Jahre gewachsen, in Minuten gefällt

Am Montag schon war es soweit: Die Bäume vor dem Dadabei am Lohacker mussten wegen der geplanten Querungshilfe gefällt werden.

Vorbereitungen für die Querungshilfe

Schon lange hatte der Vorsitzende des MTV Berg Andreas Hlavaty beim Straßenbauamt eine Querungshilfe beantragt, nachdem es in der Vergangenheit bereits zu Unfällen gekommen war. Lange tat sich nichts, bis in diesem Jahr grünes Licht gegeben wurde. Von dem Fußweg in der Aufkirchner Straße sollte eine Querungshilfe über die Isartalstraße führen. So wie zunächst geplant, war das jedoch nicht möglich, denn dann hätten keine von Aufkirchen aus kommenden Lastwagen die Zimmerei im Gewerbegebiet mehr beliefern können.

Der Plan

Kurzerhand wurde die Querungshilfe ein Stück nach Westen verschoben. Nach vielen Diskussionen und einer Vorlage im Rat wurde dann die Stelle beschlossen, zugleich die Anlage einer Gehsteigpartie auf der gegenüberliegenden Seite und der Abbau der Insel in der Mitte der Aufkirchner Straße. Von einer Baumfällung war nie die Rede, die Bäume waren auch auf dem Plan nicht eingezeichnet. Dann wurde bekannt, dass für die Anlage die 45 Jahre alten Linden ihr Leben lassen müssen – doch der Grundbesitzer war einverstanden, eine Ersatzpflanzung wurde verlangt und zugesichert.

Die Linden mussten weichen

Diese Woche wurden die Linden gefällt. Die Arbeiten werden also wirklich noch im November anfangen. Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer müssen sich dann gleichermaßen umgewöhnen.

Kommentieren (5)

  1. Melitta Schmid
    9. November 2017 um 11:38

    Hallo QUH,
    mir ist die Verbesserung der Sicherheit noch nicht ganz klar.
    Zukünftig müssen also die Fußgänger/Radfahrer aus Richtung Aufkirchen drei Straßen (Lohacker, Isartalstraße, Aufkirchner Straße) überqueren, um Richtung Apotheke oder zur Bushaltestelle Richtung Starnberg zu kommen….
    Wird der Grünstreifen zwischen der “Bushaltestelle” Richtung Aufkirchen und dem Parkplatz geteert oder endet die Querungshilfe in der Wiese (was bedeutet der schraffierte Bereich in der Skizze?) ?
    Wie lange werden die Arbeiten dauern und gibt es während der Bauphase Einschränkungen für Pendler/Schüler/Buslinien?
    Danke
    Melitta Schmid

  2. Berger Bürger
    11. November 2017 um 13:45

    Ein Zebrastreifen oder eine Fußgängerampel waren wohl ein zu einfache Lösung????
    An dieser Stelle wäre doch ein Kreisverkehr eine ideale Lösung….
    Frag mich nur wie wir und unsere Kinder diese gefährliche Kreuzung überlebt haben…
    Aber für unsere Gäste ist uns nichts zu teuer und zu schade….

  3. Florian Gehlen
    11. November 2017 um 20:13

    Ich denke schon, dass an dieser Stelle eine Querungshilfe notwendig und sinnvoll ist. Alle Fußgänger und Radfahrer aus und in Richtung Aufkirchen müssen an dieser Stelle über die Staatsstraße. Darunter sind mehr als genug Kinder, sei es Schülerinnen und Schüler der OMG-Schule oder auch Sporttreibende des MTV, und natürlich auch die Bewohner der Container. Gerade die Kinder sind nicht in der Lage, die Geschwindigkeit eines heranfahrenden Fahrzeugs einzuschätzen. Ein Zebrastreifen gaukelt eine “scheinbare Sicherheit” vor und viele Kinder rennen oft ohne links und rechts zu schauen darüber, da es ja offensichtlich ein “Fußgängerweg” ist. Bei einer Querungshilfe ist das nicht so, denn hier ist rein baulich deutlich, dass man noch eine Autostraße überqueren muss. Das belegen die Unfallstatistiken. Und übrigens: Der Bursche, der hier zuletzt angefahren wurde, war keiner der “Gäste”.

  4. Gast
    16. November 2017 um 12:29

    Herr Gehlen,

    dies Anmerkung war auch ironisch gemeint, da es erst durch unsere “Gäste” zu waren wundern wird, das längst überfällige Projekte auf einmal sehr schnell realisiert werden können. Wertschätzung der eigenen Bürger war über Jahre fehlanzeige…. Oder seit wann will man hier eine Straßenüberquerung jeglicher art haben und hat nur ein Müdes Lächeln aus der Politik bekommen.

  5. Leonhard Augenstein
    17. November 2017 um 9:15

    Das ist in der Tat eine sehr merkwürdige “Problemlösung” und die Frage von Frau Schmid ist mehr als berechtigt.
    Wenn man also aus dem Lohacker kommend (egal ob Anwohner, Fußballspieler oder Zuschauer) zu der gegenüberliegenden Bushaltestelle (nach Starnberg) kommen will, muß man nach diesem Konstrukt tatsächlich 2 bzw. 3 statt 1 Straße überqueren!
    Welche Überlegungen sind den dafür ausschlaggebend gewesen und warum wurde da keine Fußgängerampel in Erwägung gezogen? Das ist doch weder Fisch noch Fleisch!

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