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  • Andreas von Meyer zu Knonow

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  • Christian Kalinke

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  • Dr. Joachim (Jokl) Kaske

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Die geheimen Orte von Berg (und wie man sie besucht)

Kaum zu glauben, aber der Höhepunkt der Berger 1200-Jahr-Feiern steht womöglich noch bevor! Eines der Ziele des Programms war es – laut dem Berger Kulturbeauftragten Andy Ammer – den Berger Bürgern nicht nur die Welt als Gast zu präsentieren, sondern auch Zugang zu sonst verborgenen Orten der Gemeinde zu verschaffen. Allen voran natürlich die nur selten geöffnete Berger Johanneskirche. Am Freitag um 18 Uhr ist es soweit: Vielleicht zum ersten Mal seit 1200 Jahren findet in der kleinen Kirche ein weltliches Konzert statt – und zwar ein ganz besonders.

Karl Ivar Refseth spielt am Freitag mit “Praying” ein meditatives Solo-Konzert in der Johanniskirche (Photo © Karin Wagner)

Der norwegische Vibraphonist Karl Ivar Refseth wäre schon zur “Alien Disko” aufgetreten, bei deren Münchner Ausgaben er immer zu Gast war. Jetzt reist er für ein meditatives Solo-Konzert mit dem Titel “Praying” an (Beginn schon um 18 Uhr!), bevor er am nächsten Abend mit “The Notwist” im Münchner Circus Krone vor 1000 Fans spielen wird. In der kleinen Johanneskirche sind nur ein paar Dutzend Plätze vorhanden, Restkarten gibt es noch bei Dinis “Schöner Lesen” und in der “Drogerie Höck” sowie an der Abendkasse. Gleich im Anschluss – zeitlich ist auf jeden Fall beides zu schaffen – geht es rockiger weiter: Die Berger Local Heroes von den “Silverfish Surfers” spielen ab 20 Uhr Open Air in der Berger Sternwarte, … sicher einem der spektakulärsten Open-Air-Venues in der Gemeinde. Es wird erstmals für ein Konzert genutzt. Es gibt nur Abendkasse (15€), bei schlechtem Wetter findet das Konzert (mit der Vorband “All My Monsters”) im Saal der Post statt. Bei schönem Wetter werden nach dem Konzert in der Sternwarte die Planeten gezeigt.

Ebenfalls am Freitag: Freier Blick auf Alpen, Planeten und die Silverfish Surfers: die Sternwarte von Berg

Der spektakulärste Ort, der für Berger Bürger zugänglich gemacht wurde, ist jedoch das Schloss Berg der Wittelsbacher, zu dem Herzog Franz von Bayern auf Bitten des Kulturbeauftragten und des Bürgermeisters am 9.7. erstmals 50 Bürgerinnen und Bürgern Zugang gewährt.

Klingeln war bisher umsonst: der verschlossene Eingang zu “Schloß Berg”

450 Berger Bürger hatten sich für die einmalige Führung beworben. Heute wurden im Beisein der drei Berger Bürgermeister*innen die 50 “Gewinner*innen” und 20 Ersatzkandidat*innen gezogen. Die glücklichen “Schlossgäste” werden in den nächsten Tagen benachrichtigt. Die Eintrittskarten für den Besuch am 9.7. sind personalisiert und nicht übertragbar.

Heute wurden im Rathaus die 50 “Schlossbesucher” im Beisein der drei Bürgermeister gezogen

Am Wochenende gibt es von Freitag bis Sonntag zwischen 14 und 19 Uhr auch zum allerletzten Mal Gelegenheit, die Ausstellung “Von A bis Z” in der Villa de Osa zu besuchen, bevor sich deren Pforten vielleicht für immer schließen. Den Erfolg der Ausstellung hätte sich niemand träumen lassen. Über 1000 Besucher haben bei Vernissage, den sechs Öffnungstagen und dem Festival bisher die Räumlichkeiten und die Ausstellung besucht.

Vor 2 Wochen wurde die Ausstellung “Von A bis Z” eröffnet, inzwischen gab es 1000 Besucher in der Villa

Auf Drängen der Besucher wird es noch zweimal eine extra Führung durch die Ausstellung geben: Einmal am 1.7. auf Einladung der Seniorenunion (Unkostenbeitrag 5€) durch Katja Sebald. Und einmal am letzten Tag, dem 3.7., als finale “Kuratorenführung” von Katja Sebald und dem Kulturbeauftragten Andreas Ammer (Eintritt frei). Beide Führungen finden um 15 Uhr statt.

Damit aber nicht genug: Neben Jazz (Johanniskirche), Rock (Sternwarte) und Kunst (Villa de Osa) gibt es an dem Wochenende auch noch etwas für die Freunde klassischer Musik:

Mit Doktor Faustus ins Schloss Kempfenhausen

Thomas Manns Musikerroman „Doktor Faustus“ steht im Mittelpunkt der dritten Veranstaltung des Kulturverein Berg im Kempfenhausener Rittersaal. Hanns-Joachim Mattke und Wenzel Gummer sind die beiden Protagonisten von „Doktor Faustus zwischen Beethoven und Schönberg. Intoxikation und Illumination“. Sie schlagen den musikalischen Spannungsbogen von Beethovens musikalischem Testament op. 111 zur eisigen Schönberg-Klangwelt, eingebettet in die schillernde Künstler-, Musiker- und moderne Teufelsverschreibungsgeschichte des einstmals berühmtesten Deutschen: Faust. Karten an der Abendkasse. Reservierung empfohlen. Tel. 08151-50046

(Natürlich gibt es an diesem magischen Wochenende auch noch eine Lesung mit Katja Sebald über die Geschichte der Villa de Osa, die ist aber – so wie ihre Führungen durch Berg – leider längst ausverkauft.)