Die Mondfinsternis


Das ging ins Auge – die Raumkapsel im Mondgesicht aus George Méliès’ Film “Die Reise zum Mond” (1902)

Leider war die totale Mondfinsternis bei uns am See ziemlich verfinstert – eine dichte Wolkendecke hatte sich im Südosten festgesetzt und wollte partout nicht weichen.


Nur Aufkirchen leuchtete

Trotzdem ging der Abend für die gut 120 Kinder und Erwachsenen, die in die Volkssternwarte Berg gekommen waren, um den Mond einmal rot zu sehen, keineswegs ins Auge. “Papa, ich muss nur noch schnell den Saturn anschauen!”, rief ein Kind, dessen Eltern spätabends zum Aufbruch drängten. “Hier herrscht ja fast so viel Andrang wie bei Hale-Bopp!”, staunte ein Besucher. “Nur hat man den gesehen”, entgegnete Stefan Schmid, Vorsitzender des Vereins, der die Sternwarte betreibt. “Dann machen wir eben ein Alternativprogramm”, fügte er hinzu und war den ganzen Abend damit beschäftigt, die Sommersternbilder, die Position des Polarsterns und der Wega oder die Justierung der Teleskope zu erklären. Und daran lag es wohl auch, dass die Leute so lange blieben, was das aktive Vereinsmitglied Benno Ruhdorfer freute: “Vom Mond sieht man schlichtweg gar nichts, aber trotzdem gehen die Leute nicht!” Für alle Anwesenden war es trotz Ermangelung des Mondes ein lehrreicher und unterhaltsamer Abend. Den Wolken ging’s wohl ähnlich. Die verzogen sich nämlich ebenfalls nicht. Und als sie den Mond schließlich freigaben, war er nicht mehr rot.


Immer einen Besuch wert: die Christian-Jutz-Volkssternwarte Berg

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