Der letzte Tag des März 2026 wird für die Gemeinde noch lange in Erinnerung bleiben: In einer abendlichen Nacht-und-Nebel-Aktion musste das neue Rathaus, an das sich die Berger Bürger gerade erst gewöhnt hatten, auf unbestimmte Zeit wieder geschlossen werden. Der Grund: Wegen Ausdünstungen der verwendeten Baustoffe bestand eine akute Sicherheitsgefahr für die Verwaltung. Wie die Behörden mitteilten, bestand für Besucher:innen, die sich nur kurz in dem Gebäude aufhielten, keine Gesundheitsgefahr.

Der neue Ratssaal: fluchtartig verlassen
Da trifft es sich gut, dass das alte Rathaus noch nicht (wie vom Gemeinderat eigentlich beschlossen) einer Pop-Up-Zwischennutzung zugeführt worden ist. Die nächste Sitzung (die letzte des alten Gemeinderates) am kommenden Dienstag wird mit Sicherheit wieder in der Ratsgasse stattfinden. Rupert Steigenberger verweigerte alle Auskünfte, auch auf die Frage, ob der hohe Krankenstand der letzten Monate mit den “Ausdünstungen” zu tun habe. Auch hatten mehrere Mitarbeiter des Hauses, vom Kämmerer bis zur in solchen Dingen sensiblen Klimaschutzbeauftragten, ihre Stellen überraschend gekündigt.

Wie gewonnen, so zerronnen: Bürgermeister Steigenberger verläßt als letzter das Rathaus
Woher die Ausdünstungen kommen, ist heute noch unklar. Allerdings war mehreren Besuchern schon ein eigenartiger Geruch in den neuen Hallen aufgefallen. Auch die nur schlecht regulierbare Heizung, die im Ratssaal beständig für Temperaturen um 26 Grad sorgte, steht im Verdacht. … Oder es rächt sich, dass der Rat sich in einer “historischen” Sitzung vor über 5 Jahren gegen eine ökologische “Zertifizierung” des Gebäudes entschieden hatte. https://quh-berg.de/eine-historische-sitzung-die-6-sitzung-des-berger-gemeinderates/

Das neue Rathaus: leer
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