… so lautet die Kantate VI aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach, die für den Dreikönigstag 1735 als sechster Teil seines Weihnachtsoratoriums für die Weihnachtszeit 1734–35 in Leipzig komponiert wurde. Das Oratorium wurde in sechs einzelnen Teilen zwischen Weihnachten und Heiligdreikönig aufgeführt.

Gotische Darstellung der Heiligen drei Könige
An Dreikönig (österreichisch auch “der Weihnachtszwölfer”) werden die 12 Nächte (seit dem 25.12.) oder auch “Raunächte” abgeschlossen. Zu Shakespeares Zeit wurde in der Epiphaniasnacht gleichzeitig der Beginn der Karnevalszeit gefeiert – er schrieb um 1601 die Komödie “Twelfth night”, zu deutsch “Was ihr wollt” – womöglich als Unterhaltung für die Nacht vor Epiphania. In Holland übrigens sollen einst die Festivitäten in dieser Nacht so ausgeartet sein, dass sie von der Kirche verboten wurden. Auch das Ausräuchern des Hauses mit Weihrauch oder Kräutern gehört zu den Bräuchen zum Dreikönigstag, dem Fest der Erscheinung des Herrn.
Den Raunächten mitsamt Räuchern widmete sich zuletzt – und dies sogar zwei Mal – auch Christian Kalinke in seinen BergSpektiven-Spaziergängen, von denen er uns ein paar Impressionen schickte:

Im Wald (Foto: Karin Höh-Knüppel)

Im Allmannshauser Moor (Foto: Beate Kunert)

Beim Räuchern (Foto: Susanne Köchner)

Von der Seeburg aus (Foto: Dörthe Lutz)
No comments available