Mut zum Modeschmuck: die Landtagskandidatin der GRÜNEN

Damit kommen wir zu den drei rautentragenden, den rechten Fraktionen. Allen voran natürlich die von allen Hemmungen, Geschichtsbewusstsein und Erinnerungsvermögen Freien Wähler. Ihr Kandidat präsentiert sich erstaunlich unrasiert vor einem scharf geschnittenem Potpourri der politischen Neutralfarbe blau. Müßig darauf hinzuweisen, dass eine richtige bayerische Raute (von Fachleuten auch Wecken genannt) nach links geneigt ist. Siehe hier zu: Geschichtsbewusstsein.

Von Gewissen und Erinnerung freie Wähler vor pseudobayerischer Form

Es verblüfft wenig, dass die Partei mit dem A… im Namen, die in Bayern nur viertstärkste Fraktion ist, sich ebenfalls mit diesem zackigen Motiv zu schmücken versucht. In diesem Fall ist es allerdings eindeutig ein Fall von kultureller Aneignung zu werten. Den passenden Slogan, was mit der Partei geschehen sollte, liefert man gleich mit:

Eine Selbsterkenntnis, aber keine Besserung in Sicht: die AfD

Bleibt noch die Regierungs- und selbsternannte Staatspartei CSU, die sich gerade selbst zum Steigbügelhalter einer populistischen One-Man-Bierzelt-Show verzwergt hat. Ihr Plakat legt nahe, dass man inzwischen etwas Kontur verloren hat. Die CSU will alles, niemandem wehtun und kann nichts so richtig. Die vorherrschende Farbe auf ihrem Plakat ist eigenartigerweise Grün. Das Plakat des Landesvaters vereint die aufrechte Raute, dass neutrale Blau und das Grün des Berliner Koalitionspartners. Wobei die Gegnerschaft zu den Grünen in Bayern fast der einzig verbliebene Wahlkampfinhalt der ehemals “schwarzen” Partei ist. Das Plakat sieht aus, als ob sich die pseudo-kreativen Designer der anderen Parteien kurz getroffen hätten. Zum Schluß hat noch jemand von der Landespartei eingewandt, dass bei der CSU das Wort “Bayern” vorkommen sollte. Man hat es dann einfach mit einem Filzstift ergänzt.

Alles außer Rot: Großplakat der “alles außer Grün” Partei CSU

Und wo bleibt das Positive? – Das ist eindeutig das derzeit aushängende Plakat zum Berger-Geisterbahn2-Festival samt Dampferrundfahrt am Sonntag vor der Wahl (1.10.). Eine kräftiges Statement vor schwarzem Hintergrund. Siehe https://quh-berg.de/auf-gehts-in-die-zweite-geisterbahn/

Detail aus dem Plakat zur “Geisterbahn #2”

 

Kommentieren (1)

  1. Nöbauer Manfred Jun.
    8. September 2023 um 23:58

    Ich wäre froh wenn endlich mal eine Partei von sich aus sagen würde, daß sie auf diese unnütze Plakateschlacht verzichten würde. Aber alle machen mit! Die meisten Wähler wissen doch eh schon was sie wählen.