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Rede zur Lage der Gemeinde

Im derzeitigen Wahl”krampf” kann man manchmal den Eindruck bekommen, unsere Gemeinde stehe am Abgrund, so viel muss angeblich verbessert und anders werden. Ist das wirklich so? Wir haben am Wochenende ein paar Dinge gesammelt, die dagegen sprechen.

Erstens Theater: Die Aufkirchner Dorfbühne füllte am Freitag und Samstag den Saal der Post bis auf den letzten Platz. Ein gesellschaftliches Ereignis für die Gemeinde und ein Plädoyer für den dringend nötigen Fortbestand der Immobilie. Es haben diesbezüglich auch schon erste Gespräche zwischen Bürgermeister und Andi Gröber stattgefunden.

Freitag erst in die Post zur Aufkirchner Dorfbühne

Zweitens Pop: Es soll Menschen geben, die weniger auf krachige Komödien stehen, sondern eher auf internationale Pop- und Rockmusik … diese Berger hatte Jörn Kachelriess zeitgleich privat zu sich in die Agentur geladen … Wer zuerst in der Dorfbühne war, konnte gerade noch das letzte Set mit wunderbaren Johnny Cash Coverversionen miterleben.

Jörn Kachelriess schenkt seinen Freunden “Was mit Ton”

Drittens Fußball: Dann soll es Menschen geben, die mögen weder Komödie noch Indie-Musik, die trafen sich am Samstag zum gemeinschaftlich finanzierten Private Viewing im MTV-Sportheim beim “Classico” BVB gegen FCB samt Happy End.

Classico im Sportheim

Viertens Klassik: Gleichzeitig zum “Classico” veranstaltete der unter Elke Link, Nils Schad und Ludwig Steindl neu erstarkte Berger Kulturverein ein ganz besonderes Klassik-Konzert: Junge Talente, die aus der Talentschmiede der wunderbaren Beate Schad erwachsen sind, stellten sich im völlig ausverkauften Schloss Kempfenhausen einem begeisterten Publikum vor. Und zwar nicht mit Kerzenschein-Klassik, sondern mit richtig großen Werken.

Paula Thieme (Violine), Felicia Kloss (Klavier), Luis Kirpdal in Schloss Kempfenhausen

Auf dem Programm standen anspruchsvolle, zeitgenössische Solos für Cello (Z. Kodaly) oder Violine (V. Barkauskas), Klassiker von Schumann und Schubert und vor allem das grandiose 1. Klaviertrio (Opus 8) von Dimitri Schostakovitsch, mit dem das Trio bereits den Preis bei “Jugend musiziert” gewonnen hat. Jugendförderung der ganz besonders wertvollen und erfolgreichen Art. Ganz große Kunst “Made in Berg”. Es war übrigens die Veranstaltung mit dem jüngsten Publikum!

Blumen für die drei grandiosen Musiker*innen (Fotos: Kloss)

Gegenüber solchen Initiativen verblasst das Jammern. Mit dem neuen Rathaussaal und dem alten – hoffentlich bald von Jung und Alt zwischengenutzten – alten Rathaus stehen, wenn der Bürgermeister mitspielt und auch der zukünftige Kulturbeauftragte vernünftig arbeitet, tolle neue Veranstaltungsorte zur Verfügung.

Heute Abend trifft sich im “Auf der Lüften” eine Initiativgruppe, die aus der QUH-Filmvorführung dort entstanden ist, in der dortigen, grundgereinigten Wirtschaft, um über mögliche Sanierungsarten zu beraten.

Auf dem alten Rathausgrundstück hat der Gemeinderat vieles dafür getan, dass dort “bezahlbarer Wohnraum” entstehen kann.

Im neuen Rathaus arbeitet man schon längst an der vielbeschworenen “Digitalisierung”. Jetzt stehen auch endlich (im Gegensatz zum alten Rathaus) die dafür nötigen Glasfaserkabel zu Verfügung.

Und fünftens die Politik: Bei der Gemeinderatswahl stehen auch erfahrene Politiker*innen zur Auswahl, die bereits bewiesen haben, dass sie eine Gemeinde führen können. Es gibt in Berg bei der Kommunalwahl keine extremen Kandidaten oder Parteien. Die Vereine funktionieren. Der Schuldenstand ist vergleichsweise moderat (3,5 Millionen; im Vergleich der ebenfalls “reiche” Landkreis hat 200).

Und die vielen Drahtgestelle und Plastikplanen, die derzeit auf den Wiesen stehen und sich “für” irgendetwas (z. B. die Umwelt, die sie mit diesem Plakat verschandeln) aussprechen, werden hoffentlich nächste Woche verschwunden sein.

Viele Plakate sind ein Widerspruch in sich (Photo aus München)

Und jetzt müssen Sie am Sonntag nur noch das Gute wählen: https://quh-berg.de/kandidaten/elke-link-2/

Es gibt allerdings auch ein paar Wermutstropfen:: Die nachhaltigen, von Berger Handwerkern hergestellten Holz-QÜHE, mit denen die QUH statt mit Plastikplanen für sich wirbt, erfreuen sich leider allzu großer Beliebtheit. Mehrere sind in den letzten Tagen von Unbekannten gestohlen worden.

QÜHe entwendet! (Illustration: KI)

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