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  • Cornelius Verenkotte

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  • Anna Gastl-Pischetsrieder

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  • Andreas von Meyer zu Knonow

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  • Christian Kalinke

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2 Jahre noch bis zur silbernen Hochzeit

Pures musikalischen Glück. – Wenn die Bootswert Simmerding und das Jazztrio Roditi/Ignatzek/Rassinfosse verheiratet wären, dann hätte man dieses Jahr die “Titanhochzeit” gefeiert. Zum 23. Mal spielten die drei Ausnahmekönner des “Modern Jazz” ihr Novemberkonzert in Bergs schönster Konzerthalle, in der Bootswerft Simmerding.


Die Herren Ignatzek, Roditi und Rassinfosse in “full flight” in Leoni

Seit 1993 findet sich auf dem Tourplan der drei Herren zwischen den Orten Brüssel, Wien und Berlin (dort gastiert die Combo am 18.11.) eine Jazzmetropole namens “downtown” Leoni. Die klassische Art der drei, modernen Jazz zu spielen, ist mit den Jahren immer noch ein Stückchen cooler und zugleich entspannter geworden. Unfassbar wie selbstverständlich ihre virtuosen Solis klingen. Innigkeit statt Schnelligkeit und ein glückliches Lächeln auf den Gesichtern aller, die noch eine Karte bekommen hatten. Gestern hatten die drei mittlerweile auch etwas älteren Herren wieder einmal einen jungen Schlagzeuger mitgebracht, der sie staunend antrieb. Dazu baten sie immer wieder weitere Gastmusiker aus dem Publikum auf die Bühne.

Der brasilianische Trompeter Claudio Roditi hat sich in all den gemeinsamen Jahren auf der Bühne immer mehr zum Chef entwickelt und darf sogar dem ursprünglichen Bandleader und Chefkomponisten der Band, dem Pianisten Klaus Ignatzek anzeigen, wie er den Rhythmus zu seinen Soli gerne hätte. Diese haben mittlerweile eine fast “weise” zu nennende Gültigkeit erreicht.


Laut Claudio Roditi “einer der größten Bassisten in der Geschichte des Jazz” – der Belgier Jean-Louis Rassinfosse auf einer der kleinsten Bühnen des Jazz

Bassist Rassinfosse (dieses Jahr mit roter Brille), der schon 10 Tourjahre mit Chet Baker auf dem Bassistenbuckel hat, nimmt es gelassen hin, von seinen Kollegen als “einer der größten Bassisten in der Geschichte des Jazz” bezeichnen zu lassen. Als kleines Zeichen, dass er im Prinzip wirklich alles jederzeit spielen kann, läßt er dann in seine Solos immer wieder und rotzfrech ganz andere Lieder und Melodien einfließen.

Klaus Ignatzek hingegen gleicht sich in seinem glasklaren Stil, das Klavier zu bedienen, immer mehr dem späten Jerry Garcia an. Jede seiner Noten, und Akkorde klingt – auch wenn sie improvisiert und rhythmisch vertrackt sind – so als ob es nie eine andere Möglichkeit gegeben hätte, eine andere Note zu spielen. Wenn Töne wahr sein können, dann diese.

Und als Zugabe gibt es dann alljährlich eine ausufernde Scatgesang-Version des “Girls von Ipanema”. Gestern wurde dazu der Percussionist Ludwig Himbsel (der nichts mit dem in Leoni heimischen Eisenbahnbauer zu tun hat) auf die Bühne gebeten, …


Claudio Roditi feuert Ludwig Himbsel zu einem “Schellen-Solo” an

… der sich daraufhin – mit nichts als einer Schelle in der Hand – mit der Aufgabe konfrontiert sah, ein rasselndes Solo zu spielen. Sein “Schellen-Solo” bildete dann nach gut 2 1/2 Stunden feinsten Jazz den Abschluss des wieder einmal denkwürdigen Abends. Genau so muss Musik sein, damit sie ein Wunder ist. – Ja, man muss auch einmal schwärmen dürfen.

Wer keine Karten mehr bekommen hat: Der 24. Auftritt im nächsten Jahr wurde natürlich fest versprochen. Ernst Simmerding wird wieder die Halle leer räumen und Brot, Bier, Wein und Wurst spendieren. Bis dahin gibt es die Band auf CD und hier zu hören:

https://soundcloud.com/hgbs-1/things-to-dig#t=0:00