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Kulturförderung und -verhinderung

Heute genau vor 36 Jahren fand bei den “heiteren” Spielen der Olympiade von München das Massaker der palästinensischen Terrorgruppe “Schwarzer September” statt.

Das erste Aufflackern des internationalen Terrors: Palästinensischer Terrorist im Münchner Olympiadorf ’72

Bis heute erinnert in München – abgesehen von einer Gedenktafel im Olympiagelände – nichts an dieses dunkle Kapitel deutscher Nachkriegsgeschichte. Da damals die Behörden ziemlich versagten, wird hierzulande nur ungern diesem weltweit bedeutenden Ereignis gedacht. Nie zuvor – und bis zum 11.9.01 nie danach – konnte eine kleine Gruppe von Terroristen derart die Aufmerksamkeit der ganzen Welt, die damals die Ereignisse live via Fernsehschirm verfolgte, auf sich ziehen. Hollywood hat erfolgreich Spiel- und Dokumentarfilme über den Tag gedreht. In Deutschland: Fehlanzeige!

Was hat das mit Berg zu tun? Nun: Angesichts der bevorstehenden Bewerbung Münchens um die Olympischen Winterspiele schlugen der QUH-Gemeinderat und Hörspielautor Andreas Ammer und der Weilheimer Musiker Console (letzterer auch international erfolgreich mit der Band “The Notwist”) dem Münchner Stadtrat gemeinsam ein “temporäres Mahnmal” für diesen Tag vor.


Erfolgreiches Hörspiel-Duo: Martin “Console” Gretschmann & Andreas Ammer (Photo: Gerald von Fortis)

Auf der alten Olympia-U-Bahn-Stammstrecke wollten die beiden, die bereits seit über 10 Jahren Hörstücke und Live-Acts konzipieren, in einigen U-Bahn-Wägen während der 16-minütigen Fahrt zwischen Sendlinger Tor und Olympiazentrum mit einem dokumentarisch-musikalischem Hörspiel jenen Tag eindringlich via Lautsprecher gedenken. Jede der 11 U-Bahn-Stationen sollte einem anderen der 11 getöteten israelischen Sportler gewidmet werden …


Die 11 beim Attentat getöteten israelischen Sportler. Außerdem kamen ein deutscher Polizist und 5 Terroristen bei dem Anschlag ums Leben

Der Kulturausschuß und der Stadtrat von München waren einigermaßen begeistert von der Ammer/Console Idee. Sie bewilligten zur Realisation im letzten Herbst immerhin 40.000 Euro. Der BR wollte das Stück im Radio senden. Trotz all der Fürsprache scheiterte das Projekt Monate allerdings an der MVG, der Münchner Verkehrsgesellschaft, die das geplante Werk schlicht als “Pirliparli” bezeichnete und die Sicherheit der U-Bahn-Gäste gefährdet sah.

Auch eine “Partisanen-Lösung”, die Ammer & Console nach Anhörung der Sicherheitsbedenken mit Laptops und Ghettoblaster vorschlugen, wurde von der MVG kategorisch untersagt. Ammer fühlte sich durch dieses Verhalten an chinesische Olympia-Behörden erinnert, die MVG sich durch diese Bemerkung beleidigt. Das Projekt kann jedenfalls nicht stattfinden.

Trotzdem hat die vereitelte Aufführung über die Presse jetzt bundesweit Resonanz erfahren. Einer der vielen Berichte über die untersagte Ammer & Console-Aktion: http://www.laut.de/vorlaut/feature/19679/index.htm . Das ganze Projekt samt Ablehnung ist dokumentiert unter: http://www.massaker72.de .


Ein Ereignis für die Welt, hierzulande so gut wie tot geschwiegen: der 5. September. Siehe auch: http://www.olympia72.de/050972b.htm