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Tiere in Berg: M wie Mücke, S wie Schwalbe

Die CSU, die bekanntlich etwas unter ihren großen Tieren leidet, hat es heute auf kleinere Gegner abgesehen: die Mücken. Auf der Tagesordnung der heutigen Gemeinderatssitzung steht der Antrag der CSU, prüfen zu lassen, wie die Mückenplage einzudämmen sei und ob das am Chiemsee eingesetzte Insektizid auch in Berg in Betracht käme.


Grund des Übels: das Wasserrückhaltebecken zwischen Allmannshausen und Höhenrain

Die Mücke ist zwar klein, dennoch ist auch sie kein geringer Gegner, steht sie doch schon als dritte der zehn biblischen Plagen im Alten Testament. Und schon den ganzen Sommer über macht sie vor allem Bewohnern der Ortsteile Höhenrain, Allmannshausen und Aufhausen das Leben schwer. Terrassennutzung war im Sommer fast unmöglich.


Ausgerechnet Mücken halten sich nicht an diese behördliche Anordnung

Die Mückenplage in diesen Ortsteilen hängt wohl – in einem Jahr mit viel Regen – mit dem Hochwasserrückhaltebecken zwischen Höhenrain und Schwabbruck zusammen. Das Rückhaltebecken schützt wirksam davor, dass der Lüßbach bei starken Regenfällen über die Ufer tritt – die Bewohner von Höhenrain, Farchach und Manthal wurden deshalb in diesem Jahr von größeren Überschwemmungen verschont.


Wasser Marsch, Mücke flieg

Auch wenn die Schleuse wieder geöffnet wurde, stehen noch lange große Wasserflächen im Wald, in denen sich die Mücken vermehren. Eine Anwohnerin schreibt uns: “Meine Familie wohnt bereits seit über 40 Jahren in Aufhausen, aber erst seit letztem Jahr haben wir diese extreme Mückenplage!

Diese – sinnvolle – Maßnahme gegen das Hochwasser stellt einen Eingriff in das ökologische Gleichgewicht dar, der jetzt zur Mückenplage führt. Noch (das dauert mehrere Jahre) haben sich keine natürlichen Feinde wie Frösche, Libellen oder gar Fische angesiedelt. Die Mücken, die sich ungestört fortpflanzen können, fallen über Pilzsucher wie Anwohner her. Auch der Wald wird sich langfristig verändern, die jetzigen Bäume werden wegen des Wassers absterben, andere Baumarten werden nachwachsen.

Ganz Bayern litt diesen Sommer unter der Plage. Am Chiemsee und in Olching bekämpfte man die Mücken mit dem wegen möglicher Langzeitfolgen nicht unumstrittenen, eiweißbildenenden Bakteriums Bacillus Thuringiensis Israelensis (BTI). In den Landkreisen Ebersberg, Freising und Bad Tölz-Wolfratshausen entschied man sich dagegen.

Bereits im Juli fragten wir im Landratsamt nach und bekamen damals die Auskunft: “Eine offizielle Verlautbarung gibt es nicht, nachdem Bekämpfungsaktionen wie mit BTI etc. derzeit kein Thema sind. Immerhin ist der Starnberger See FFH-Gebiet, Teile davon Landschafts- und Naturschutzgebiet.” (FHH-Gebiete sind spezielle Tier- Und Pflanzenschutzgebiete).

Von Gemeindeseite hieß es damals: “Bei uns trudeln erste Anfragen wegen der Mücken ein. Allerdings können wir nichts dagegen tun. Das einzig wirksame ist wohl ein Bakteriengift. Die Ausbringung müsste mit vielen Gemeinden koordiniert werden, da nur großflächige Besprühungsaktionen vom Flugzeug aus effektiv sind (bei den Larven, die jetztige Mückenpopulation kriegt man eh nicht mehr in den Griff), viel Geld aufgebracht werden (mehrere zehntausend Euro), und letztlich muss es die Regierung entscheiden.
Sollte der CSU-Antrag heute Abend durchgehen, muss dies geprüft werden.

In Allmannshausen freuen sich zumindest die letzten Schwalben über die Mahlzeit. Hans Panschar schickte uns das Bild von der “letzten Oberleitung
weit und breit, deswegen sind alle Vöglein bei uns auf dem Hof. Mit allen Vor und Nachteilen.”