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  • Elke Link

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  • Dr. Andreas Ammer

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  • Martin Snajdr

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  • Elke Grundmann

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  • Cédric Muth

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  • Chiara Brunnhuber

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  • Cornelius Verenkotte

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  • Susan Gately Köchner

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  • Andrea Kirsch

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  • Andreas Huber

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  • Anna Gastl-Pischetsrieder

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  • Jonas Goercke

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  • Andreas von Meyer zu Knonow

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  • André Weibrecht

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  • Christian Kalinke

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  • Michael Kundt

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  • Ralf Grundmann

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  • Dr. Jokl Kaske

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    Listenplatz 20

Die Gebrüder Max

Die Münchner Ausstellung über ihren Vater Gabriel Ritter von Max wurde gerade wegen des grandiosen Erfolges um 14 Tage verlängert (im Kunstbau). Die Münsinger Ausstellung über dessen Künstlersöhne Colombo und Corneille, die einen Großteil ihres Lebens in Ammerland verbrachten, feiert heute (im Münsinger Pfarrsaal) leider schon Finissage.


Durfte im 3. Reich nicht ausgestellt werden: Selbstportrait des Ammerlander Malers Colombo Max mit Bayern- statt Hakenkreuzfahne (1937)

Der “Schutzverband für das Ostufer des Starnberger Sees” hatte diese Ausstellung organisiert, die ein unerwarteter Publikumserfolg wurde und zwei äußerst originelle Künstlerschicksale des Ostufers vorstellte. Der Reiz der Werke von Corneille (1875-1924) und Colombo Max (1877-1970) liegt darin, dass sie sich – als Söhne des Münchner “Malerfürsten” Gabriel Ritter von Max – gerade nicht den modernen Strömungen der Kunst anschlossen, sondern zeitlebens dem konservativen Malstil der “Münchner Schule” treu bleiben. Corneille vor allem als Portraitmaler …


Corneille Max, Portrait Dora Gedon (um 1900)

… sein Bruder Colombo oft als Chronist des Lebens am Starnberger See. “Das Bierschiff” heißt eines seiner Gemälde, das heute noch in der Gaststube des Hotels am See in Ammerland hängt und ein altes Wahrzeichen des Sees darstellt: Dieses Bierschiff verkehrte jahrzehntelang zwischen den Ufern des Starnberger Sees und brachte die Fässer aus der Wendland’schen Brauerei in Bernried zu den Kunden.


Colombo Max, Das Bierschiff (1950)

Colombo war ein engagierter Antifaschist. Sei Adoptivsohn Tommi, Mitglied der “Freiheits-Aktion Bayern” wurde noch in den letzten Kriegstagen von den Nationalsozialisten in Grünwald erschossen. Über Tommi kannte Colombo auch die Geschwister Scholl, denen er bereits 1944 (!) ein Heldengedenkgemälde im Stil des – sonst Kriegsgemälden vorbehaltenen – heroischen Realismus gewidmet hatte.


Colombo Max, Sie starben für die Freiheit (Hans & Sophie Scholl, Christoph Probst, um 1944)

Zu den Füßen Sophie Scholls … eine hässliche Hitlerfratze