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Asyl in Berg: Das Jahrestreffen – 1. Teil

“Heute wollen wir feiern – keine negativen Worte!”, so lautete die Begrüßung von Iradj Teymurian, Leiter und Koordinator des Berger Helferkreises Asyl und Integration. Mit der Einschränkung: “Die gibt es bei anderer Gelegenheit.” Zuletzt hatte sich der Helferkreis in diesem Rahmen Ende 2016 getroffen. Geladen waren die Mitglieder des Helferkreises, der Gemeinderat, die Presse und interessierte Bürgerinnen und Bürger. Das Programm war informativ, kurzweilig, abwechslungsreich. Und emotional.

Iradj Teymurian bei der Begrüßung im Gasthof Die Post

Bgm Monn bedankte sich im Grußwort bei allen aktiven Mitgliedern – die Gemeinde lud zum Dank zu Essen und Trinken ein. “Ich darf ja nichts Negatives sagen – aber natürlich gibt es auch Frust im Helferkreis – machen Sie bitte trotzdem weiter – das tut auch unserem Ort gut.”

Iradj Teymurian präsentierte Zahlen. 107 Geflüchtete wohnen derzeit in der Gemeinde Berg, davon 79 in der Containeranlage, 28 sind dezentral in Unterberg, Kempfenhausen und Aufkirchen untergebracht.

Von den 39 weiblichen und 68 männlichen Gästen (inkl. Kindern) sind 44 unter 18. Am wenigsten Sorgen macht sich Iradj Teymurian über die unter 14-jährigen, die hier durch Kindergarten und Schule sozialisiert werden. Die sieben Jugendlichen zwischen 14 und 18 haben es am schwersten – “der Großteil hat nicht die Grundbildung, die man als Quali-Absolvent braucht”.

66 Personen kommen aus Afghanistan, 25 aus Pakistan, 9 aus Syrien und 7 aus Afrika.

Bleiberecht (3 Jahre) bekamen von den Berger Geflüchteten 21%, subsidiären Schutz 5%, Abschiebeverbot 25%, im Verfahren befinden sich 13%, Ablehnungen bekamen 36%. 87% haben gegen den Bescheid geklagt.

Von 48 Männern haben 26 eine Arbeitserlaubnis, 15 von ihnen arbeiten. 21 haben keine Arbeitserlaubnis. 32 Männer sind daher ohne Beschäftigung.

Auch über Schulbildung und Deutschkenntnisse referierte Herr Teymurian und betonte, wie wichtig es sei, für die Hausaufgabenbetreuung neue Helfer zu finden: “Wir brauchen neue Leute als Paten.”

Nach den vielen Zahlen waren die Kinder mit einem Improvisationstheater an der Reihe. Verena Machnik, HAP für Kinder- und Jugendarbeit, erzählte, sie hätten den Kindern nur das Wort “Gerechtigkeit” vorgegeben, den Rest hätten sie selbst entwickelt. In Schwarz gehüllte Gestalten huschten auf die Bühne. Nacheinander zog sich ein Junge oder ein Mädchen mit einer Blume in der Hand den Umhang aus, stellte eine “Warum …”-Frage (Z.B. “Warum herrscht Krieg in Afghanistan?”, “Warum dürfen in Afghanistan Mädchen nicht Fußball spielen?” etc.), die Schwarzen antworteten: “Das ist uns egal” – und  immer mehr, die sich bereits von dem Schwarz befreit hatten, riefen darauf laut: “Aber das wollen wir nicht mehr!”
Nicht nur Iradj Teymurian hatte Tränen in den Augen.

Wir sehen uns wieder nach der Pause …